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  • 06.05.2014           23      Teilen:   |

"Demo für alle"

Rechtsextremismus: Streit unter "besorgten Eltern"

Artikelbild
Die "Bürgerinitiative Ausländerstopp" (BIA) zeigte homophobe Plakate bei der Kommunalwahl und ist jetzt Teil der "Demo für alle" in München

Die Homo-Gegner in Stuttgart und München sind sich nicht einig, ob sie auch offen rechtsextreme Gruppen in ihren Reihen akzeptieren wollen.

Der Umgang mit Rechtsextremisten führt zu Auseinandersetzungen in den Reihen der Gegner der Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben, die in den letzten Monaten mit Protestkundgebungen für Aufmerksamkeit gesorgt haben: Die Organisatoren der Stuttgarter Demo gegen die Erwähnung von Homosexuellen im grün-roten Bildungsplan haben die Veranstalter in München wegen Verbindungen zu einer rechtsextremistischen Gruppe kritisiert.

Auf der Website der "Initiative Familienschutz" erklärten die Veranstalter der Anti-Bildungsplan-Demos in Stuttgart: "Wie sich jetzt herausgestellt hat, kooperieren 'Besorgte Eltern Bayern' u.a. mit einer rechtsextremen Gruppierung namens 'Bürgerinitiative Ausländerstopp' (BIA)". BIA sorgte zuletzt in der bayerischen Landeshauptstadt mit homophoben Postern für Aufsehen, die die Stadt schließlich verboten hat (queer.de berichtete).

Für das Stuttgarter Aktionsbündnis ist die NPD-nahe Organisation zu radikal: "Wir distanzieren uns von 'Besorgte Eltern Bayern' sowie ausdrücklich von jedem antisemitischen, rassistischen, rechtsextremen und linksextremen Gedankengut und Organisationen oder Einzelpersonen, die solches Gedankengut vertreten", heißt es. Eine Zusammenarbeit mit solchen Gruppen sei ausgeschlossen.

Fortsetzung nach Anzeige


Gegendkundgebung am Samstag

In München soll die Demonstration "gegen Gender-Ideologie, Pädophilie und Frühsexualisierung unserer Kinder an Kitas und Grundschulen" am Samstag stattfinden, wie in Stuttgart unter dem Titel "Demo für alle" (queer.de berichtete). Der frühere Oberbürgermeister Christian Ude bezeichnete die Aktion als "perfiden Versuch von Rechtsextremen, in der Stadtgesellschaft Fuß zu fassen"; ein großes Bündnis aus Parteien, Verbänden und Gruppen ruft zu einer Gegenveranstaltung auf (queer.de berichtete). Die Hintergründe der Veranstalter sind unklar; der Verantwortliche der Webseite hatte bereits zwei Demos in Köln organisert, die vor allem von Russland-Deutschen besucht wurden.

In Stuttgart soll die bereits vierte Demonstration gegen Schulaufklärung Ende Juni veranstaltet werden (queer.de berichtete), die Webseite dazu betreibt das Berliner Ehepaar Storch, das weitere unter anderem homofeindliche Portale und Initiativen betreibt; Beatrix von Storch tritt bei den Europawahlen auf Listenplatz vier der AfD an.

Die Demos wurden insbesondere von radikalkatholischen und evangelikalen Gruppen organisiert. Der Übergang zwischen Ultra-Religiösen und der extremen Rechten ist allerdings fließend: So wurden die Demos auch von der NPD oder dem rechten Hetzportal "Politically Incorrect" beworben. Aktivisten der NPD-Jugendorganisation nahmen in der Vergangenheit bei den Stuttgarter Protestaktionen teil (queer.de berichtete). An den Demonstrationen beteiligten sich jeweils bis zu 800 Menschen.

Anlass für die Demonstrationen in Stuttgart ist der LGBT-freundliche Bildungsplan, der erst letzten Monat von der grün-roten Landesregierung um ein Jahr auf die Zeit nach der nächsten Landtagswahl verschoben wurde (queer.de berichtete). Die Regierung beteuerte aber, dass die Verschiebung nichts mit den Demonstrationen zu tun habe, sondern dass der neue Plan länger getestet werden müsse. (dk)

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Tags: bildungsplan, münchen, stuttgart
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Reaktionen zu "Rechtsextremismus: Streit unter "besorgten Eltern""


 23 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
06.05.2014
14:29:12


(+11, 11 Votes)

Von ehemaligem User timpa354


Ich weiß gar nicht was die Distanzierungsshow soll, die sind doch genauso wie die Rechtextremisten, kein Deut besser, oder glauben sie ein Kreuz in der Nähe würde irgendetwas besser machen? Ich denke hier hat man eher Angst, als das erkannt zu werden was man ist, nämlich eine Hassgruppierung! Aja! Und so viele aus Russland! Leute geht zurück zu Väterchen Putin! Eure mittelalterlichen Ansichten brauchen wir nicht. Oder kann man euch so gut missbrauchen als Lemminge, für die Interessen anderer?


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#2
06.05.2014
14:36:31
Via Handy


(+10, 10 Votes)

Von Alex


"Die Homo-Gegner in Stuttgart und München sind sich nicht einig, ob sie auch offen rechtsextreme Gruppen in ihren Reihen akzeptieren wollen."

Alleine schon, dass die überhaupt darüber nachdenken sagt ja schon alles - egal wie das Ergebnis ausfällt.


