Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?21576

Elephant Man und Beenie Man verdienen ihr Geld unter anderem mit Mordaufrufen an Homosexuellen

Jamaikanische Reggae-Stars, die in ihren Songs zum Mord an Homosexuellen aufrufen, wollen unter anderem im Hamburg und Mülheim auftreten.

Im deutschsprachigen Raum soll es in Kürze wieder Konzerte mit den homophoben Dancehall-Sängern Beenie Man und Elephant Man geben. Der 40-jährige Beenie Man (bürgerlich: Anthony Moses Davis) ist als Gast des "Ruhr Reggae Summer" im Mülheim an der Ruhr vorgesehen, der vom 25. bis 27. Juli stattfindet. Die Einladung ist eine Überraschung, da die Veranstalter des Festivals mit tausenden von Besuchern erst im Januar die Homophobie des jamaikanischen Sängers Sizzla kritisiert hatten (queer.de berichtete).

Bereits für den 21. Mai ist ein Konzert des 38-jährigen Elephant Man (bürgerlich: O'Neil Bryan) in Bern geplant. Er soll eine Woche später unter anderem noch in Zürich und im "Terrace Hill" in Hamburg-St. Pauli einen Auftritt absolvieren.

Beide Interpreten sind immer wieder durch homophobe Ausbrüche aufgefallen und verherrlichen in ihren Liedern Gewalt gegen Schwule. Beenie Man fantasierte etwa in mehreren Lieder davon, Homosexuelle zu ermorden, so in "Weh Yuh No Fi Do" aus dem Jahr 2004. In seinem Song "Damn" erklärte der als Anthony Moses Davis geborene Künstler: "I′m dreaming of a new Jamaica, come to execute all the gay". Elephant Man schlägt in dieselbe Kerbe: Er ruft in Liedern wie "A Nuh Fi Wi Fault", "We Nuh like Gay" und "Log on" seine Zuhörer auf, schwule Männer mit dem Maschinengewehr zu töten.

Wiederholt haben zwar beide Sänger den sogenannten Reggae Compassionate Act unterzeichnet, in dem sie sich verpflichtet hatten, nicht mehr gegen Schwule und Lesben zu hetzen. Allerdings haben sie die Vereinbarung stets gebrochen, nachdem sie dadurch ermöglichten Auftritte absolviert hatten. Besonders in jamaikanischen Medien lassen die Interpreten ihrer Homophobie freien Lauf. So setzte etwa Beenie Man wiederholt Homosexualität mit Kindesmissbrauch gleich.

Proteste in der Schweiz

In der Schweiz hatte es wegen des geplanten Auftritts von Elephant Man in den letzten Tagen bereits Proteste gegeben. Nach einer Intervention der Homosexuellen Arbeitsgruppen Bern sagten zwar die Locations "5ème Etage" und "The Panyard" die geplanten Konzerte ab, Beenie Man hat aber nach Angaben der LGBT-Aktivisten inzwischen einen neuen Veranstaltungsort in der Länggasse im Norden Berns gefunden.

Die LGBT-Gruppe Pink Cross erklärte, der geplante Auftritt sei eine "Provokation und ein Affront für von Homophobie und Homohassgewalt betroffene Menschen". Elephant Man dürfe in der Schweiz keine Plattform geboten werden: "Was homophobe Lyrics anrichten, spiegelt sich unter anderem auch in den Gesetzen von Nigeria, Uganda, Russland und Jamaika wider. Die Größen der jamaikanischen Homohass-Reggae-Fraktion sind zudem auch in Westafrika populär. Solche Konzerte fördern eine homophobe Grundstimmung, hetzen gegen Menschengruppen und stehen im groben Gegensatz zu unserer Auffassung von Demokratie, Freiheit und nicht zuletzt persönlicher Sicherheit und Unversehrtheit", erklärte Pink Cross.

Beide Interpreten mussten wegen ihrer homophoben Texte immer wieder Konzerte in Europa nach Protesten absagen, allerdings trat Beenie Man letztes Jahr in mehreren deutschen Städten auf (queer.de berichtete). Elephant Man fiel im vergangenen Jahr auf, weil er sich beim "Chiemsee Reggae Summer" mit der Gage aus dem Staub gemacht hatte (queer.de berichtete). (dk)



#1 TimonAnonym
  • 15.05.2014, 14:59h

  • Wann wird endlich die Politik aktiv und verbietet Auftritte homophober Hasssänger genauso wie Nazi-Bands?!

    Menschenverachtende Hetze und Gewalt-Aufrufe haben nichts mit freier Rede zu tun!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 SebiAnonym
#3 lentilAnonym
#4 DefragmentierungEhemaliges Profil
  • 15.05.2014, 17:31h
  • Antwort auf #1 von Timon
  • Die Politik aktiv? Es wäre schon ein Fortschritt, wenn sich die Politik auch nur PASSIV verhalten würde und homophobe Haßsänger nicht hofierte, ehrte und schützte, wie zB. den gewalttätigen Faschisten Bushido.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 RobinAnonym
  • 15.05.2014, 17:43h
  • Solche Faschos reagieren nicht auf Fakten und Argumente, sondern nur auf die Sprache des Geldes.

    Die kann man nur treffen, wenn man deren Auftritte und Tonträger in Europa verbietet...
  • Antworten » | Direktlink »
#6 FinnAnonym
  • 15.05.2014, 17:45h
  • Immer wieder werden Schwule (nicht nur schwule Jugendliche) bis in den Tod gemobbt und solche Fanatiker dürfen weiterhin ungestraft hetzen und zu Gewalt aufrufen...
  • Antworten » | Direktlink »
#7 esb963_2Anonym
  • 15.05.2014, 17:48h

  • Kann man diese Affen nicht einfach mit einem lebenslänglichen Einreisebann belegen? Warum werden diesen Kriminellen überhaupt Visa erteilt, wer ist dafür verantwortlich?
  • Antworten » | Direktlink »
#8 Simon HAnonym
  • 15.05.2014, 17:50h
  • Wieviele Menschen müssen noch Opfer homophober Hetze, Mobbing, Diskriminierung, Gewalt, etc. werden, ehe die Politik mal aufwacht und solchen geistigen Brandstiftern das Handwerk legt?!

    Diese Untätigkeit grenzt schon an Mittäterschaft!
  • Antworten » | Direktlink »
#9 RaffaelAnonym
  • 15.05.2014, 17:53h
  • Würde irgendwer dieselben Texte gegen Farbige, Juden, Moslems, o.ä. singen, würde das (zu Recht) verboten!

    Nur gegen Schwule ist mal wieder Hetze erlaubt, die gegen alle anderen niemals akzeptiert würde...

    Es wird sowas von Zeit, dass sich einige Dinge ganz grundlegend ändern...
  • Antworten » | Direktlink »
#10 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 15.05.2014, 17:56h
  • Warum verweigert man den asozialen Subjekten nicht die Einreise oder erklärt sie zu "persona non grata"?
  • Antworten » | Direktlink »