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Im Jahre 1998 warb Paulk auf dem Titelbild des Nachrichtenmagazins "Newsweek" dafür, dass man Homosexualität heilen könne.

Ein Vierteljahrhundert lang behauptete John Paulk, von seiner Homosexualität geheilt worden zu sein. Jetzt gibt der überzeugte Christ zu, dass alles eine Lüge war.

Im letzten Jahr hat Exodus International, die größte Homoheiler-Organisation der Welt, zugegeben, dass Homosexualität keine Krankheit ist, die man mit ein paar Psychotricks und dem Studium der Bibel heilen kann (queer.de berichtete). Der frühere Chef der Gruppe hat nun in einem "Newsweek"-Interview zugegeben, dass er über Jahre die Öffentlichkeit belogen hat.

John Paulk war in den 1990er Jahren eine Art Posterboy für die Ex-Gay-Bewegung, nachdem er eine "Ex-Lesbe" geheiratet und Kinder gezeugt hatte. Zur Witzfigur wurde er aber im Jahr 2000, als er 13 Jahre nach seiner "Heilung" in einer Schwulenbar gesichtet wurde. Für wahre Erheiterung sorgte seine Ausrede damals: Er habe mal aufs Klo gehen müssen und nicht gewusst, dass er sich unter "Ungeheilten" befand.

Heute leugnet der 51-Jährige, der inzwischen als Caterer arbeitet, nicht mehr, dass er immer ein Schwuler geblieben ist:

Es war amüsant für uns, die wir hinter geschlossenen Türen gearbeitet haben: Wir wussten, dass wir uns nie wirklich verändert hatten. Unsere Situation hatte sich verändert – wir haben geheiratet, manche von uns hatten Kinder, dadurch haben wir andere Rollen angenommen. Ich war ein Ehemann und Vater, das war meine Identität. Und die Homosexualität wurde verdrängt. Aber man kann das nur eine Weile lang tun, dann würde sie wieder herausbrechen. […]

Ich bin in eine Schwulenbar gegangen. Nicht weil ich mich nach Sex umgeschaut habe, was die Leute gedacht haben, sondern weil ich meine Community vermisst habe. Ich wollte mit Leuten zusammen sein, in deren Gegenwart ich mich wohl fühle. Und das waren andere Schwule. […]

Ich habe oft in Hotels geweint, als ich auf meinem Bett lag. Ich fühlte mich wie ein Lügner und Heuchler. Ich wollte hinausgehen und anderen Leuten Hoffnung geben. Aber ich war verzweifelt, weil ich wusste, dass ich nicht ehrlich mit ihnen war. Ich konnte dann einfach nicht mehr weitermachen. 25 Jahre lang habe ich mich schuldig gefühlt und war voller Selbsthass, weil ich einen Teil von mir verdrängen wollte. Ich war schuld. Ich habe die Botschaft verbreitet, dass sich meine Sexualität geändert hat, und habe meine Ehe als Beweis angeführt.

Inzwischen sind sich Ärzte und Psychologen weitgehend einig, dass eine angebliche Heilung von Homosexualität Humbug ist. Sie warnen sogar davor, dass Schwule und Lesben durch eine derartige "Behandlung" in die Depression oder den Selbstmord getrieben werden. Im vergangenen Jahr bezeichnete der Weltärztebund die Taktik der Homo-"Heiler" als Menschenrechtsverletzung (queer.de berichtete). Dennoch gibt es auch in Deutschland religiöse Gruppen, die Homosexuelle zu Heteros umwandeln wollen und sogar auf Veranstaltungen der evangelischen Kirche für ihre Thesen werben dürfen (queer.de berichtete). (dk)



#1 mx5972Profil
  • 02.05.2014, 14:43hKerpen
  • Jetzt gibt der überzeugte Christ zu, dass alles eine Lüge war.

    Ist doch nicht die erste Lüge von den Schwarzröcken!!
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#2 OrientireAnonym
  • 02.05.2014, 14:52h
  • Hauptsache, daß er als ein Christ, ein gläubiger Mensch durch das Leben geht. Egal mit welcher Sexualität.
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#3 ZeitfensterAnonym
#4 FelixAnonym
  • 02.05.2014, 16:03h

  • Ach, was für eine Überraschung...

