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Eine Person, zwei Gesichter: Homo-Gegner Steve Wiles und Drag Queen Mona Sinclair

Der homofeindliche Republikaner, der früher als Drag Queen gearbeitet hat, muss bei den Vorwahlen eine herbe Niederlage einstecken – ein schwuler "American-Idol"-Star fährt dagegen einen knappen Sieg ein.

Ein Outing mit Folgen: Bei den US-Vorwahlen konnte sich der erklärter Homo-Gegner Steve Wiles, der früher als Drag Queen gearbeitet hatte, nicht gegen seine republikanischen Gegenkandidaten durchsetzen. Wiles hatte sich für den Posten des Senators im 31. Wahlkreis von North Carolina als strammer Konservativer beworben, wurde aber in den republikanischen Vorwahlen mit 27 Prozent der Stimmen nur Dritter hinter der amtierenden Senatorin Joyce Krawiec (44 Prozent) und dem Mitbewerber Dempsey Brewer (29 Prozent). Die Vorwahlen gelten in dem konservativen Wahlkreis als eigentliche Entscheidung, weil dem demokratischen Gegenkandidaten bei der Senatswahl im November keinerlei Chancen ausgerechnet werden.

Der 34-jährige Wiles war vor einer Woche von einem schwulen Clubbesitzer als langjährige Drag Queen namens "Mona Sinclair" entlarvt worden (queer.de berichtete). Er wollte die Tätigkeit des Republikaners öffentlich machen, weil Wiles als Rechtsaußen-Politiker jetzt Stimmung gegen Homosexuelle mache – und daher ein "Lügner" und "Heuchler" sei. Wiles behauptete, dass er aus moralischen Gründen inzwischen keine Drag Queen mehr sei. Über seine eigene sexuelle Orientierung will der ledige Politiker nicht sprechen.

Clay Aiken setzt sich wahrscheinlich durch


Clay Aiken war in der zweiten Staffel von "American Idol" Zweiter – im November möchte er ins US-Repräsentantenhaus einziehen

Im Gegensatz zu Wiles konnte sich offenbar der schwule ehemalige "American Idol"-Kandidat und LGBT-Aktivist Clay Aiken knapp bei den demokratischen Vorwahlen durchsetzen. Der Popsänger, der sich 2008 als schwul geoutet hatte, bewirbt sich um einen Sitz im US-Repräsentantenhaus im 2. Wahlkreis von North Carolina. Er landete mit 40,8 Prozent knapp vor hochfavorisierten moderaten Demokraten Keith Crisco, der auf 39,5 Prozent kam. Insgesamt trennten die beiden weniger als 400 Stimmen – da noch einige Briefwahlstimmen ausgezählt werden, ist das Ergebnis bislang nicht bestätigt worden.

Sollte Aiken wirklich gewinnen, tritt er im November gegen die erzkonservative Republikanerin Renee Ellmers an, die den Sitz vor zwei Jahren mit 14 Prozent Vorsprung gewinnen konnte. Vor 2010 hatten die Demokraten den Sitz gehalten. Derzeit werden Aiken wegen des bundesweiten Trends gegen die demokratische Regierungspartei nur Außenseitenchancen eingeräumt.

Ellmers fiel in den letzten Jahren insbesondere durch islamophobe Sprüche auf. Die 50-Jährige gilt auch als ausgesprochene Gegnerin von Homo-Rechten. Laut der LGBT-Gruppe Human Rights Campaign (PDF) hat sie in null Prozent der Fälle für die Gleichstellung von Schwulen und Lesben gestimmt.

Analysten erwarten, dass die Republikaner mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit im November ihre Mehrheit im US-Repräsentantenhaus verteidigen werden. Zudem steht die demokratische Mehrheit im Senat auf der Kippe: Laut der "Washington Post" liegt die Wahrscheinlichkeit für eine republikanische Mehrheit bei 86 Prozent. Zuletzt kontrollierte die konservative Partei den Senat Anfang 2007. (dk)



#1 RobbyEhemaliges Profil
  • 07.05.2014, 19:41h
  • Clay Aiken hat meiner Meinung nach gute Chancen für das Repräsentantenhaus. - Und unserem Homo-Gegner Wiles schadet dieser kräftige Dämpfer nicht. Wer uns absichtlich verscheißern und diskriminieren will hat meiner Meinung nach in der Politik nichts verloren.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 schwarzerkater
  • 08.05.2014, 12:29h
  • bestimmt wurde Steve Wiles von der weltweit agierenden schwulen-mafia dazu gezwungen als drag-queen aufzutreten. und der vibrator, den er zu hause hat, ist bestimmt auch nur ein massagegerät für seinen steifen nacken.
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#4 fritzrth