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#3
06.05.2014
14:54:09


(+9, 9 Votes)

Von Charlie


Vielleicht haben wir Glück und die Homo-Gegner tun endlich das, was sie schon vor langer Zeit hätten tun müssen: sich gegenseitig zerfleischen, sich aufsplitten und endlich in Luft auflösen...
Wer über die Spinner lachen will, sollte sich das durchlesen:
Link zu www.queergeist.com


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#4
06.05.2014
15:03:47


(+7, 9 Votes)

Von ehemaligem User Defragmentierung


"Der Übergang zwischen Ultra-Religiösen und der extremen Rechten ist allerdings fließend"

Welcher Übergang? Teilmengen einer Menge haben keine Übergänge. Diese Gruppierungen schwimmen alle in der gleichen braunen Soße.
Die Unterscheidung zwischen mehr oder weniger Faschist ist so müßig wie zwischen mehr oder weniger schwanger.


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#5
06.05.2014
15:46:24


(+5, 7 Votes)

Von David77


" Die Hintergründe der Veranstalter sind unklar; der Verantwortliche der Webseite hatte bereits zwei Demos in Köln organisert, die vor allem von Russland-Deutschen besucht wurden."

Oha, doch nicht etwa von den böööhsen Salafisten, oder sind das etwa auch alles bööhse Moslems?
Wundert mich nicht, das Plakat stammt ja auch daher...


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#6
06.05.2014
16:01:44
Via Handy


(+9, 11 Votes)

Von Gerrit


Die "besorgten Eltern" sollten bezüglich ihrer Kinder mehr Angst vor Nazis und anderen rechten Menschenfängern haben als vor Schwulen und Lesben.


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#7
06.05.2014
16:46:43


(+6, 8 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #5 von David77


Dieser "Streit" ist doch bloß ein Nebenkriegsschauplatz..

Frau von Storch gibt doch auch gerne Interviews in der "Jungen Freiheit", oder läßt dort über sich berichten :

Link:
jungefreiheit.de/politik/deutschland/2011/beatrix-
von-storch-der-widerstand-gegen-den-euro-waechst/


Link:
jungefreiheit.de/pressemitteilung/2012/beatrix-von
-storch-widerstand-gegen-den-esm-vertrag-ist-moegl
ich/


Link:
jungefreiheit.de/politik/deutschland/2014/afd-erri
ngt-juristischen-sieg-gegen-michel-friedman/


Schaut Mann dort in das Impressum, stößt Mann auf Dieter Stein als Geschäftsführer und Chefredakteur..

Und dieser Dieter Stein, 1967 geboren, trat 1984 (mit kaum 17 Jahren !) bei den Republikanern ein, wurde 1985 Mitglied in der von den Republikanern abgespaltenen Freiheitliche Volkspartei (FVP) unter Führung von Franz Handlos, und ist seit deren Niedergang 1987 angeblich parteilos..

In seiner Studienzeit ab 1989 - 1994 trat Stein in die "Deutsche Gildenschaft" ein, die unter der Beobachtung des Bundesverfassungsschutzes steht :

""Die Deutsche Gildenschaft [ist eine] akademische Erziehungsgemeinschaft mit nationaler Überzeugung und bündischer Tradition""..

""Im Januar 2010 teilte die Niedersächsische Landesregierung auf eine kleine Anfrage der Linken-Abgeordneten Pia-Beate Zimmermann mit, dass die derzeit vorliegenden Erkenntnisse über die Deutsche Gildenschaft deren Einstufung als Beobachtungsobjekt des Verfassungsschutzes nicht rechtfertigten. Jedoch verfolgt die Verfassungsschutzbehörde die Entwicklung mit großer Aufmerksamkeit, um zu prüfen, ob die Grenze zur verfassungsfeindlichen Bestrebung überschritten ist.[6]""..

""Nach Auseinandersetzungen um Karl-Eckhard Hahn, Mitglied der Deutschen Gildenschaft und Regierungssprecher der Thüringer Landesregierung, kündigte der Thüringer Innenminister Jörg Geibert im August 2013 an, durch die Innenministerkonferenz prüfen zu lassen, ob die DG im freiheitlich-demokratischen Spektrum angesiedelt sei.[7] Hahn ließ in der Folge seine Mitgliedschaft in der Deutschen Gildenschaft bis zum Abschluss der Prüfung ruhen. Die Prüfung ergab, dass die Geheimdienste der Länder und des Bundes die Deutsche Gildenschaft nicht als verfassungsfeindlich einstufen.[8]""..

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Gildenschaft


Aber Mann ist in bester Gesellschaft, und netzwerkt so vor sich hin..

Sowohl Hahn als auch Stein sind verheiratet und haben je 4 Kinder..


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#8
06.05.2014
18:14:39


(-6, 6 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Homogegner mit Skrupel!


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#9
06.05.2014
18:24:46


(+9, 9 Votes)

Von schwarzerkater
Profil nur für angemeldete User sichtbar


"besorgte eltern" ?!?!?!? - würde mal sagen: die masken sind gefallen und es wächst zusammen, was zusammen gehört


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#10
06.05.2014
19:47:21


(+4, 6 Votes)

Von ehemaligem User Robby


Die brauchen sich überhaupt nicht so scheinheilig voneinander zu "distanzieren". Wir durchschauen ihr mieses Schmierentheater trotz allem. - Rechte Religioten bleiben eben rechte Religioten. Da nützt auch kein "wir sind aber gar nicht so" was. -
Ich werde am Samstag auf jeden Fall an dem Gegenprotest in München teilnehmen. -
Es wäre schön, wenn möglichst viel Gegendemonstranten kommen, damit die mal sehen, dass wir uns nicht alles gefallen lassen und denen durchaus Paroli bieten.


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