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  • 15.05.2014           63      Teilen:   |

Wutrede beim Deutsch-Russischen Forum

Putin-Vertrauter hetzt in Berlin gegen Homos

Artikelbild
Wladimir Jakunin befehligt rund 1,33 Mio. Mitarbeiter

Der russische Bahn-Chef Wladimir Jakunin ätzt beim Deutsch-Russischen Forum gegen Conchita Wurst und verteidigt das Gesetz gegen Homo-"Propaganda".

In die USA darf er wegen einer Saktionsliste nicht einreisen, in Berlin teilte der russische Bahnchef Wladimir Jakunin hingegen am Donnerstag kräftig gegen Homosexuelle aus. Der 65-Jährige, dem rund 1,3 Millionen Mitarbeiter unterstehen, war zur Auftaktveranstaltung des Deutsch-Russischen Forums im Courtyard-Hotel eingeladen.

Zunächst hatte Matthias Platzeck, Leiter des Forums und ehemaliger Minister des Landes Brandenburg, noch Visa-Erleichterungen und eine Annäherung statt "Lagerbildung" gefordert, da platzte es laut Medienberichten schon aus dem Gast raus.

Er sei Russe und stolz drauf, sagte Jakunin. Russland sei Teil von Europa wie Asien, müsse aber seine Traditionen ausleben. Europa solle das Land nicht über Werte belehren. Als Beispiel wählte er dafür den Song Contest mit dem Sieg der Drag Queen Conchita Wurst.

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"Abnormale Psychologie" bei Conchita-Fans

Es gebe in Europa einen "vulgären Ethno-Faschismus", so Jakunin. "Die antike Definition der Demokratie hatte nichts mit bärtigen Frauen zu tun, sondern die Demokratie ist die Herrschaft des Volkes." In Russland gebe es eine Internetbewegung "Männer, rasiert euch! Seid keine Weiber!" – in Europa hingegen werde man beschimpft, wenn man den ESC-Auftritt von Conchita Wurst nicht gutheißt.

Der Drag Queen und ihren Anhängern – von denen es auch in Russland einige gibt – warf Jakunin eine "abnormale Psychologie" vor. "Frauen mit Bärten – das kann ich einfach nicht akzeptieren", redete er sich bei der Rede, im Dialog mit Platzeck und auf einer Pressekonferenz immer wieder in Rage. Auch sei der Song schlecht gewesen: "Sie hat sirenenmäßig gesungen!"

Der Bahnchef verteidigte auch das Gesetz gegen Homo-Propaganda: Seinen Ausführungen zufolge würden nur vier Prozent der russischen Kinder mit einer "genetischen sexuellen Abweichung von der Norm" geboren; ein weiteres Viertel der 14- bis 16-Jährigen sei durch Propaganda in Gefahr, schwul oder lesbisch zu werden. Das Gesetz diese lediglich dem Jugendschutz, ab 18 könnten die Leute machen, was sie wollten – so Jakunin in Verkennung der Tatsache, dass das Gesetz vor allem gegen Demonstrationen und zur Einschränkung der Pressefreiheit genutzt wird.

Ablehnung der Homo-Ehe

Auch wandte sich Jakunin gegen die rechtlicht Anerkennung von gleichgschlechtlichen Lebensgemeinschaften. Die Beziehung von Mann und Frau sei "die Norm" der Natur, ohne sie gäbe es die Menschheit nicht. "Dass Homo-Ehen gleich sind, glaube ich erst, wenn ich einen schwangeren Mann sehe."

Das russische Homosexuellen-Gesetz nage an den Grundlagen des menschlichen Zusammenhalts, warf Platzek zwischenzeitlich ein, und versuchte den Berichten zufolge auch ansonsten, den Gast mit moderaten Tönen in den Griff zu bekommen. Gelungen scheint ihm das kaum. Walter Schwimmer, dem früheren Generalsekretär des Europarats aus Österreich, gelang aber ein kleiner Triumph: Er wies Jakunin darauf hin, dass Wurst auch fünf Punkte aus Russland erhalten hatte.

Am Mittwoch hatten die Moskauer Behörden eine für Ende Mai geplante Soli-Demonstration zu Conchita Wurst, einen "Marsch der bärtigen Frauen und Männer", verboten (queer.de berichtete). CSD-Organisator Nikolai Aleksejew will das Thema nun mit dem für wenige Tage später geplanten Moscow Pride verknüpfen. (nb)

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Tags: russland, deutsch-russisches forum, wladimir jakunin, conchita wurst, matthias platzeck
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Reaktionen zu "Putin-Vertrauter hetzt in Berlin gegen Homos"


 63 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
15.05.2014
20:50:48


(+9, 11 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Kann den Mann mal jemand zum Zug nach Moskau bringen ?

