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Noch ist unklar, wer bei welchem CSD teilnehmen wird (Bild: FDP OV Hackescher Markt)

Der Berliner CSD soll nun doch nicht "Stonewall" heißen, so der CSD-Verein zerknirscht. Unterdessen gewinnt die Konkurrenzveranstaltung des "Aktionsbündnisses CSD Berlin 2014" immer mehr Unterstützer und erhält ein Motto.

Am Mittwoch haben die Organisatoren des Berliner CSD e.V. bekannt gegeben, dass sie die Umbenennung der CSD-Parade in "Stonewall-CSD" wegen der lautstarken Proteste zurückgenommen hätten: "Die anhaltende Namensdebatte um Stonewall hat die Inhalte vollständig überlagert und eine fundierte Diskussion darüber unmöglich gemacht. Dies ist nicht in unserem Sinn", heißt es in der Presseerklärung. "Wir, der Vorstand des Berliner CSD e.V., sehen uns in der Verantwortung, den CSD und seine Anliegen zu schützen. Daher trennen wir das Projekt Stonewall vom CSD. Stonewall wird als reines Vereinsprojekt jenseits des Christopher Street Days fortgesetzt".

Weiter heißt es in der Pressemitteilung kryptisch: "Der Vorstand und die Geschäftsführung sind sich ihrer Verantwortung bewusst und tragen auch die Konsequenzen, die sich daraus ergeben." Der Verein machte keine weiteren Angaben, in welchem Umfang am Begriff "Stonewall" festgehalten werden soll; die Umbenennung der Parade werde jedoch ausgesetzt.

Der CSD-Verein hatte diese im Januar beschlossen, was zu einem Proteststurm aus dem Community geführt hatte. Außerdem stieß auf Kritik, dass der Name Stonewall geschützt werden sollte, um von allen Beteiligten Lizenzgebühren verlangen zu können. Inzwischen wurde bekannt, dass das Deutsche Patent- und Markenamt die Eintragung der Wortmarke bereits in Teilen abgelehnt hat, speziell, was die Bereiche Werbung und Veranstaltungen betrifft.

Alternative CSD-Demo

Der monatelange Streit um die Neubenennung hatte zur Gründung eines "Aktionsbündnisses CSD Berlin 2014" geführt, dass inzwischen eine eigene CSD-Parade angemeldet hat. Daran wollen unter anderem die großen Parteien, der Lesben- und Schwulenverband und die Berliner Aids-Hilfe teilnehmen und damit die traditionelle Parade boykottieren (queer.de berichtete). Zu den Unterstützern des Aktionsbündnisses gehören unter anderem Schauspielerin Judy Winter, die frühere Sozialsenatorin Heidi Knake-Werner (Linke), der frühere Finanzsenator Peter Kurth (CDU), Visagist René Koch und Filmemacher Wieland Speck.

Am Sonntag hat das Aktionsbündnis sein Motto beschlossen, das mit 13 Worten relativ lang ausfällt. Es lautet: "Respekt vor Vielfalt! Rollback verhindern! Menschenrechte in Deutschland, Europa und der Welt garantieren!". Damit wollen die Aktivisten politische Entwicklungen im In- und Ausland aufgreifen. "Das Motto ist eng mit unserer Route und den dazugehörigen Stationen verbunden" erklärt Ralph Ehrlich, Community-Beauftragter des Aktionsbündnis CSD Berlin 2014. Die bereits genehmigte Route führt unter anderem an den Botschaften von Uganda und Russland sowie am Holocaust-Mahnmal vorbei. Seit Montag können sich Gruppen auf der Website des Aktionsbündnisses für die Parade anmelden.

Der traditionelle Berliner CSD steht in diesem Jahr unter dem Motto "LGBTI*-Rechte sind Menschenrechte". Die Parade führt von Kurfürstendamm über Wittenbergplatz, Nollendorfplatz, Lützowplatz bis zur Siegessäule. Für die Abschlusskundgebung ist bislang keine Genehmigung erteilt, ihr Ort ist aufgrund der inzwischen genehmigten Fanmeile zur Fußball-WM weiter unklar. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 FinnAnonym
  • 14.05.2014, 19:45h
  • Die sollen endlich aufhören, zwei Gegenveranstaltungen zu machen, sondern endlich an einem Strang ziehen und mit dem Kindergarten aufhören...

