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  • 09.05.2014           18      Teilen:   |

Auch Schwusos und LSVD beteiligen sich am Boykott

Stonewall-CSD: Absagen Schlag auf Schlag

Artikelbild
Der Lesben- und Schwulenverband hat genug vom Gezerre um den "Stonewall CSD" und unterstützt lieber eine Konkurrenzveranstaltung (Bild: grueneberlin / flickr / cc by-sa 2.0)

In Berlin schrumpft der Stonewall-CSD immer mehr: Wie die großen Parteien will nun auch der LSVD nicht mehr an der Parade teilnehmen.

Am Donnerstagabend haben die Schwusos Berlin und der Lesben und Schwulenverband beschlossen, dass sie sich nicht mehr an der traditionellen CSD-Parade in der Hauptstadt beteiligen wollen, sondern an der Konkurrenzparade des neu gegründeten "Aktionsbündnisses CSD Berlin 2014" teilnehmen werden.

Beide gaben als Grund die Umbenennung der Veranstaltung in Stonewall-CSD sowie die Kommerzialisierung der Parade an. Beide Punkte seien nicht mit der Community abgesprochen gewesen und würden von den meisten abgelehnt. Bereits zuvor hatten die LGBT-Gruppen von FDP sowie von CDU und Grünen den Veranstaltern der Traditionsparade einen Korb gegeben, die Berliner Aids-Hilfe hatte ihren Austritt aus dem CSD-Verein erklärt.

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LSVD: Gegen "Kommerzialisierung einer politischen Demonstration"

"Der Vorstand des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg (LSVD) hat am Donnerstagabend beschlossen, dass sich der Verband am 21. Juni 2014 nicht an der kommerziell ausgerichteten Stonewall CSD Parade 2014 beteiligen wird", heißt es in einer am Freitagmittag verbreiteten Pressemitteilung des LSVD. Hintergrund sei "die vom Berliner CSD e.V. betriebene Umbenennung der CSD-Demonstration ohne qualitativen Mehrwert und die gleichzeitige Eintragung des Begriffs 'Stonewall' beim Patent- und Markenamt als privates Eigentum einer Organisation".

Der Lesben- und Schwulenverband wende sich entschieden gegen "eine derartige Kommerzialisierung einer politischen Demonstration". Die Aktivisten forderten als Konsequenz aus den Querelen, die Änderungen dieses Jahr auszusetzen und stattdessen in Ruhe im Herbst über den weiteren Weg zu debattieren.

Auch die Lesben und Schwulen in der SPD (Schwusos) bedauerten, dass sie sich nicht mehr an der Traditionsparade beteiligen – und das zum ersten Mal seit über 30 Jahren. "Aber das unglaubliche Agieren des Vorstands des CSD e.V. und Geschäftsführung in den letzten Monaten hat uns keine andere Möglichkeit gelassen, als diesen Schritt zu gehen", erklärte Schwusos-Landeschef Markus Pauzenberger.

Die letzten CSD-Foren hätten gezeigt, "dass der CSD e.V. alle Vorschläge der Community mit formalistischen und nicht nachvollziehenden Gründen einfach vom Tisch gewischt hat und an einen Kompromiss einfach nicht interessiert war", urteilte der Sozialdemokrat. So habe die CSD-Führung zwei Beschlüsse des CSD-Forums übergangen, in denen eine Aussetzung der Neuerungen bis zu einer ausführlichen Debatte verlangt wurden. "So geht man nicht mit der queeren Community in Berlin um", so Pauzenberger scharf.

Viel Unterstützung für Aktionsbündnis

Mit der Unterstützung durch LSVD und die LGBT-Gruppe der SPD wird die am 21. Juni parallel geplante politische Demonstration des Aktionsbündnisses "Aktionsbündnisses CSD Berlin 2014" weiter aufgewertet. Die Veranstaltung wird bereits von anderen Szeneorganisationen wie dem Berliner Leder Fetisch e.V. oder Gaybrandenburg e.V. unterstützt. Auch die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), die Straßenbahnen, U-Bahnen und Omnibusse betreiben, stehen hinter dem Aktionsbündnis, auf deren Website ab Montag ein Formular zur Anmeldung zum Download bereitgestellt wird.

