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  • 02.05.2014           56      Teilen:   |

Todesstrafe für Homosexuelle geplant

Brunei führt Scharia ein

Artikelbild
Sultan Hassanal Bolkiah führt mit religiöser Rhetorik die Todesstrafe und Folter wieder in seinem Land ein

Als erster Staat in Südostasien beginnt Brunei, die religiöse Gesetzgebung einzuführen – innerhalb der nächsten zwei Jahre soll dann auch die Todesstrafe für Homosexuelle gelten.

Der Sultan von Brunei hat am Donnerstag erklärt, dass in seinem Land ab sofort die Scharia Anwendung finden solle. Die islamische Gesetzgebung soll innerhalb von 24 Monaten stufenweise eingeführt werden. Im sofort gültigen ersten Schritt sollen die Haftstrafen für bestimmte Verbrechen erhöht werden, darunter für uneheliche Schwangerschaften und "anstößiges Benehmen". In den nächsten Schritten sollen dann die altertümlichen Bestrafungsmethoden wie Amputation von Gliedmaßen oder die Todesstrafe wieder angewendet werden. Für Homosexualität ist dann die Steinigung vorgesehen. Bislang ist in Brunei "nur" eine zehnjährige Haftstrafe für Homosexuelle vorgesehen.

"Einige Theorien behaupten, dass Allahs Gesetz grausam und ungerecht sei, aber es ist Allah selbst, der verkündet, dass sein Gesetz gerecht ist", begründete Sultan Hassanal Bolkiah die Einführung des Folterrechts. Der 67-Jährige, der mit einem persönlichen Vermögen von mehr als 20 Milliarden Dollar zu den reichsten Menschen der Welt gehört, erklärte weiter, dass er lediglich Gesetze wiederbelebe, die bereits vor Jahrhunderten erfolgreich angewandt worden seien.

Nach dem neue Scharia-Recht soll auch vor- oder außerehelicher Sex, Vergewaltigung, schwerer Raub oder Blasphemie mit dem Tod bestraft werden können. Auch Muslime, die ihren Glauben ablegen, sollen hingerichtet werden. Es gibt zudem eine Reihe obskurer Gesetze, etwa dass Nicht-Muslime kein Babysitter für muslimische Kinder sein dürfen.

Die letzte Hinrichtung in Brunei gab es im Jahr 1957. Bislang droht Homosexuellen die Hinrichtung in den Ländern Iran, Jemen, Mauretanien, Nigeria, Saudi-Arabien, Sudan und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

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Proteste im Westen

Sharon Osbourne ruft zum Boykott einer Hotelkette auf, die dem Sultan gehört
Sharon Osbourne ruft zum Boykott einer Hotelkette auf, die dem Sultan gehört

Während die Einführung im kleinen ölreichen Sultanat öffentlich kaum kritisiert wird, formierten sich in westlichen Ländern Proteste. So gab es in den USA und Großbritannien Boykottaufrufe gegen die Luxushotelkette der "Dorchester Collection", die dem Sultan gehört. Dazu zählen etwa das Hotel Bel-Air in Los Angeles oder das Beverly Hills Hotel. Unter anderem forderte Sharon Osbourne ihre Anhänger auf, nicht mehr in den Hotels zu übernachten. Der englische Schauspieler Stephen Fry sagte eine Veranstaltung in einem der Hotels der Kette ab, auch eine Modewoche und eine Feministinnen-Konferenz wurden wegen des Gesetzes kurzfristig verlegt.

In den USA beklagte ein Sprecher der Kette, dass der Boykott unfair sei, da sich die Hotels an alle lokalen Gesetze halten würden und insbesondere in den Vereinigten Staaten Diskriminierung nicht duldeten: "Die Gesetze, die in anderen Staaten gelten, in denen die 'Dorchester Collection' keine Hotels führt, haben keinerlei Einfluss darauf, wie wir unsere Hotels führen", so der Sprecher.

