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Dieses Banner kommt vier jungen Fans aus Italien teuer zu stehen

Der FC Bayern München bittet zur Kasse: Je 2.000 Euro müssen vier Jugendliche bezahlen, weil sie bei einem Champions-League-Spiel mit einem Transparent Stimmung gegen Homosexuelle gemacht haben.

Ein homophobes Banner beim Champions-League-Spiel gegen Arsenal London hatte dem FC Bayern München eine erhebliche Strafe eingebracht, die der Verein nun teilweise an die verantwortlichen Fans weitergibt: Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, hat sich der Club mit den Eltern von vier jugendlichen Fans auf die Zahlung von je 2.000 Euro verständigt. Außerdem sollen die Anhänger aus Südtirol jeweils zehn Sozialstunden in der bayerischen Landeshauptstadt absolvieren.

Damit kommen die Fans noch relativ gut weg: In den italienischen Medien war zuvor über eine Geldstrafe in Höhe von insgesamt 100.000 Euro spekuliert worden (queer.de berichtete).

Die vier jungen Männer aus Dorf Tirol hatten bei dem Spiel am 11. März ein Banner mit der Aufschrift "Gay Gunners" gezeigt, das auch in der Live-Übertragung im Fernsehen zu sehen war (queer.de berichtete). "Gunners" ist der Spitzname von Arsenal London. Unter der Aufschrift war die Zeichnung eines Spielers abgebildet, auf dessen Hintern ein Geschütz gerichtet ist – es handelte sich offenbar um den deutschen Nationalspieler Mesut Özil, der beim englischen Spitzenclub unter Vertrag steht.

Der europäischen Fußballverband UEFA verhängte zwei Wochen nach dem Vorfall ein Bußgeld in Höhe von 10.000 Euro gegen den FC Bayern. Außerdem musste ein Fanblock, in dem die Anhänger ihre homophobe Botschaft gezeigt hatten, im Champions-League-Spiel gegen Manchester United leer bleiben (queer.de berichtete). Nach Bayern-Angaben kostete das dem Verein insgesamt 150.000 Euro.

DFB mit größerer Sensibilität beim Thema Homophobie

Gegenüber der "Süddeutschen Zeitung" erklärte ein Bayern-Sprecher, dass es in Sachen Homophobie gegenwärtig eine große Sensibilität bei der UEFA gebe. "Vor 15 Jahren hätte so ein Plakat wahrscheinlich noch keinen gejuckt", sagte der Sprecher. Auf die Frage, ob der Verein wirklich eine große Strafe auf jugendliche Anhänger abwälzen solle, antwortete er: "Was sollen wir denn machen? Sollen wir künftig 50.000 Menschen bei den Einlasskontrollen bis auf ihre Unterhosen ausziehen?"

Nicht nur Bayern muss sich mit homophoben Fans herumschlagen: Am Samstag haben Ultras in Leverkusen ebenfalls ein homophobes Banner gezeigt. Der Deutsche Fußballbund ermittelt inzwischen gegen den nordrhein-westfälischen Verein (queer.de berichtete).

2012 verhängte der damalige Deutsche Meister Borussia Dortmund sogar ein Stadionverbot gegen drei Fans, die ein Transparent mit der Aufschrift "Lieber 'ne Gruppe in der Kritik als Lutschertum und Homofick" entrollt hatten (queer.de berichtete). Der DFB hatte die Borussia damals zu einer Geldstrafe in Höhe von 20.000 Euro verurteilt. (dk)



#1 AlexAnonym
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 snowAnonym
#4 HugoAnonym
  • 14.05.2014, 19:06h
  • Mit der Geldstrafe bin ich zufrieden, aber ein Jahr Sozialstunden währen angemessener.
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#5 QueeerdenkerAnonym
  • 15.05.2014, 16:24h
  • Ach du Scheiße! Vollkommen übertrieben! Wenn man einen Profifußballer, der Millionen hat, ein paar tausend Euro zahlen lässt, okay. Das geht klar. Aber das sind ganz normale Menschen, da sind 2.000 Euro vollkommen übertrieben. 200 hätten gereicht. Glaubt ihr wirklich, dass auch nur ein Mensch homophob wird durch so ein Plakat?
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#6 TheDad
  • 15.05.2014, 17:13h
  • Antwort auf #5 von Queeerdenker
  • ""Glaubt ihr wirklich, dass auch nur ein Mensch homophob wird durch so ein Plakat?""..

    Mann kann sein Brett vor dem Kopf auch als Waffe einsetzen..
    Zumindest zeigt es, wie beschränkt seine Sicht auf die Welt ist..

    Diejenigen, die ein solches Transparent anfertigen und ins Stadion schmuggeln um es zu zeigen SIND HOMOPHOBISTEN !

    Und die sind mit den 2.000,--Euro noch ziemlich billig weggekommen !
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#7 RobbyEhemaliges Profil
  • 15.05.2014, 19:04h
  • Antwort auf #3 von snow
  • Ganz meine Meinung. Nur wenn die Geldstrafen wirklich empfindlich für die Täter sind, kommen sie vielleicht mal zum denken. - Außerdem wäre meiner Meinung nach ein lebenslanges weltweites Stationsverbot angebracht! - Solche Arschlöcher wie DIE haben bei Fußballspielen nichts zu suchen!
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#8 RobbyEhemaliges Profil
  • 15.05.2014, 19:11h
  • Antwort auf #5 von Queeerdenker
  • Sag mal, geht's bei Dir noch?! Stehst Du jetzt schon auf der Seite dieser perversen Homo-Hasser oder was?! Wenn die homophobe Scheiße von sich geben, dann sollen die auch gehörig zur Kasse gebeten werden! Das ist MEHR als gerecht! - Und wenn sie's nicht zahlen können, dann sollen sie's halt absitzen. Ist schließlich in Bezug auf "andere" Täter auch üblich. - Meiner Meinung nach sind 2000 Euro im Gegenteil noch viel zu wenig! - Das schreckt diese verdammten homo-hassenden Arschlöcher doch nicht ab! - Die Strafe müßte viel höher sein und meiner Meinung nach auch ein lebenslanges, weltweites Stationsverbot beinhalten! DAS würde die zum Denken bewegen! Aber bestimmt nicht die von Dir angedachten 200 Euro. Das ist doch totaler Blödsinn! - Dann saufen sie halt ein paar Kästen Billigfusel oder Billigbier weniger. - 200 Euro gehen doch denen am Arsch vorbei. -
    Und was das mit dem Plakat betrifft: Was würdest Du sagen, wenn da anstatt dem besagten homophoben Spruch nun gestanden hätte "tötet Schwule"??? Würdest Du dann auch noch die Strafe für überzogen halten?! Sicher nicht, oder?!
    Homophobie muss geahndet werden! IMMER! - Homophobe Sprüche sind NIEMALS harmlos! Das solltest Du langsam mal begreifen!
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#9 David77Anonym
  • 15.05.2014, 22:51h
  • Antwort auf #5 von Queeerdenker

  • Was für ne tolle logik. Dann kann ich ja auch rassistische plakate rechtfertigen, weil es in der wirkung keinen rassismus verursacht? Na, dann kann man ja aller verharmlosen. Und dein mitleid mit den ach-so-armen-zu-hart-bestraften tätern ist lachhaft. Die konnten ja nicht anders und wurden gezwungen dorthin zu reisen und sich so zu benehmen. 200? Die armen...die müssen ja am hungertuch nagen. Wovon konnten sie bloß die reise und die tickets bezahlen? Wieviel mag das wohl gekostet haben?
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