Die Route der neuen Demo soll unter anderem an den Botschaften von Uganda und Russland sowie am Holocaust-Mahnmal vorbeiführen. Dagegen hält der Stonewall-CSD an seiner Traditionsroute vom Kurfürstendamm zum Brandenburger Tor fest. Diese ist bislang noch nicht genehmigt, auch weil es zur gleichen Zeit Veranstaltungen zur Fußball-Weltmeisterschaft gibt. (dk)

Links zum Thema:
» Homepage vom Stonewall-CSD
» Aktionsbündnis CSD 2014
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Tags: stonewall-csd, csd berlin, schwusos, lsvd, csd-streit
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Reaktionen zu "Stonewall-CSD: Absagen Schlag auf Schlag"


 18 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
09.05.2014
12:45:50


(+5, 9 Votes)
 
#2
09.05.2014
12:46:54


(+6, 8 Votes)

Von Robin


Und die Homohasser freuen sich:
wenn die Schwulen und Lesben sich gegenseitig bekriegen, haben die weniger Arbeit.

Die schauen entspannt zu, wie wir deren Arbeit übernehmen.

Kann dieser Kindergarten endlich mal ein Ende haben. Gibt es nichts wichtigeres als einen Namen?


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#3
09.05.2014
12:57:25


(+2, 12 Votes)

Von tara


merkwürdig, der lsvd gehörte im letzten jahr ebenfalls zu den cdu Befürwortern, genau wie dieser neugegründete verein, wer hat da wohl die größeren finanziellen interessen? Ich plädiere für stonewall!


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#4
09.05.2014
13:12:14


(+8, 12 Votes)

Von einmischen
Aus Berlin
Mitglied seit 20.09.2013


Der Berliner CSD e.V. versucht, die Community zu enteignen und hat sich völlig undemokratisch und beratungsresistent verhalten. Die völlig unnötige Umbenennung ist dabei der geringste Teil. Der CSD ist Eigentum der Community und nicht von ca. 30 Mitarbeiter/innen des CSD e.V. Es ist gut, dass sich das nicht alle gefallen lassen und nun eine Alternative anbieten. Danke dafür!


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#5
09.05.2014
13:19:17


(+2, 8 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby


Wir sollten den Berliner #CSD in #ESC umbenennen.

Link:
youtu.be/SaolVEJEjV4


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#6
09.05.2014
13:19:58


(-4, 12 Votes)

Von Thorin


Ich werde weder zum Stonewall CSD gehen, noch zur Gegenveranstaltung. Das ist mir jetzt echt zu blöd geworden. Stattdessen werde ich mir die Fußball WM anschauen!


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#7
09.05.2014
13:31:57
Via Handy


(+5, 7 Votes)

Von es wäre


schön, wenn ihr euch um interviews mit verantwortlichen beider spaltungsorgane bemühen könntet. oder um ein öffentliches streitgespräch mit viel raum für publikumsfragen. danke.


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#8
09.05.2014
13:49:26


(0, 8 Votes)

Von zarenhamster


...es wird auch weiterhin nur einen haupstadt csd geben u. dieser heißt ab 2014 "STONEWALL" und das ist auch gut so, denn es wurde zeit dass er endlich politischer wird.
dass hier nach u. nach gruppen u. vereine austreten finde ich gut, die besucher werden weiterhin die hauptparade besuchen, alleine schon wegen der route, ja u. den anderen denen es plötzlich nicht mehr politisch genug sein kann, tja, die können ja dann an den botschaften vorbeiziehen.


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#9
09.05.2014
13:56:38


(+5, 9 Votes)

Von milky way
Antwort zu Kommentar #8 von zarenhamster


vielleicht habe ich ja was übersehen, aber wie um alles in der welt kommst du darauf, dass eine parade politischer wird, nur weil sie ein neues etikett aufgeklebt bekommt? raider ist raider, auch wenn twix draufsteht.

die demopunkte der anderen parde vor botschaften homophober länder etc. wäre sogar dann noch politischer, wenn sie "bungs-bunga" heißen würde!


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#10
09.05.2014
14:01:43


(+7, 9 Votes)

Von Drohnenobama
Antwort zu Kommentar #8 von zarenhamster


Nur weil sie sich umbenennen, bedeutet das nicht auch automatisch dass sie dann auch politischer werden. Ich vermute ganz stark dass die eher kommerzieller werden wollen. Loveparade 2.0 sag ich nur.


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