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  • 08.05.2014           2      Teilen:   |

"Resurrection"

Anastacia auf den Schwanz getreten

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Auf dem Pressefoto schreit sie nur in der Wüste: Anastacia gehört mit weltweit über 30 Millionen verkauften Tonträgern zu den US-Superstars. "Resurrection" ist ihr sechstes Studioalbum (Bild: Ralf Strathmann)

In ihrem neuen Album "Resurrection" bemüht sich die US-Sängerin um inhaltliche Ernsthaftigkeit, doch ihre Stimme klingt leider oft zu kreischig.

Von Michael Thiele

Anastacia, "Resurrection". Das sind zwei Worte, die man sich unbedingt auf der Zunge zergehen lassen sollte. Da ist zunächst Anastacia, das Schlachtschiff des emanzipatorisch bollernden Radio-Pop-Rocks, deren Markenzeichen die "peppigen" Brillen mit den rahmenlosen, getönten Gläsern sind. So zu finden auf fast jedem der bisherigen Album-Cover.

Dann ist da "Resurrection", der Titel ihrer neuen, sechsten Platte. Auf deutsch übersetzt bedeutet er "Wiederauferstehung". Ein Wort also, wie es pathetischer nicht sein könnte – und das genau deshalb auch irgendwie hohl und sinnlos klingt. Ein bescheideneres "Here Again" oder "Anastacia's Back" haben offensichtlich nicht gereicht, nein, ein gnadenloses "Resurrection" musste her. Naja, immerhin passt es zu dieser Künstlerin, die gerne dick aufträgt.

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Kämpfe, Leiden und ein unglaublicher Lebenswille

Das Album erscheint am 9. Mai 2014 bei BMG Rights Management. Neben der Standard-CD gibt es auch eine Deluxe-Edition mit 14 Songs
Das Album erscheint am 9. Mai 2014 bei BMG Rights Management. Neben der Standard-CD gibt es auch eine Deluxe-Edition mit 14 Songs

Der muss man übrigens eines lassen: Und zwar den Mut, sich trotz Mainstream-Zielgruppe und Radiotauglichkeit um inhaltliche Ernsthaftigkeit zu bemühen. In Anastacias Songtexten geht es mehr denn je um Kämpfe und Leiden, um Selbstermächtigung und einen Lebenswillen, den sie sich nicht nehmen lassen will.

Das ist insofern nicht überraschend, als die Arbeit an "Resurrection" von einer neuerlichen Brustkrebs-Diagnose samt einer doppelten Mastektomie überschattet wurde. Kurzum: Wer Musik mit Unbeschwertheit bevorzugt, sollte "Resurrection" schon mal nicht in den CD-Player einlegen.

Das Album selbst beginnt mit dem flotten "Staring At The Sun" und dem gesanglich beeindruckenden "Lifeline" ganz ordentlich, klingt dann aber sehr schnell sehr muffig. Schuld daran ist das Genre, durch das sich die 45-Jährige pflügt – biederer Radio-Pop-Rock, angereichert mit viel Gitarre, viel Schlagzeug, viel Klavier, viel Geschrei. Es gibt wirklich keinen Titel auf "Resurrection", bei dem man nicht das Gefühl hat, ihn schon einmal so oder so ähnlich gehört zu haben.

DIe Taschentücher bleiben in der Packung

Liebt "peppige" Brillen: Anastacia
Liebt "peppige" Brillen: Anastacia (Bild: Ralf Strathmann)

Dazu zählen vor allem die Single "Stupid Little Things", aber auch die Balladen. Von denen wird laut Pressemitteilung behauptet, dass man ganz sicher nach Taschentüchern greife, nachdem man sie gehört habe. Das ist so leider nicht richtig. Vielmehr zünden "I Don't Want To Be The One" und "Broken Wings" überhaupt nicht, denn sie sind zu schematisch, zu vorhersehbar geraten.

Natürlich kann es keine Anastacia-Albumbesprechung ohne einen Verweis auf die Stimme der Sängerin geben. Die hat nach wie vor einen enormen Wiedererkennungswert, kann einem aber auch schnell auf die Nerven gehen. Vor allem, wenn sie ins wild Kreischende kippt, wenn sie wie eine Katze klingt, der man auf den Schwanz getreten ist ("Stay").

Nichts gegen zwei, drei Songs, aber auf Albumlänge – in diesem Fall zehn Songs in knapp 37 Minuten – hört der Spaß dann doch wirklich auf.

Youtube | Anastacia im April 2014 zu Gast bei "Wetten, dass...?"
Links zum Thema:
» In das Album bei Amazon reinhören
» Homepage von Anastacia
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Tags: anastacia, resurrection
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Reaktionen zu "Anastacia auf den Schwanz getreten"


 2 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
08.05.2014
18:14:08


(0, 0 Vote)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Ich finde es gut, daß Anastacia wieder Musik macht und ihre Stimme ist einfach einmalig!


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#2
08.05.2014
22:41:07
Via Handy


(0, 2 Votes)

Von ehemaligem User DavidJacob


Der Schreiber hat anscheinend keine Ahnung von Musik.


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