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Samstagnachmittag in Leverkusen: Die eigenen Fans bringen ihren Verein in Verruf

Die Anhänger von Bayer 04 fallen am letzten Bundesliga-Spieltag mit Homosexuellenfeindlichkeit auf.

Der Deutsche Fußballbund (DFB) ermittelt gegen den Verein Bayer 04 Leverkusen, weil im Fanblock der Werkself am Samstagnachmittag ein homophobes Banner gezeigt wurde. Das teilte der Dachverband am Dienstag gegenüber der "Rheinischen Post" mit.

Das Banner hatten Ultras vor dem Spiel gegen Werder Bremen ausgerollt. Aufschrift: "Vereinsfarben uninteressant – Hauptsache die Homofahne in der Hand". Damit spielen die Fans auf die Regenbogenflagge an, die immer wieder in der Bremer Fankurve zu sehen ist. Bayer 04 konnte das Spiel am Samstagnachmittag mit 2:1 gewinnen und sich so die Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation sichern.

"Der DFB-Kontrollausschuss hat in dieser Angelegenheit ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und wird im ersten Schritt den Verein Bayer 04 Leverkusen anschreiben und um eine Stellungnahme bitten", erklärte der DFB. "Nach Vorliegen und Auswertung der Stellungnahme wird über den weiteren Fortgang des Verfahrens entschieden".

Verein distanziert sich von homophoben Fans

Bereits zuvor hatte sich der Sportverein von den homophoben Fans distanziert: "Das ist eine Randgruppe von Fans, deren Verhalten wir nicht zu tolerieren gedenken", erklärte Mediendirektor Meinolf Sprink am Sonntag. Die Fanbeauftragten hätten sich für das Banner geschämt, sagte Sprink weiter.

Erst Mitte März hatten Fans des FC Bayern München mit einem homophoben Banner für Empörung gesorgt: Vier Männer aus Südtirol hatten bei einem Champions-League-Spiel der Bayern gegen Arsenal London einen Banner mit der Aufschrift "Gay Gunners" gezeigt, der auch in der Fernseh-Liveübertragung zu sehen war (queer.de berichtete). Gunners ist der Spitzname des Londoner Vereins. Unter der Aufschrift war die Zeichnung eines Spielers abgebildet, auf dessen Hintern ein Geschütz gerichtet ist – es handelte sich offenbar um den deutschen Nationalspieler Mesut Özil, der bei Arsenal unter Vertrag steht.

Für dieses Vergehen erhielt Bayern eine empfindliche Strafe: Der europäische Fußballverband UEFA ordnete an, dass der Fanblock, in dem die homophoben Anhänger ihren Banner gezeigt hatten, im Champions-League-Spiel gegen Manchester United leer bleiben musste (queer.de berichtete). Die Einnahmeausfälle für diese Anordnung will der deutsche Spitzenclub nun von den Fans aus Italien einfordern (queer.de berichtete). (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 silence_leProfil
#3 BremenUltraAnonym
  • 13.05.2014, 19:04h

  • Erstens, dir Fahne wird im Bremer Ultrablock geschwungen und auch von einem Großteil der Leute im Block unterstützt.
    Ich finde aber das dieser Vorfall vielmal schlimmer ist, den hier kommt das Banner nicht von Einzelpersonen, die einfach nur Beleidigen wollen.
    Hier wird direkt auf etwas eingegangen was ein Teil der Bremer Fussballszene darstellt, nämlich der Kampf gegen Homophobie auch im Fussball.
    Das Banner wird hier nicht von einigen wenigen getragen, sondern wird im Ultrablock der Leverkusener ausgerollt, das heißt das dort ein Konsens für diesen Banner bestand.
    Ich hoffe den geht es ordentlich an den Kragen.
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#4 blubbAnonym
#5 HugoAnonym
  • 13.05.2014, 19:51h
  • Zu allererst müßen, die homophoben Fans mindestens für fünf Jahre ins Gefängnis.
    Die Spieler der beiden Vereine, bei jedem Spiel, Regenbogenanhängsel tragen.
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#6 fritzrth
  • 13.05.2014, 20:25h
  • Antwort auf #3 von BremenUltra
  • In Zusammenhang mit dem "Vereinsfarben ..." Banner, finde ich das "Heterosex" Banner auch homophobisch.

    "... das heißt das dort ein Konsens für diesen Banner bestand."

    So was hat doch eine Menge Koordination und Planung benötigt, oder?
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#7 timpa354Ehemaliges Profil
#8 FinnAnonym
  • 13.05.2014, 20:42h
  • Endlich tut sich mal was in punkto Homophobie im Fußball.

    Muss noch viel mehr werden...
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#9 myysteryAnonym
  • 13.05.2014, 21:40h
  • Eine "empfindliche Strafe" war das für Bayern? Naja, symbolisch ganz nett, aber "empfindlich" bestimmt nicht.

    Zum aktuellen Fall:
    Ich kann mir kaum vorstellen, dass ein solcher Banner nicht vorher durch einen Kontrollprozess musste. Damit ist Leverkusen für mich unten durch.
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#10 mx5972Profil
  • 13.05.2014, 21:41hKerpen
  • Daran sieht man doch wieder.... Die Dummen sterben (leider) nicht aus........
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