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  • 15.05.2014           28      Teilen:   |

"X-Men"-Regisseur

Bryan Singer: Coming-out als Bisexueller

Artikelbild
Regisseur Bryan Singer fühlt sich ab und zu auch mal von Frauen angezogen... (Bild: Wiki Commons / Franz Richter / CC-BY-SA-3.0)

Der "X-Men"-Regisseur ist nicht wie bisher behauptet schwul, sondern hatte auch immer wieder Beziehungen zu Frauen.

In einem Porträt des US-Schwulenmagazins "Out" hat sich Star-Regisseur Bryan Singer als bisexuell geoutet. Auf die Frage, wie er sich als "schwuler Regisseur" fühle, antwortete er: "Ich bin ziemlich bisexuell". Der 48-Jährige fuhr fort: "In den letzten fünf Jahren hatte ich zwei Freundinnen – mit einer war ich zwei Jahre zusammen, mit der anderen acht Monate".

Er glaube aber nicht, einmal eine Frau fürs Leben zu finden: "Am Ende wird's wohl ein Kerl sein. Gefühlsmäßig neige ich eher zu Beziehungen mit Männern, also macht's mir nichts aus zu sagen, dass ich schwul bin. Das ist eine einsilbige, einfache Antwort". Singer sagte aber auch, dass die Kinsey-Reports gezeigt hätten, dass die sexuelle Orientierung eines Menschen komplizierter ist, als man gemeinhin annimmt. "Und der Grund, warum ich bis jetzt nie mit der Presse über das Thema gesprochen habe, ist die Komplexität der Sexualität".

Youtube | Der neue "X-Men"-Film von Bryan Singer wird am 22. Mai in Deutschland anlaufen
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Singer und die Kinsey-Skala

Das amerikanische Filmplakat für "X-Men:  Zukunft ist Vergangenheit"
Das amerikanische Filmplakat für "X-Men: Zukunft ist Vergangenheit"

Auf der Kinsey-Skala würde er sich als vier einstufen, so Singer weiter. Die Skala des Sexualforschers Alfred Kinsey misst die sexuelle Orientierung zwischen null (ausschließlich heterosexuell) und sechs (ausschließlich homosexuell). Eine Vier würde "überwiegend homosexuell, aber mehr als gelegentlich heterosexuell" bedeuten.

Singer wehrt sich derzeit gegen Vorwürfe, wonach er zwei Männer sexuell missbraucht haben soll, als diese noch minderjährig waren (queer.de berichtete). Er weist alle Vorwürfe als "Erpressungsversuche" zurück. Wegen der Klage ist er nicht auf Werbetour für seinen neuen Film "X-Men: Zukunft ist Vergangenheit" und war am Wochenende auch nicht bei der Weltpremiere dabei.

Der 1965 geborene Singer ist vor allem durch seine "X-Men"-Filmserie bekannt, bei der als Regisseur und Produzent mitwirkt. Zu seinen Erfolgsfilmen gehören auch "Die üblichen Verdächtigen" mit Kevin Spacey, "Der Musterschüler" mit Ian McKellen und "Superman Returns" mit Brandon Routh. (dk)

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Tags: bryan singer, bisexuell, coming-out
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Reaktionen zu "Bryan Singer: Coming-out als Bisexueller"


 28 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
15.05.2014
17:25:27


(0, 14 Votes)

Von BisexIstReal


Jetzt werden wieder die intoleranten Vollidioten kommen und behaupten, dass es Bisexualität überhaupt nicht gäbe und Bisexuelle nur verkappte Homos seien, die sich nicht trauen zu ihrer Neigung zu stehen...


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#2
15.05.2014
17:31:57


(+1, 11 Votes)

Von Jadughar
Aus Hamburg
Mitglied seit 19.04.2011


In solchen Fällen wird auch ein Coming Out schwierig, weil das Schubladendenken doch zu stark verbreitet ist. Bisexuelle haben in der Beziehung anfangs enorme Schwierigkeiten, sich selbst in irgendeine Schublade zu stecken.

Ich kann davon auc ein Lied singen, da ich als Kind transident war. Ich hatte Schwierigkeiten, als männlich mich zu kategorisieren. Ich war unter den Mädchen, weil ich mich als eines von ihnen fühlte. Als die Pupertät kam, war ich entsetzt, wieso ich mich nun zu einem Mann entwickle. Jedoch passierte noch etwas anderes! Durch die Hormonumstellung während der Pupertät verschwand meine Transidentität!
Doch ich empfand mich immer noch als weiblich, ja sogar in meinen Träumen war ich mit weiblichen Organen ausgestattet und hatte erotische Träume die einer Frau entsprechen. Doch andrerseits fing ich an, mein biologisches Geschlecht zu akzeptieren, ja es gefiel mir sogar. Doch die Sexualität blieb. Ich fühle mich weiterhin zum männlichen Geschlecht sexuell hingezogen so daß ich äußerlich nun schwul erscheine. Am liebsten würde ich zwei Körper haben, nämlich einen männlichen und einen weiblichen. Der männliche wäre schwul und der weibliche hetero!


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#3
15.05.2014
17:52:38


(0, 10 Votes)

Von stromboli
Aus berlin (Berlin)
Mitglied seit 01.05.2008
Antwort zu Kommentar #2 von Jadughar


" Der männliche wäre schwul und der weibliche hetero!"..
warum nicht eine fliege mit zwei klaschen treffen
oder wie W. Allen so schön sagte: es verdoppelt meine möglichkeiten am wochenende sex zu haben...
&


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#4
15.05.2014
18:00:17


(+1, 9 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Glückwunsch zum Coming-Out!


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#5
15.05.2014
18:02:29


(-1, 15 Votes)

Von spass


hauptsache, dieser schönling hat mit seiner sexualität ganz offensichtlich viel spass, egal was für eine das ist!


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#6
15.05.2014
18:28:07
Via Handy


(+4, 8 Votes)

Von myystery
Antwort zu Kommentar #1 von BisexIstReal


Bisher kam keiner.


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#7
15.05.2014
18:31:03


(+6, 16 Votes)

Von schwul ist geil
Antwort zu Kommentar #3 von stromboli


qualität zählt mehr als quantität!


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#8
15.05.2014
18:35:12


(+1, 15 Votes)

Von Bravo TV


"In den letzten fünf Jahren hatte ich zwei Freundinnen mit einer war ich zwei Jahre zusammen, mit der anderen acht Monate".

Na, da kann er ja mächtig stolz auf sich sein.

Und endlich bekommen wir hier auch immer mehr das zu lesen, was sowieso immer und überall rauf- und runtergebetet wird.

Ein Raum ohne Heteronormativität, das wäre ja auch ganz furchtbar.


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#9
15.05.2014
18:43:00


(+2, 12 Votes)

Von ehemaligem User Robby


Schön, dass er sich geoutet hat! Hoffentlich tun das noch viel mehr! Je mehr sich outen - ob nun als schwul, bisexuell, transsexuell, intersexuell - desto besser! Der heterosexuelle Anteil der Bevölkerung soll ruhig sehen, dass es uns gibt - und vor allem auch, wie viele wir eigentlich sind!


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#10
15.05.2014
19:46:14


(+3, 15 Votes)

Von sperling
Antwort zu Kommentar #8 von Bravo TV


ich erkenne in den aussagen singers nichts heteronormatives. er sagt nicht, wie du unterstellst, dass er auf seine heterobeziehungen "stolz" sei, und er sagt nicht, dass seine heterobeziehungen besser gewesen seien als seine homo-beziehungen.

kannst du vielleicht konkretisieren, was du meinst?


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