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Kommentare zu:
Bundestag: Öffentliche Anhörung zum Adoptionsrecht


#1 YannickAnonym
  • 30.04.2014, 17:50h
  • - Bis auf die Union sind alle Bundestagsfraktionen für die Volladoption.

    - Alle unabhängigen Studien (inkl. des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags) kommen zum Schluss, dass Kinder in schwulen und lesbischen Familien genauso gut aufwachsen wie bei Hetero-Familien.

    - Auch die Mehrheit der Bürger ist für die volle Gleichstellung im Adoptionsrecht. (Und eigentlich ist doch in einer Demokratie das Volk der Souverän, von dem alle Macht ausgeht.)

    Aber dennoch bildet die Union sich ein, mit ihrer schrillen Minderheitenmeinung allen anderen ihre menschenverachtende, scheinheilige Hass-Ideologie zu diktieren. Und damit auch noch den betroffenen Kindern zu schaden...

    Soll das Demokratie sein?

    Wie lange wollen wir uns das noch bieten lassen?
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 m123Anonym
  • 30.04.2014, 18:18h
  • Wenn die SPD gegen die Gleichstellung stimmt, dann ist die SPD de fakto gegen die Gleichstellung und gegen den Gleichheitsgrundsatz im Grundgesetz. Es geht hier um das Grundrecht auf Gleichbehandlung. Und nicht um irgendwas.

    Im Wesentlichen muss die SPD die Frage beantworten, warum die SPD mehr Rücksicht auf den Wunsch der Union nimmt Homosexuelle zu diskriminieren als auf den Gleichheitsgrundsatz in Artikel 3 des Grundgesetzes.

    Schreibt der SPD doch mal was ihr so über die SPD denkt, auf ihre facebook-Seite. Jetzt vor der Europawahl ist übrigens ein schönes sensibles Zeitfenster dafür. :))) Das dürfte also schon mächtig Druck auf die SPD ausüben. Es sei denn ihr wollt noch bis 2017 von Union und SPD diskriminiert werden, dann solltet ihr natürlich nicht auf der facebook-Seite der SPD aktiv werden.
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#4 Oliver42Anonym
  • 30.04.2014, 18:40h
  • Ein sehr informativer Artikel wie ich finde.



    Der Artikel gehört in die Rubrik: Sehr gut und informativ auf der Queer. Das gilt leider nicht für jeden Artikel der Queer-Redaktion.

    Gut finden würde ich, wenn die Queer auch nächsten Donnerstag über den Gesetzentwurf zur Gleichstellung im sonstigen Steuerrecht berichtet.

    Für Lebenspartner ist es beispielsweise wichtig zu wissen, dass mit dem Gesetzentwurf in der nächsten Woche eine Reihe von Änderungen auf Lebenspartnerschaften infolge der Gleichstellung zukommen:

    * Mittelbare Zulagenberechtigung bei der Riester-Rente dann auch für den Lebenspartner
    * Gemeinsame Zustellung des Steuerbescheides
    * Anrechnung des Vermögens des Lebenspartners bei der Wohnungsbau-Prämie
    ...
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#5 JoonasAnonym
  • 30.04.2014, 19:56h
  • Bei diesen Thema geht es vor allem auch ums Kindeswohl. Dass die CDU/CSU das weiterhin ablehnt und dann sogar noch behauptet, das wegen des Kindeswohls zu tun, sagt sehr viel aus.

    Die Union instrumentalisiert Kinder und schadet ihnen, um ihren Hass zu erzwingen. Da wird dann behauptet, das diene dem Kindeswohl, obwohl es den Kindern in Wirklichkeit schadet.

    Und dann gibt es noch genug uninformierte Deppen, die das dann blind glauben und auf dei CDU/CSU reinfallen.
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#6 FinnAnonym
  • 30.04.2014, 19:58h
  • Die vom Bundesverfassungsgericht erzwungene Sukzessiv-Adoption wird auch die gemeinschaftliche Adoption ermöglichen, nur halt umständlicher, teurer und zeitlich länger.

    Und entsprechend mit Unsicherheiten für die betroffenen Kinder.

    Daran sieht man, dass es der Union gar nicht um irgendwelche Themen geht, sondern nur um Ideologie.

