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  • 15.05.2014           1      Teilen:   |

Love is in the air, Teil 6

Das Doppelbett der Juliane Werding

Artikelbild
Im Lied "Sie war ein völlig ausgeflippter Typ" heißt es u.a.: "Wir lagen im Bett, tranken Wein und redeten lang / Da spürte ich plötzlich ihre Hand" (Bild: Casa Velas Hotel / flickr / cc by-sa 2.0)

Vor 33 Jahren fantasierte die Schlagersängerin in einem Lied über gleichgeschlechtliches Verlangen – und ermunterte ihre Fans, alle Chancen zu nutzen.

In den 70er Jahren sorgte Juliane Werding mit fröhlichen Hippie-Songs für Platzierungen in den Charts ("Kinder des Regenbogens", "Postfach auf der grünen Wiese"), in den Achtzigern und Neunzigern folgten dann sphärisch-melancholische Klänge ("Sehnsucht ist unheilbar", "Stimmen im Wind"). Dazwischen brachte sie 1981 das Album "Traumland" heraus, das anspruchsvollere Pop- und Rockmusik bieten sollte – leider floppte es total und Juliane näherte sich wieder der Schlagerwelt an. Später wurde das Album neuveröffentlicht unter dem Titel "Auf dem Weg zu meinem Ich", war aber meist nur auf den Ramsch-Tischen im Einkaufszentrum zu finden.

Das ist schade, denn das Album hatte Potenzial und schnitt interessante Themen an. Lied Nummer drei lautete "Sie war ein völlig ausgeflippter Typ" – und erzählt in der Ich-Form von homoerotischen Gefühlen. Es handelt auch davon, warum viele diese Gefühle nicht ausleben.

Das Lied beginnt schon vielversprechend: "Ich saß in einer Kneipe / und trank ein Bier". Darauf kann man aufbauen: "Da stand auf einmal dieses Mädchen neben mir / Sie sagte: 'Du, ich bin fremd hier in Berlin'. Die Jugendherberge ist zu und ich weiß nicht wohin". Natürlich lädt Juliane die hübsche Touristin gerne zu sich ein ("Ich hab ein großes Doppelbett"). Zu Hause angekommen, verabschieden sich die beiden Mädels erstmal vom schnöden Bier und werden sinnlicher: "Wir lagen im Bett, tranken Wein und redeten lang / Da spürte ich plötzlich ihre Hand / Sie streichelte mein Haar und mein Gesicht…"

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Kein Happyend

Das Album "Traumland" war ein finanzielles Fiasko
Das Album "Traumland" war ein finanzielles Fiasko

Eigentlich geht jetzt alles auf ein Happyend zu, doch dazu kommt es nicht. Das Lied beschreibt wunderschön, warum viele Homo- oder Bisexuelle noch immer ihre sexuelle Orientierung verstecken, als handele es sich um ein schlimme Krankheit: "Eigentlich wollt ich auch / doch ich schafft es nicht / Dass ich mal all die Konventionen vergaß / die man mir so anerzogen hat / Leider hab ich meine Chance damals verpasst".

In der nächsten Strophe bedauert sie ihre Zurückhaltung: "Und wenn ich heute durch die Straßen geh' / und ein ungewöhnliches Mädchen seh' / dann denke und hoffe ich immer / das wäre sie". Im Refrain erzählt Juliane, was sie so sehr angezogen hatte: "Sie war ein völlig ausgeflippter Typ / Sie trampte durch die Lande / und blieb da, wo's ihr gefiel / Sie war so frei und / darum beneidete ich sie".

Was lernen wir daraus? Auch 33 Jahre, nachdem das Lied erschienen ist, spielen sich derlei verklemmte Szenen noch immer zu Hunderten ab. Darum unser Rat: Leute, verpasst eure Chancen nicht!

Youtube | Auf Youtube ist "Sie war ein völlig ausgeflippter Typ" leider nicht erhältlich - als Trost gibt's einen Song, in dem Juliane von Wiedergeburten philosophiert
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Tags: gayparship, partnersuche, juliane werding
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Reaktionen zu "Das Doppelbett der Juliane Werding"


 1 User-Kommentar
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Die ersten:   
#1
16.05.2014
10:50:48


(0, 0 Vote)

Von Mataina


Toller Song von Juliane und zu Unrecht vergessen! Schade nur, dass er hier für eine versteckte Werbekampagne für GayPARSHIP herhalten muss. Ich kann ja verstehen, dass eure Seite auch Geld verdienen muss und kann hier nur allen, die die Seite regelmässig besuchen und von den Informationen profitieren raten, sich das Vergnügen doch einen kleinen monatlichen (oder wie bei mir vierteljährlichen) Soli-Beitrag kosten zu lassen. Dann könnten die von queer.de sich und uns diese Art gekauften Journalismus ersparen. Das ganze hat für mich jedenfalls einen unguten Nachgeschmack. Denn wo ist da die inhaltliche Grenze zwischen freiem und gekauftem Journalismus?


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