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  • 03.05.2014           53      Teilen:   |

Fundi-Treffen auch in München und Kassel

Bildungsplan-Gegner: Vierte Demo in Stuttgart angekündigt

Artikelbild
So sah es in Stuttgart zuletzt mehrfach aus (Bild: Guido Klein)

Während der Streit um Schulaufklärung in Baden-Württemberg in die nächste Runde geht, formieren sich in München und Kassel Gegenproteste gegen die Fundamentalisten.

Von Norbert Blech

Das Aktionsbündnis "Demo für alle" hat für den 28. Juni zur bereits vierten Demo gegen den Bildungsplan in Stuttgart aufgerufen. Auf der dazugehörigen Internetseite, die vom Ehemann der AfD-Europakandidatin Beatrix von Storch verantwortet wird, wird gefordert, dass sich der "Vorrang von Ehe und Familie" in der Politik sowie im Erziehungs- und Bildungswesen "künftig deutlich abbilden" solle.

Zwar sei es "für uns ein erster großer Erfolg", dass die grün-rote Landesregierung den Bildungsplan um ein Jahr verschoben habe, so das Aktionsbündnis. "Aber das reicht nicht." Denn eine "staatlich organisierte Sexualisierung der Schulkinder" sei weiterhin geplant. Das "Gender Mainstreaming" und die damit einhergehenden Symptome "Auflösung der Geschlechterunterschiede, Abwertung von Ehe und Familie, Verstörung und Sexualisierung unserer Kinder" seien bereits Realität.

Zu dem Aktionsbündnis, das bereits die letzte Demo in der baden-württembergischen Landeshauptstadt organisiert hatte, gehören neben der AfD/Storch-eigenen "Initiative für Familienschutz" mit der bekannten Sprecherin Hedwig Freifrau von Beverfoerde auch die ebenfalls homophobe Publizistin Gabriele Kuby, der Evangelische Arbeitskreis der CDU-Kreisverbände Heilbronn, Mannheim und Rems-Murr, die "Aktion Kinder in Gefahr" oder der Verein "Frau 2000 plus" der Publizistin Birgit Kelle.

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Protest und Gegenprotest in München

Aufruf zur Gegenkundgebung in München
Aufruf zur Gegenkundgebung in München

Bereits am nächsten Samstag kommt es derweil erstmals in München zu einer Demo "gegen Gender-Ideologie, Pädophilie und Frühsexualisierung unserer Kinder an Kitas und Grundschulen" (queer.de berichtete). Auch hier heißt die Kundgebung nach den französischen Massenprotesten gegen die Ehe-Öffnung für homosexuelle Paare "Demo für alle".

Ausrichter ist die Initiative "Besorgte Eltern", die in Köln bereits zwei Demos veranstaltet hatte. In einem längeren Flyer (PDF) behauptet die Initiative neben vielem weiterem Unsinn, dass Kinder gezwungen würden, sich für eine sexuelle Neigung zu "entscheiden" (!), und dass Aufklärung über Homosexualität dazu führe, dass Kinder ihre Unschuld verlieren und letztlich nicht mehr in der Lage seien, eine feste Beziehung zu führen.

In der bayerischen Landeshauptstadt wird es am nächsten Samstag eine Gegenkundgebung unter dem Namen "Vielfalt statt Einfalt" geben, die von allen wichtigen Parteien inklusive der CSU-Stadtratsfraktion sowie vielen Organisationen und Verbänden getragen wird (Details bei der Rosa Liste). Beginn ist um 13.30 Uhr am Reiterdenkmal am Odeonsplatz.

Protest gegen Homoheiler-Kongress

Flyer zum Homoheiler-Kongress
Flyer zum Homoheiler-Kongress

Derweil haben in Kassel die Planungen für einen Protest zu einem Kongress "Sexualethik und Seelsorge" des Weißen Kreuzes begonnen, auf dem Ende Mai die führenden Vertreter einer Homo-Heilung in Deutschland sprechen, darunter Christl Ruth Vonholdt vom "Deutschen Institut für Jugend und Gesellschaft (DIJG)".

Markus Hoffmann von Wüstenstrom will gar ein Referat über "Sexuelle Identitätsstörungen in der Beratung" anbieten. Bei einem früheren Referat hießen Unterpunkte dazu "Menschen mit sex. Identitätsstörungen (Homosexualität, Pädophilie, Transsexualität) verstehen" sowie "Sexuelle Identitätsstörungen und ihre Behandlungsmöglichkeiten".

Michael Diener, der mit der Politik gut vernetzte Präses des Gnadauer Gemeinschaftsverbandes und Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz, wird dazu eine Andacht halten. Generalsekretär der evangelikalen Allianz ist übrigens Hartmut Steeb, der als Gegner des Bildungsplans mehrfach ins Fernsehen geladen wurde.

Auf seiner Facebook-Seite verlinkte Steeb in diesen Tagen auch eine Erklärung vom Weißen Kreuz, in der es in Bezug auf einen queer.de-Artikel heißt, man könne nicht nachollziehen, "wie Angehörige der schwul-lesbischen Interessensgruppen ihrerseits Menschen diskriminieren, die sich mit ihrer homosexuellen Orientierung im Rahmen der von ihnen beanspruchten gesellschaftlichen Freiheit nach Veränderung sehnen und hierzu Beratung in Anspruch nehmen wollen". Seelsorger würden "von Denk- und Redeverboten seitens der einschlägigen Szene überzogen".

Bei einem ersten Treffen des Aktionbündnisses gegen den Kongress sei ihnen zudem kein Rederecht erteilt worden, kritisiert das Weiße Kreuz. Sobald es konkrete Planungen des Bündnisses gibt, werden wir darüber berichten.