    Die wissen, dass sie Regenbogenfamilien nicht verhindern können, wollen es denen aber einfach noch so schwer wie möglich machen!
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#7 HinnerkAnonym
  • 30.04.2014, 20:11h
  • Kinder wachsen ja wohl besser in einer liebevollen Familie auf als im Heim oder auf der Straße. Und Kinder in schwulen oder lesbischen Familien wissen auf jeden Fall, dass sie echte Wunschkinder sind.

    Außerdem ist es ja schon Fakt, dass Kinder in schwul-lesbischen Familien aufwachsen, ob es der Union passt oder nicht. Es geht jetzt vor allem auch um Rechtssicherheit für die Kinder, die die Union ihnen aber verwehrt...
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#8 So WhatAnonym
#9 WählerAnonym
  • 30.04.2014, 22:01h
  • Antwort auf #8 von So What
  • Das einfachts ist, die SPD nicht zu wählen...

    Irgendwelche Mails interessieren die nicht, da lachen die nur drüber. Denn Mails nehmen denen nicht die Macht.

    Das einzige womit man Parteien bekommen kann, ist mit Stimmenentzug! Und dann natürlich nicht nur der SPD (und ebenso FDP, Union, AfD, etc.) keine Stimme geben, sondern auch andere Parteien statt dessen wählen.

    Denn nur nicht zu wählen ändert nicht die Prozentzahlen der Parteien, sondern nur die Wahlbeteiligung, was denen aber egal ist. Nur wer stattdessen andere Parteien wählt, reduziert deren Anteil und dann spüren die das.
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#10 m123Anonym
  • 01.05.2014, 07:43h
  • Antwort auf #9 von Wähler
  • Eine Flut von öffentlichen messages auf facebook übt aber auch viel Druck auf die SPD aus. Denn dann werden die Medien aufmerksam, Zeitungen oder Fernsehsender. Und dann wird vielleicht wieder mehr darüber berichtet und hoffentlich kritisch nachgefragt. Jetzt vor der Europawahl würde es sich lohnen über facebook öffentlich Druck auf die SPD auszuüben.
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#11 So WhatAnonym
#12 WählerAnonym
  • 01.05.2014, 16:44h
  • Antwort auf #11 von So What
  • 1. Ich habe zu gar nichts aufgerufen, sondern nur festgestellt, dass offenbar ein Entzug von Wählerstimmen das einzige ist, was die verstehen... Und dass ich deshalb die SPD nicht mehr wählen würde.

    2. Doch, das tue ich selber auch. Oder meinst Du nach meinem Beitrag würde ich noch SPD wählen?
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#13 So WhatAnonym
#14 Oliver43Anonym
  • 06.05.2014, 13:42h
  • Zwei Professoren ("wahrscheinlich von der CDU benannt") haben übrigens bei der Anhörung nunmehr gegen das gemeinschaftliche Adoptionsrecht Stellung bezogen:

    HIB-Meldung des Bundestages:

    " Auf einhellige Zustimmung der Sachverständigen stieß am Montag bei einer Anhörung des Rechtsausschusses der Plan der Koalitionsfraktionen, eingetragenen Lebenspartnerschaften das Recht zur Sukzessivadoption zuzugestehen: Laut einem Gesetzentwurf (18/841) von CDU/CSU und SPD sollen Lesben und Schwule ein Kind auch dann adoptieren können, wenn es vom jeweiligen Partner zuvor bereits adoptiert worden ist. Darüberhinaus plädierte ein Teil der Experten für eine Gesetzesvorlage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/577 (neu)), die gleichgeschlechtlichen Paaren auch die gemeinsame Adoption eines Kindes einräumen will. Der Anhörung lag zudem ein Gesetzentwurf (18/842) zugrunde, mit dem die Grünen auf die Ratifizierung des Europarats-Vertrags über die Adoption von Kindern in seiner 2008 revidierten Version dringen: Dieses Straßburger Abkommen gestattet den Mitgliedsnationen des Staatenbunds, homosexuellen Partnerschaften sowohl Sukzessiv- wie gemeinschaftliche Adoptionen zu ermöglichen, verpflichtet die 47 Länder aber nicht zu diesem Schritt.