"" Seinen Ausführungen zufolge würden nur vier Prozent der russischen Kinder mit einer "genetischen sexuellen Abweichung von der Norm" geboren; ein weiteres Viertel der 14- bis 16-Jährigen sei durch Propaganda in Gefahr, schwul oder lesbisch zu werden.""..

Und diese Zahlen kennt der Mann sicher, weil es in der Russischen Staatsbahn immer noch eine Dritte Klasse gibt, die alle nehmen müssen, die nicht in sein kleines Weltbild passen ?

Eigentümlicherweise sind in Russland so viele Politiker Homphobisitsch wie sonst nirgendwo in Europa..
Das liegt vielleicht am Wasser ?

Ach nee, das heißt bei denen ja Wässerchen..


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#2
15.05.2014
20:53:52


(+9, 11 Votes)

Von Enyyo


Es wäre sicher spannend zu wissen, wie viele dieser Hater heimlich davon träumen, von Frau Wurst genommen zu werden!

Bei diesem versoffenen Wodka-Kopf würde es mich jedenfalls nicht wundern, zumal er mit großer Sicherheit auch seine Babuschka nicht mehr selbst nehmen kann...


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#3
15.05.2014
21:12:20


(+11, 13 Votes)

Von hypathia
Aus Baden (Österreich)
Mitglied seit 18.11.2012


Wieso werden solche Vollidioten immer wieder von offiziellen Seiten eingeladen? Damit wird ihnen auch noch die Möglichkeit gegeben öffentlich ihren geistigen Sondermüll auszukippen. Es reicht doch schon, wenn die ihr eigenes Land mit ihren hirnlosen Dreck verpesten!


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#4
15.05.2014
22:40:05


(+7, 9 Votes)

Von ehemaligem User Defragmentierung


<"In Russland gebe es eine Internetbewegung "Männer, rasiert euch! Seid keine Weiber!" >

Man sollte den minderbemittelten Nazi-Ratten die sich nun die Bärte abschneiden, um nicht wie La Wurst zu erscheinen, dringend die Information zukommen lassen, dass die gute Conchita nicht nur über einen Bart, sondern auch über einen Schwanz, nebst sicherlich wohlgeformten Hoden verfügt.
Und eine Schere dazulegen.

"Männer, kastriert Euch! Seid keine Weiber"


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#5
16.05.2014
01:48:02


(+5, 9 Votes)

Von Städter


Na super, und Platzek, die dämliche SPD-Landpomeranze, holt ihn noch hierher und bietet ihm ein Forum. So dumm darf man auch nur als Ost-Soze sein.


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#6
16.05.2014
02:42:22


(+6, 6 Votes)

Von giliatt


Steht Bahnchef Wladimir Jakunin nicht auf der Sanktionenliste der Personen, denen die EU in die Eier kneifen will?
Was tut der denn noch in Berlin? Durfte der überhaupt einreisen nach Deutschland? Toto & Harry & Cem Kaya, seid Ihr nicht auf Streife?
Festnehmen den Mann!

Zudem dürfte Genosse Jakunin einigen Nachholbedarf bezüglich der Geschichte Europas haben: Das Fräulein Wurst hat für Österreich tremoliert und dieses Land gehört nicht zu Deutschland, seit Hitlers Heimholung ins Reich gegenstandslos wurde im Jahre 1945.

Die Bewegung "Männer rasiert Euch - seid keine Weiber!" ist grottenkomisch und abartig. Männer müssen Haare haben, auch wenn es bei Putin nicht sprießt, was vielleicht sein Männlichkeits-Trauma sein mag. Der Bart ist ein Symbol der Männlichkeit und Weisheit und Gegenstand von Achtung und Verehrung, die man seinem lebenserfahrenen und gelehrten Träger entgegenbringt. Fährt Putin den Würdenträgern der orthodoxen Kirche nicht gerade jetzt zwecks Eingemeindung der Ukraine um den Bart, bzw. um deren lange Zauselbärte?