Brunei ist ein kleines, absolutistisch regiertes Sultanat im Südchinesischen Meer, das etwa doppelt so groß wie das Saarland ist. Dort leben gut 400.000 Einwohner, von denen zwei Drittel Muslime sind. Der Islam ist Staatsreligion und wird hier weit strenger ausgelegt als im Nachbarland Malaysia. So ist etwa der Verkauf von Alkohol verboten, außerdem werden andere Religionen gegängelt. Das Land, das erst 1984 von Großbritannien unabhängig wurde, ist wegen seines Erdölvorkommens ein reicher Wohlfahrtsstaat. (dk)

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Tags: brunei, scharia
Schwerpunkte:
 Islam
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Reaktionen zu "Brunei führt Scharia ein"


 56 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
02.05.2014
12:56:49


(+7, 13 Votes)

Von schwarzerkater
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wunderbar, ist doch eine großartige möglichkeit für alle radikal-islamistische vertreter in europa und für die salafisten weltweit: endlich ein weiterer staat nach eurem geschmack.
helfe euch gerne, wenn ihr die koffer packen wollt.


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#2
02.05.2014
13:07:26


(+11, 13 Votes)

Von schwarzerkater
Profil nur für angemeldete User sichtbar


" Die Angehörigen des Sultans sind für extravagante Partys und Ausflüge in europäische Kasinos bekannt. Mariam Aziz, seine frühere Frau, hat Klage erhoben gegen einen Personenschützer in Grossbritannien, der sich mit Schmuck im Wert von mehreren Millionen Euro aus dem Staub gemacht haben soll. Kürzlich räumte sie ein, dass sie schon Unsummen verspielt habe, einmal eine halbe Million Pfund in einer Nacht." NZZ, 2.5.14

"Dieben droht die Amputation von Gliedmassen; Ehebruch, Vergewaltigung, Blasphemie und «Sodomie» sollen mit dem Tod durch Steinigung bestraft werden."

gilt das dann auch für die korrupte herrscher-familie? sind die meisten aus dem familienclan bald einarmig?

Link zu www.nzz.ch


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#3
02.05.2014
13:26:39


(+4, 12 Votes)
 
#4
02.05.2014
13:39:55


(-11, 19 Votes)

Von Oliver42


Tja soviel zum Thema Islam, islamisierte Straftäter auf deutschen Strassen und Scharia im Strafrecht mit Steinigung und Handabhacken.

----------------

Pim Fortuyn hatte schon Recht, wenn er die Probleme der Islamisierung in Rotterdam oder in Amsterdam ansprach.

Und heute nach 12 Jahren schon, kommt der Mörder, der Fortuyn hinterhätig ermordete, bereits wieder aus dem Gefängnis frei.

Und in Deutschland erfahren homosexuelle Leser nicht einmal mehr, ob eine Straftat einen islamischen Hintergrund oder der Täter Migrationshintergrund hatte.

So weit ist es bereits in Deutschland gekommen, weil linke Ideologen den Täterschutz vor den Opferschutz und dem Interesse der Allgemeinheit setzen.

Und selbst auf der Queer wird in den Artikeln dann nicht erwähnt, ob die Täter Migrationshintergrund hatten.

---> Meine Stimme geht daher mit Sicherheit nicht an linke Parteien, weil sie den Täterschutz vor den Opferschutz setzen.


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#5
02.05.2014
13:43:38


(+4, 10 Votes)
 
#6
02.05.2014
13:45:51


(+7, 11 Votes)

Von Enyyo


Bezeichnend, dass der Wichtel auch noch ein gold-rot-schwarzes Cape trägt...


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#7
02.05.2014
13:57:49


(+6, 16 Votes)
 
#8
02.05.2014
14:02:13


(+9, 17 Votes)

Von Oetker
Antwort zu Kommentar #5 von Carla


Die USA werden von 200 Familien regiert und zu denen wollen wir gute Kontakte haben. Arend Oetker, damaliger Vorstandsvorsitzender der Atlantik-Brücke.

Bild-Link:
ap_brunei_obama_lpl_130312_wblog.jpg


Bild-Link:
Queen+Beatrix+in+Brunei.jpg


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#9
02.05.2014
14:08:20


(-7, 13 Votes)

Von Maanuueel


Das zeigt wieder mal, wie lächerlich es ist, wenn sich hier manche über die achso schlimme Situation in Deutschland aufregen.


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#10
02.05.2014
14:20:55


(+9, 17 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #4 von Oliver42


Rassistisches Geschwafel !

Zunächst Wahlwerbung für die Union zur Europawahl machend, kommt nun mit der Zustimmung zu den Positionen des Herrn Pim Fortuyn Dein wahrer Charakter zum Vorschein :

Billiger Populismus gepaart mit Islamophobie und raissistischer Grundhaltung für alles fremde..

Deine Kommentare hier sind unerträglich !


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