    In mündlichen Erklärungen und schriftlichen Stellungnahmen erörterten die Sachverständigen vor allem das Für und Wider gemeinschaftlicher Adoptionen durch gleichgeschlechtliche Paare. Die Sachverständige Jacqueline Kauermann-Walter schlug eine Bresche für die Sukzessivadoption. Bei Adoptionen müsse stets das Kindeswohl im Vordergrund stehen, unterstrich die Vertreterin des Sozialdiensts katholischer Frauen, die sexuelle Lebensform der Eltern spiele hingegen keine Rolle. Die Sukzessivadoption stelle für das betreffende Kind auch rechtlich die Verantwortung beider Elternteile sicher, mit denen es bereits zusammenlebe. Insofern sei diese Form der Adoption für Lebenspartnerschaften aus der Sicht des Kindeswohls zweifelsfrei geboten.

    Die Rechtsprofessoren Bernd Grzeszick (Heidelberg) und Arnd Uhle (TU Dresden) betonten übereinstimmend, dass sich aus dem Urteil des Verfassungsgerichts vom Februar 2013, das die Einführung des Rechts auf Sukzessivadoptionen für homosexuelle Paare gefordert hatte, keine Verpflichtung ableiten lasse, solchen Partnerschaften auch die gemeinschaftliche Adoption zu gestatten. Aus Sicht der Wissenschaftler kann man die beiden Varianten der Adoption nicht gleichsetzen, weshalb Karlsruhe die Sukzessivadoption als Sonderfall eingestuft habe, sagte Uhle. In diesem Fall lebe ein Kind bereits mit beiden Elternteilen zusammen, erläuterten die Professoren, und in einer solchen Situation könne eine Sukzessivadoption die familiäre Bindung fördern, zumal dem Kind dadurch Vorteile beim Unterhalt und beim Erbrecht erwüchsen. Bei einer gemeinsamen Adoption gelange dagegen ein bis dahin fremdes Kind erstmals in eine Partnerschaft, weswegen sich die Bindungen zu den neuen Eltern erst noch entwickeln müssten. Laut Uhle fehlen zur Klärung der Frage, welche Folgen gemeinsame Adoptionen durch gleichgeschlechtliche Paare für Kinder haben, bislang zuverlässige Studien.

    Die Rechtsprofessorin Frauke Brosius-Gersdorf (Hannover) monierte, dass der Gesetzentwurf von Union und SPD Lebenspartnerschaften wegen der Verweigerung des Rechts auf gemeinsame Adoptionen weiterhin diskriminiere. Formal befasse sich das Karlsruher Urteil zwar nur mit der Sukzessivadoption, die inhaltlichen Erwägungen dieser Entscheidung liefen jedoch auf die volle Gleichbehandlung von Ehepaaren und homosexuellen Partnerschaften hinaus. Insofern nannte die Wissenschaftlerin die Vorlage der Koalition einen VerfassungsverstoÓ. Die Sachverständige Isabell Götz meinte, ihr falle kein Grund ein, der für eine Differenzierung zwischen einer Sukzessiv- und einer gemeinschaftlichen Adoption bei Lesben und Schwulen spreche. Die Richterin am Oberlandesgericht München gab sich überzeugt, dass Karlsruhe auch noch das Verbot der gemeinschaftlichen Adoption bei Lebenspartnerschaften kippen wird. Der Gesetzgeber solle diesem Schritt zuvorkommen und beide Formen der Adoption im Gleichlauf regeln.

    Henriette Katzenstein argumentierte, eine Sukzessivadoption sei dann sinnvoll, wenn ein Kind von einem Elternteil bereits in die Partnerschaft mit eingebracht werde. Ansonsten aber sei diese oft langwierige Variante der Adoption für Eltern wie Kinder belastender als eine gemeinschaftliche Adoption, erklärte die Vertreterin des Deutschen Instituts für Jugendhilfe und Familienrecht. Constanze Körner kritisierte, dass durch die Weigerung, auch Lesben und Schwulen gemeinschaftliche Adoptionen zu ermöglichen, die Diskriminierung von Lebenspartnern weiterhin in Kauf genommen werde. Beim Kindeswohl komme es nicht auf das Geschlecht der Eltern, sondern auf die Qualität der Beziehung an, sagte die Leiterin des Berliner Regenbogenfamilienzentrums.
    "
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#15 TheDadProfil
  • 06.05.2014, 17:32hHannover
  • Antwort auf #14 von Oliver43
  • Wie schön das Du das Geschwafel hier einstellst, ich hatte keine Zeit das zu verfolgen..