Recht hat Jakunin, wenn er von 4% Kindern mit genetischer sexueller Abweichung spricht. Wir hier hören von 5%, was inklusive Dunkelziffer schlappe zehn Prozent bringt. Damit liegt Russland durchaus im Weltdurchschnitt. Der Rest seiner Äusserungen diesbezüglich ist Müll. Da widerspricht er sich doch selbst.

Jakunin erweist seinem bartlosen Lehensherren einen Bärendienst: Er plappert aus, was Putin nicht sagen will und zertöppert damit noch mehr diplomatisches Geschirr. Richtet noch mehr Schaden an und leitet auf dem politischen Parkett den Sinkflug der Akzeptanz ein.

Was Bahnchefs wohl so zu eigen zu sein scheint, wenn ich an unseren Ex-Bahner denke mit seinen Schleudersitz-Absprüngen kurz vor dem Crash bei DB und Air Berlin, womit ihm nun bei BER Airport eine sanfte Landung geglückt ist. Und eine gutbezahlte zudem.

Jakunin soll sich darum kümmern, dass seine EisenbahnerInnen pünktlich ihren kargen Lohn erhalten. Das ist sein Job.


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#7
16.05.2014
02:47:31


(-11, 19 Votes)

Von Oliver43


Und wer verteidigt derzeit im Bundestag in Rededebatten die russische Regierung und wirft NATO und der EU Fehler vor und das NATO und EU Schuld am Verhalten von Putin seien ?

UND wer redet in den deutschen Medien derzeit immer davon, dass die Krim historisch zu Russsland gehört hat ?

Und wer vergleicht den Kosovo immer mit der Krim und das die US-Amerikaner zu oft sich falsch verhalten haben ?

Und wer versucht rhetorisch im Fernsehen immer Stimmung gegen die EU und die NATO zu erzeugen und das man Verständnis für Putin und die Aussenpolitik Russlands haben soll ?

Antwort: DAS ist die Linkspartei mit Gregor Gysi und Sevim Dadelen. Letztere meldet sich sogar über das russische Staatsfernsehen zu Wort.

Es ist schlimm, wie die Linkspartei den russischen LGBT-Aktivisten "in den Rücken fällt" und zur Fünften Kolonne von Putin hier in Deutschland verkommt.

Gottseidank machen dies SPD ("Ausnahme Ex-Kanzler Schröder"), Grüne ("Ausnahme:Christian Ströbele), FDP, CDU und CSU nicht.

Die Linkspartei sollte endlich damit aufhören, Putins Politik zu verteidigen oder schön zu reden !!!!


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#8
16.05.2014
07:38:50


(+12, 12 Votes)

Von probondage
Aus Dortmund (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 10.07.2008


Sehr erkenntnisreich Herr Wladimir Jakunin - Vier Prozent der russischen Kinder würden mit einer genetischen sexuellen Abweichung von der Norm geboren, sagte Jakunin auf dem Podium in Berlin!

Da ist er in seinen Ansichten aber um einiges weiter, als so manch westlicher Politiker, der sagt, homosexuell wird man nicht geboren.

Mal nachrechnen:

Russland hat eine Geburtenrate von 1,54 bei jeder Frau. Laut Statistik wurden 2013 1.895.800 Kinder geboren. 4 Prozent entspräche etwa 76.000 Kinder, von dem man weiss, dass sie queer sind und DENOCH wird ihnen das Leben zur Hölle gemacht!!! Und das pro Jahr! Das ist Kindesmisshandlung von staatlicher Seite!

Aber es kommt noch besser - Ein Viertel der 14- bis 16-Jährigen sei in Gefahr, schwul oder lesbisch zu werden.

Also, ein Viertel sind 25 % - Sagen wir mal, da sie ja nur in "Gefahr" sind, werden (sind) es tatsächlich die Hälfte. Also 12 % plus die 4 % von denen man es weiss. Sind wir bei 16 % Homosexuelle in der russischen Bevölkerung.

Danke, Herr Jakunin, dass das einmal gesagt wurde!


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#9
16.05.2014
08:14:57


(+11, 11 Votes)

Von AntiFanti
Aus Berlin
Mitglied seit 02.04.2013


...man stelle sich vor er hätte gegen juden gehetzt, dann wäre der zentralrat auf die palme gegangen, zu recht, u. was machen die schwulen verbände?
veröffentlichen ne meldung, es wird sich intern empört u. das wars dann auch...


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#10
16.05.2014
09:32:03


(+7, 9 Votes)
 
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