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  • 12.05.2014           1      Teilen:   |

Schwuler Ex-Justizsenator

Roger Kusch wegen Totschlags angeklagt

Roger Kusch wurde 2003 vom notorischen Rechtspopulisten Ronald Schill als schwul geoutet
Roger Kusch wurde 2003 vom notorischen Rechtspopulisten Ronald Schill als schwul geoutet

Die Hamburger Staatsanwaltschaft hat am Montag den früheren Justizsenator Roger Kusch wegen Totschlags angeklagt, weil sein Sterbehilfe-Verein zwei Seniorinnen nicht über Alternativen zum Selbstmord aufgeklärt haben soll.

Kuschs Verein "Sterbehilfe Deutschland" soll den Frauen vergangenes Jahr eine tödliche Medikamentendosis verschafft haben, obwohl die Frauen mit ihrer Entscheidung gehadert haben sollen. Ein ebenfalls angeklagter Arzt, der im Verein aktiv ist, soll zudem Rettungsmaßnahmen nicht eingeleitet haben.

Zwar ist Sterbehilfe in Deutschland nicht strafbar. Allerdings soll der Verein die Frauen nicht ausreichend beraten haben, wodurch sich die Aktivisten zum Täter machten.

Der inzwischen 59-jährige Kusch ist ein ehemaliger Studienfreund des früheren Hamburger Bürgermeisters Ole von Beust und war von 2001 bis 2006 CDU-Justizsenator in der Hansestadt, der mit seiner "Law and Order"-Politik für Aufsehen sorgte. Im August 2003 wurde er von Innensenator Ronald Schill als schwul geoutet. Schill unterstellte ihm auch eine Affäre mit von Beust. Ein Jahr später wurde er von einer geistig verwirrten Frau mit einem Messer angegriffen und leicht verletzt (queer.de berichtete). Die Frau hatte Kusch zuvor homophob beschimpft.

Für Kusch endete die Parteikarriere mit einem Skandal um die Weitergabe vertraulicher Akten aus einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss (queer.de berichtete). Daraufhin trat er aus Protest aus der CDU aus und engagierte sich als Sterbehelfer. 2008 gab er zu, erstmals aktive Sterbehilfe geleistet zu haben (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: roger kusch, ole von beust, hamburg
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Reaktionen zu "Roger Kusch wegen Totschlags angeklagt"


 1 User-Kommentar
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Die ersten:   
#1
12.05.2014
20:40:06


(+1, 3 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar


""Zwar ist Sterbehilfe in Deutschland nicht strafbar.""..

Das stimmt so nicht..

Aktive Sterbehilfe ist nach wie vor strafbar..

Nicht strafbar ist nur die passive Sterbehilfe durch unterlassen bestimmter Handlungen, wie das Zuführen von Nahrung und Getränken durch Sonden oder auch venöse Zugänge, und das verabreichen bestimmter Schmerzmittel aus dem Bereich der Betäubungsmittel, auch wenn "die hohe Dosis dazu geeignet ist die Vitalfunktinonen nachhaltig zu stören"..

Ebenfalls nicht strafbar ist die Beihilfe zum Suizid, die darin bestehen kann, keinen Notarzt zu informieren, oder die Durchsetzung einer zuvor verfassten Patientenverfügung, die wiederbelebende Maßnahmen verbietet..

Strafbar bleibt unter bestimmten Voraussetzungen die Beschaffung tödlicher Medikamente, z.B. wenn sie unter das Betäubungsmittelgesetz fallen, ein Umstand gegen den Roger Kusch mit seinem Verein seit Jahren zu Felde zieht..

Mann darf gespannt sein wie sich der Prozess entwickelt..

Es gibt keine Pflicht zum Weiterleben..
Unsere Verfassung enthält den Passus der "Selbstverwirklichung" aus der sich auch das Recht auf Suizid ableitet..

Es darf bezweifelt werden ob ein Staatsanwalt hier eine "Falsch-Beratung" unterstellen und beweisen kann, zumal sich über diese nur die beiden betroffenen Frauen beschweren könnten..

Die von der Staatsanwaltschaft "beschönigend" benannte "Alternative" zum Suizid kann kein verpflichtender "Beratungs-Inhalt" eines "Suizid-Beraters sein, denn bevor ich mich an einen solchen Verein wende, sind mir die wirklichen Alternativen, so etwa eine Therapie der Krankheit an sich, oder eine vernünftige Schmerzbehandlung bei Krebserkrankungen, längst abhanden gekommen..


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