    ""Zwei Professoren ("wahrscheinlich von der CDU benannt") haben übrigens bei der Anhörung nunmehr gegen das gemeinschaftliche Adoptionsrecht Stellung bezogen""..

    ""Auf einhellige Zustimmung der Sachverständigen stieß am Montag bei einer Anhörung des Rechtsausschusses der Plan der Koalitionsfraktionen, eingetragenen Lebenspartnerschaften das Recht zur Sukzessivadoption zuzugestehen:""..

    Wie nett das diese Leute die sofortige Anordnung und das Urteil des BVG respektieren, und für die Umsetzung des Sukzessivadoption plädieren..

    Aber :

    ""keine Verpflichtung ableiten lasse, solchen Partnerschaften auch die gemeinschaftliche Adoption zu gestatten. Aus Sicht der Wissenschaftler kann man die beiden Varianten der Adoption nicht gleichsetzen, weshalb Karlsruhe die Sukzessivadoption als Sonderfall eingestuft habe, sagte Uhle. In diesem Fall lebe ein Kind bereits mit beiden Elternteilen zusammen, erläuterten die Professoren, und in einer solchen Situation könne eine Sukzessivadoption die familiäre Bindung fördern, zumal dem Kind dadurch Vorteile beim Unterhalt und beim Erbrecht erwüchsen.""..

    Die Widersprüchlichkeit in seinen Aussagen erkennt der Herr von der TU offensichtlich nicht..

    Das sich die "familiären Bindungen" mit einer gemeinsamen Adoption ebenso fördern, und das Kind darüber hinaus die Rechtssicherheit zu Unterhalt und Erbrecht sofort erhielte, erschließt sich ihm allerdings nicht ?

    Und das "erklärt" dieser Mann mit einer wundervollen Begründung :

    ""Bei einer gemeinsamen Adoption gelange dagegen ein bis dahin fremdes Kind erstmals in eine Partnerschaft, weswegen sich die Bindungen zu den neuen Eltern erst noch entwickeln müssten.""..

    Häh ?
    Weil das Kind sich an die "neue Familie erst gewöhnen" müsse, ist eine Einzeladoption mit anschließender Sukzessivadoption durch den Partner für das Kind also "weniger belastend" als die gleichzeitige Adoption durch das Paar ?

    Ja, nee, ist klar..

    Danke für die Info´s..
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#16 Oliver43Anonym
  • 07.05.2014, 12:45h
  • Antwort auf #15 von TheDad
  • @TheDad
    Ich sehe, du kannst auch einmal anders schreiben und nicht immer nur Polemik und Sarkasmus sowie Atheistenpropaganda streuen.

    Deinem letzten Kommentar stimme ich zu.

    Insbesondere die Aussage des Rechtsprofessors von der TU Berlin ist ein Skandal.

    LGBT-Studenten und Aktivisten in Dresden sollten ruhig einmal zur Kenntnis nehmen, was für ein Regenbogenfamilien feindlicher Professor dort an der TU Dresden mit Arndt Uhle lehrt. Gleiches gilt für Heidelberg, wo mit Bernd Grzeszick ebenfalls ein solcher Herr lehrt.

    Uhle und Grzeszick sind auf jeden Fall auf der Negativliste von Professoren in Deutschland einzutragen, die sich jeder homosexuelle Student merken sollte.
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#17 Oliver43Anonym
  • 12.05.2014, 08:52h
  • *
    www.bundestag.de/dokumente/tagesordnungen/36.html

    Am 22. Mai 2014 wird nunmehr im BT in 2.und3 Beratung der Gesetzentwurf zur Adoption verabschiedet.

    Wie es scheint bleibt es vorerst dabei, dass nur die vom BVerfG vorgesehene Sukzessivadoption verabschiedet wird.

    Dann müssen wir halt auf die BVerfG Entscheidung im Ersten Senat leider warten, und das BVerfG muss da dann nochmal entscheiden.

    Aber auch jetzt schon ist faktisch der Weg für homosexuelle Paare zur Adoption nichtleiblicher Kinder frei. Es adoptiert halt erst der eine Lebenspartner und dann adoptiert der andere Lebenspartner hinterher. Wer also als homosexuelles verpartnertes Paar Kinder adoptieren will, der kann dies auch jetz also in Deutschland erreichen.
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