 Nachtrag  20.45h: Reaktionen
In Stuttgart haben heute rund 170 Menschen, offenbar Anhänger der Linksjugend, für den Bildungsplan demonstriert, berichtet die Stuttgarter Zeitung.

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Tags: stuttgart, bildungsplan, münchen, besorgte eltern, beatrix von storch, birgit kelle, kassel, weißes kreuz, michael diener, hartmut steeb, michael hoffmann
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Reaktionen zu "Bildungsplan-Gegner: Vierte Demo in Stuttgart angekündigt"


 53 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
03.05.2014
14:59:00


(+15, 17 Votes)

Von m123


Die würden, falls die Regierung immer weiter den Rückwärtseingang einlegt letzten Endes auch die Strafbarkeit von Homosexualität fordern und Homosexuelle ins Gefängnis stecken wollen. Die sind psychisch einfach nur so extrem gestört, dass sie ihre ganzen Probleme auf eine Minderheit in Form von Hass abladen. Was für ein armseliges Leben muss das sein wenn man Hass auf homosexuelle Menschen zu seinem Lebensinhalt macht.


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#2
03.05.2014
15:01:39


(+15, 17 Votes)

Von Felix


Die fanatischen Homohasser haben ja schon genug angerichtet, weil wir uns nicht gewehrt haben...

Jetzt müssen auch wir auf die Straße gehen um zu zeigen, dass die Mehrheit Aufklärung an den Schulen will.

Da opportunistische Politiker immer nur auf Wählerstimmen schielen, geht es nicht anders!


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#3
03.05.2014
15:07:06
Via Handy


(-20, 22 Votes)

Von Jossu


Das Problen ist dass sich linke Parteien zu wenig von Pädosexualität distanzieren.
Das war früher bei den Grünen so und auch jetzt halten die linken Parteien aus politischen Gründen zu Edathy.
Ich halte nichts von Vorverurteilung aber kann Schulterzucken der Parteien als wenn es ganz normal und nicht schlimm wäre wenn ein Abgeordneter über den Bundstagsserver Kinderporno lädt nicht verstehen.
Jede kleine Firma hätte eine Rufschädigung gekriegt wenn ein Mitarbeiter so was machen würde und man wäre sofort ohne Diskussion entlassen worden.
Nur in der Politik diskutiert man über die Abgeordneten und warnt sie mutmaßlich noch vorher.

Obwohl ich selber politisch links fühle, enttäuscht mich das unbekümmerte Verhalten gegenüber solchen Kinderrechtsverletzungen.

So etwas nutzen Rechte und Erzreligiöse natürlich für ihre Zwecke aus. Das dürfen wir uns aber trotz aller Enttäuschung nicht gefallen lassen. Denn diese sind noch viel schlimmer: Siehe die Verfolgung von Homosexuellen durch Rechtsradikale und den vielen Kindesmisdbrauchsfälle der Kirchen und Schulen.
Die können nicht den Bildungsplan anprangern der sich für gleiche Rechte für Alle einsetzt, wärend die Demonstranten den Organisationen angehören die maßgeblich für Intoleranz einstehen.


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#4
03.05.2014
15:21:26


(+3, 13 Votes)

Von mx5972
Aus Kerpen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 17.02.2013


Ich würde ja wirklich gerne mal zu dem " Homoheiler-Kongress " gehen!! Ich käme aus dem lachen nicht mehr raus!!!


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#5
03.05.2014
15:22:05
Via Handy


(+14, 14 Votes)

Von myystery


Das sieht man also, wie bestechend erfolgreich Kretschmanns "Politik des Gehörtwerdens" ist.
Proteste --- "Gehörtwerden" --- wieder Proteste. Super !


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#6
03.05.2014
15:27:45


(+8, 14 Votes)

Von Zeitfenster
Antwort zu Kommentar #3 von Jossu


Aber Du hast schon mitbekommen, dass

a) Edathy keine MdB mehr ist
b) die SPD ein Ausschlussverfahren betreibt
c) sich die SPD-Führung distanziert hat ?

Welches und wessen unbekümmertes Verhalten meinst Du also???


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#7
03.05.2014
15:30:49


(+12, 12 Votes)

Von Wecker
Antwort zu Kommentar #4 von mx5972


Das Lachen bleibt dir hoffentlich spätestens beim Gedanken an die Morde (Suizide), die diese Verbrecher auf dem Gewissen haben, im Halse stecken.


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#8
03.05.2014
16:10:26


(+10, 12 Votes)

Von DerGrüneKanal
Antwort zu Kommentar #5 von myystery


Manchmal frage ich mich, ob Kretschmer der alte Kathole villeicht heimlich auf Seiten der Homophoben steht. Sein Boris Palmer hat ja auch schon gegen Gleichberechtigung geplappert.


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#9
03.05.2014
16:46:30


(+15, 15 Votes)

Von ehemaligem User timpa354


Ich frage mich, wer diese Radikalen rückwärts gewandten Pflänzchen ( finanziell) gießt? Die Kirchen in diesem Lande etwa? Geld genug, Dank der Dummheit ihrer Schäfchen hätten sie ja. Kirchen und Fundamentalisten haben sich weltweit ja schon immer bestens verstanden und ihr verbrecheriches und menschenverachtendes Tun aufeinander abgestimmt. Scheinbar hofft man hier auf die Wiederholung der Geschichte, ich frage mich nur gerade, mit oder ohne Judenverfolgung?


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#10
03.05.2014
16:59:02


(+2, 8 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Es wird Zeit, daß den Rotznasen von Homo- und Bildungsplangegnern endlich die Giftzähne gezogen werden!


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