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  • 05.05.2014           21      Teilen:   |

Politik im Land der unbegrenzten Möglichkeiten

Homofeindlicher Republikaner war früher Drag Queen

Artikelbild
Jungpolitiker Steve Wiles will Senator in den Südstaaten werden - da stört die Vergangenheit im Fummel

Im Bibelgürtel der USA wirbt ein Vollblut-Konservativer um Stimmen – dumm nur, dass der erbitterte Gegner der Gleichbehandlung früher als Drag Queen namens Mona Sinclair aktiv war.

Die Vergangenheit holt den erzkonservativen Republikaner Steve Wiles ein: Der 34-Jährige, der sich um einen Sitz im Senat von North Carolina bewirbt, ist jahrelang als Drag Queen in Schwulenclubs aufgetreten.

Der ehemalige Besitzer des Clubs Odyssey in Winston-Salem hat vergangene Woche gegenüber der Lokalzeitung "Journal" erklärt, Wiles sei in seinem Etablissement von 2002 bis 2010 als Drag Queen unter dem Namen "Mona Sinclair" aufgetreten. Er wolle wenige Tage vor der Wahl am Dienstag die frühere Tätigkeit des Jungpolitikers publik machen, weil Wiles als Rechtsaußen-Republikaner jetzt Stimmung gegen Homosexuelle mache – und daher ein "Lügner" und "Heuchler" sei.

Wiles hatte die Berichte zunächst zurückgewiesen. Am Wochenende gab er seine Tätigkeit dann zu. Er gelobte aber, sich inzwischen "gebessert" zu haben: "Für mich ist das etwas, was ich aus einem religiösen Standpunkt heraus nicht fortsetzen wollte", so Wiles gegenüber dem "Business Insider". "Natürlich ist das peinlich, aber wir müssen nach vorne gucken. Man lebt sein Leben und man verändert sich zu dem, der man werden will. An diesem Punkt bin ich gerade".

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Wiles: Erbitterter Gegner der Gleichstellung im Eherecht

Mona Sinclair vor dem politischen Erwachen
Mona Sinclair vor dem politischen Erwachen

Besonders engagiert zeigte sich Wiles in den letzten Jahren in öffentlichen Debatten in der Frage der Homo-Ehe. Diese lehnt er strikt ab und will in der Verfassung ein Verbot der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare festschreiben. Er begründet seine Haltung damit, dass die Ehe eine religiöse Institution sei und die Bibel nur die Ehe zwischen Mann und Frau vorsehe.

Über seine eigene sexuelle Orientierung will Wiles nicht sprechen, obgleich das Drag-Queen-Handwerk in der Regel nur von Schwulen ausgeführt wird. Darauf angesprochen, ob er sich als "geheilter" Schwuler sieht, erklärte der Republikaner: "Nein, nein. Ich will das wirklich nicht kommentieren".

Auch auf seiner Facebook-Seite versucht Wiles, die Wogen zu glätten. Er zeigte sich etwa überrascht darüber, dass er von LGBT-Aktivisten und von christlichen Aktivisten angegriffen werde. In einem inzwischen gelöschten Post entschuldigte er sich sogar für seine Vergangenheit und erklärte, "Fehler gemacht zu haben". (dk)

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Tags: usa, north carolina, homo-ehe
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Reaktionen zu "Homofeindlicher Republikaner war früher Drag Queen"


 21 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
05.05.2014
17:13:10


(+6, 6 Votes)

Von thommissi


tja das sind immer die schlimmsten,,,,,,,,,,,,,,,,leider ist es so,,,,,,,,,,,,


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#2
05.05.2014
17:37:16


(+6, 6 Votes)

Von ehemaligem User Monster_Baby


Von der Drag-Queen zum Homohasser, was für eine 'Karriere'. Es muss doch furchtbar sein, wenn man einen Teil seines Selbst so hasst.

Ich bin ja dafür, dass Homophobie in die ICD-Liste der Krankheiten aufgenommen wird, denn oft sind besonders Männer, die homoerotische Gefühle kennen extrem homophob um ihr Innerstes zu schützen. Das ist in meinen Augen krank - wirklich, das meine ich ernst...


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#3
05.05.2014
17:44:10


(+3, 3 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Irgendwann holt einem immer die Vergangenheit ein, ob es ihm paßt oder nicht!


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#4
05.05.2014
17:49:29


(+7, 9 Votes)

Von Jadughar
Aus Hamburg
Mitglied seit 19.04.2011


Wie kann man nun als bekehrter scheinfrommer Christ nur ständig gegen das Gebot: Du sollst nicht lügen!" verstoßen. Offenbar geht es ihm um die Karriere, damit er weiter einen Anzug mit Schlips tragen kann, und obendrein Geld scheffeln kann. Er ist nicht weiteres als eine Hure!


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#5
05.05.2014
17:51:25


(+5, 9 Votes)

Von Michelein


was für´ne Bitch


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#6
05.05.2014
17:56:56


(+5, 5 Votes)

Von ollinaie
Aus Seligenstadt (Hessen)
Mitglied seit 23.08.2012


" Man lebt sein Leben und man verändert sich zu dem, der man werden will."

Würden wir ja gerne!

---
BTW: Vorsicht vor Menschen die immerzu von "man" reden, besonders wenn es sich um Politiker handelt.


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#7
05.05.2014
18:06:10


(+7, 9 Votes)

Von ollinaie
Aus Seligenstadt (Hessen)
Mitglied seit 23.08.2012


@Redaktion/dk:

Schon wieder dieser Scheißausdruck "Homo-Ehe"!
Und sogar als Verschlagwortung.
Warum muss ich das auf einer Website lesen, die sich selbst "Queer" nennt?

Ich will Ehe-Öffnung für alle Liebenden!

Warum kann mensch sich noch nichtmal hier einer vernünftigen Sprache bedienen?


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#8
05.05.2014
18:52:14


(-1, 9 Votes)

Von szeneerfahrungen


auch Frigide Barjot war in der Schwulenszene in den 90-ern sehr aktiv und hat sogar manche schwule Paare noch zu der Zeit symbolisch "getraut", als in Frankreich nicht mal eine Partnerschaft legal war.
interessant, warum ändern denn manche Heteros plötzlich ihre Meinung über die Schwule, nachdem in der schwulen Szene eigene Erfahrungen gemacht haben?
alle wissen doch, dass das der friedlichste, von Intrigen und Streitereien jeglicher art freier Ort ist, wo die tolerantesten Menschen der Welt sich bewegen?


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#9
05.05.2014
18:57:44
Via Handy


(+5, 5 Votes)

Von Timo19


Hehe was für ein bigotter Trottel.
Aber was ist eigentlich eine Drag Queen? Ein Schwuler oder ein Transvestit oder kann man das nicht genau sagen und es hängt von der Person ab?


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#10
05.05.2014
21:52:57


(+3, 5 Votes)

Von Felix


Diese scheinheiligen Typen wollen nur von sich selbst ablenken.

Das ist purer Selbsthass und alle anderen müssen dann darunter leiden.


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