    Die Homohasser freuen sich, wenn wir uns gegenseitig bekriegen, dann haben die weniger Arbeit...
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#3 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 14.05.2014, 20:18h
  • Ob die "Einsicht" mit der Ablehnung des Patentamtes der Marke Stonewall zusammenhängt, wäre noch interessant zu erfahren, um die Motive zu vertstehen, die sich hinter dem "Einlenken" verbergen.
    Kritisch zu beleuchten bleibt ohnehin wie weit Interessen der Firma Publicom die Geschicke vom CSD e.V. leiten. Das ist natürlich Aufgabe der Mitglieder und wenn es nun mal so sein sollte, dass die Publicom-Kastl-CSD-Vorstand-Connection dem Verein dient, dann ist das so.
    Ferner: Als CSD-Verein ganzjährig LGBT-Themen zu promoten, ist eine sehr gute Idee. Kommt zwar vom Rhein, ist dennoch prima. In Köln heißt es "Weg mit dem Brett", in Berlin halt #Stonewall. Ein Debakel dürften höchstens die Funktionäre der Verbände und Parteien erleben, die am "Regierungs-CSD" des jetzt etwas bedröppelt dastehenden Aktionsbündnisses teilnehmen, wenn sie ihr Geld für eine "Demo" und Stände verpulvert haben, die vom Publikum gar nicht wahr genommen wird. Denn: Wer sich als "alternativ", "autonom", "links", "progressiv", "undogmatisch" einstuft, "antirassistisch" und gegen Sexismus agiert, wird sicherlich nicht an der "Bin so Pride for my Partei"-Parade teilnehmen, sondern lieber am "Kreuzberger CSD" auflaufen, sei es auch im Gedenken an den Tcsd. Und der "Mainstream" vertraut halt seiner Marke, will sich in der Regenbogen-Masse heimisch fühlen, den "geschützten Raum" genießen und das Wir-Gefühl erleben. Und zurück zum CSD e.V., der nun mal seit Jahren hochprofessionell, wirtschaftlich erfolgreich und auch marketingtechnisch hervorragend einen der größten CSD-Paraden Europas organisiert: Nach deutschem Vereinsrecht bestimmen immer noch Vereinsmitglieder wie ein Vorstand aussieht, und dieser wie er den Verein führt. Persönlich sehe ich es so: Es macht Spaß den CSD e.V. anzustänkern, dieses Aktionsbündnis, was sich da im Zuge des "Streits" gegründet hat, tut mir hingegen ein bisschen leid.
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#4 AntiFantiProfil
  • 15.05.2014, 09:15hBerlin
  • ...ich finde es sehr schade dass sie sich nicht durchsetzen konnten, im übrigen waren es immer wieder die gleichen leute die so aggressiv dagegen vorgingen, allen voran bruno gmünder - der selbst genug dreck am stecken hat.
    ich finde es lächerlich robert kastl als den antichristen darzustellen, in den letzten jahren hat er eine hervorragende arbeit geleistet u. dass muss das aktionsbündnis erstmal auf die beine stellen, vor allem da dieses die teilnahme der CDU befürwortet!!!
    das aktionsbündnis u. deren mitglieder treten stets aggressiv auf, siehe FB gruppen, ist man anderer meinung wird man gleich angeprangert.
    ich persönlich gehe weder zu dem einen noch zu dem anderen csd, daher isses mir egal.
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#5 SilencioProfil
#6 reiserobbyEhemaliges Profil
#7 RobbyEhemaliges Profil
  • 15.05.2014, 18:48h
  • Antwort auf #4 von AntiFanti
  • Was Kastl betrifft, sehe ich das doch komplett anders als Du. Er hat meiner Meinung nach mindests genauso viel "Dreck am Stecken" wie Gmünder - wenn nicht mehr. - Außerdem kann man auch nicht ganz außer acht lassen, was für Schwachsinn Kastl die letzten Monate von sich gegeben - bzw. auch veranstaltet hat. Da kann ich durchaus verstehen, dass es von den anderen her gewaltigen Stunk gegeben hat. - Ich meine, man kann schließlich nicht nur mit ein paar Leuten in einer Nacht-und-Nebel-Aktion etwas beschließen, dass die GANZEN Organisatoren und vor allem auch die GANZE Community betrifft. Deshalb finde ich den Artikel auf queer.de sehr gut und sachlich dargestellt. - Auch wenn Du dazu sicher eine ganz andere Meinung hast - wie sich aus Deinem jetzigen Kommentar schließen läßt.
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