    Das haben Fachleute immer schon gesagt, aber diese Fundamentalisten meinen ja immer alles besser zu wissen.

    Schlimm nur für alle die Opfer, die jetzt bleibende Schäden haben oder das sogar mit dem Leben bezahlen mussten.
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#5 RobbyEhemaliges Profil
  • 02.05.2014, 16:44h
  • Antwort auf #2 von Orientire
  • Verdammt noch mal - Du kapierst anscheinend IMMER NOCH NICHT, was so perverse Homo-Heiler Homosexuellen antun?! Wie verbohrt bist Du eigentlich?! - Dir sind andere Schwule und Lesben, die von diesen perversen Homo-Heilern PSYCHISCH UND PHYSISCH TERRORISIERT WERDEN, anscheinend SCHEISSEGAL! - Hauptsache, DIR geht's gut und Du kannst Dir Deine Pseudo-Heile-Welt zusammenlügen, was?! Ekelhaft!
    WER hat denn seit 2000 Jahren milliardenfach Leid, Qualen und Tod über die Menschen gebracht?! Dieses angeblich so scheiß-"tolerante" Christentum!
    Was habt ihr denn für eine "tolle" Version von "Nächstenliebe", häh?! Das einzige, was IHR könnt dies brüllen "Und willst Du nicht mein Bruder sein - dann schlag ich Dir den Schädel ein" - und dann zuschlagen, mißbrauchen, schänden! Das ist doch alles, was ihr draufhabt!
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#6 DefragmentierungEhemaliges Profil
  • 02.05.2014, 16:58h
  • Antwort auf #2 von Orientire
  • Da gebe ich Dir recht.
    Die sexuelle Verortung ist bei Mitgliedern einer Sekte, die rituellen Kannibalismus und instituierten Kindesmissbrauch, neben Genozid, Folter und Mord zur Grundlage hat, echt mal nebensächlich.
    Auch in der Nazizeit war 12 mal Spargelzeit. Doch das spielt für die Bewertung des 3. Reiches eine ebenso untergeordnete Rolle, wie die Sexualität der einzelne Mitglieder für die Bewertung der faschistische RKK.
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#7 FoXXXynessEhemaliges Profil
#8 KoalitionenAnonym
#9 Dont_talk_aboutProfil
  • 02.05.2014, 18:52hFrankfurt
  • Ein Ehemann, der ein Leben lang seiner Frau treu ist, muss der nicht auch "ein Teil von sich verdrängen" ?
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#10 WolfgangProfil
  • 02.05.2014, 19:44hBielefeld
  • Was kümmert´s mich, wenn weit in der Türkei die Völker aufeinanderschlagen....?

    Dies ist nicht bloß kuriose Meldung aus den USA - auch hier rotten sich die Homoheiler wieder zusammen:
    Laun stänkert und beruft sich auf Kuby, Vonholdt und Mewes (mit Bundesverdienstkreuz, man kann es nicht oft genug sagen -gleichzeitig laufen in Kassel(queer hat darüber berichtet, aber es ist wohl wieder untergangen bei den Sofadeckchen-Schwulen) für einen Homo-Heiler-Kongreß des "Weißen Kreuzes" unter der Ägide des evangelialen Rolf Trauernicht.
    Das "Weiße Kruz", das sich Fachverband für Sexualethik" schimpft, vom 22.- 24.Mai in Kassel.
    Unter dem Camouflage-Titel "Sexualethik und Seelsorge" treten dort berüchtigte Homohasser auf, Leute von Wüstenstrom, Ehrengast ist ist Christa Mewes, die einen ganzen Nachmittag eine Seminareinheit leitet, in der sie ihre unhaltbaren Thesen und Lüge zum Thema verbreiten wird.
    Ich werde jedenfalls diese Bande dort beobachten und schauen, wo sie Volksverhetzung betreiben.
    2009 konnte bei einer ähnlichen Veranstaltung zu "reparativen Therapien" in Marburg gegen Markus Hoffmann vorgegangen werden.
    siehe dazu: de.wikipedia.org/wiki/Marburger_Erklärung-(2009)
    Sollte es nicht möglich sein nach der immer feindlicheren Stimmung, die uns aus katholischen und evangelikalen Kreisen - der Kongreß wird ja von evangelikalen Homohassern betrieben - ähnlichen Widerstand auf die Beine zu bringen?
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