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  • 16.05.2014           54      Teilen:   |

Orthodoxe Kirche

Serbischer Patriarch: Homosexualität ist eine "Störung"

Artikelbild
Irinej ist seit 2010 Metropolit von Belgrad und Karlovci, Erzbischof von Peć und serbisch-orthodoxer Patriarch

Das Kirchenoberhaupt will Demonstrationen für Homo-Rechte grundsätzlich verbieten und vergleicht Schwule und Lesben mit Bäumen, die ausgerissen werden müssten, wenn sie keine Früchte tragen.

Irinej, der Patriarch der serbisch-orthodoxen Kirche, hat Schwule und Lesben als unnatürlich bezeichnet und ein Verbot von CSDs und anderen schwul-lesbischen Bürgerrechtsdemonstrationen gefordert. "Mir tun die Leute leid, die Teil der sogenannten homosexuellen Bevölkerung sind. Das ist eine Störung und eine Abweichung von der menschlichen Natur", sagte der 83-Jährige dem am Donnerstag erschienenen Belgrader Magazin "Nedeljnik". "Ich kann diese Leute und ihr Problem verstehen. Aber ich kann nicht verstehen, dass sie immer bei diesem Thema zusammenhalten und sich in der Öffentlichkeit zeigen".

Er wandte sich insbesondere gegen den CSD in der Hauptstadt Belgrad, der in den letzten drei Jahren wegen Gewaltandrohungen aus nationalistischen und klerikalen Kreisen verboten worden war (queer.de berichtete). Die für dieses Jahr geplante Parade sei "die Spitze des unmoralischen Eisberges". Die Demonstration sei eine "Ansammlung aller Makel und der Schande".

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Irinej: Homos missachten Gottesgebote

Der Patriarch wirft Homosexuellen vor, den christlichen Gott zu missachten, weil sie keine Kinder in einer heterosexuellen Ehe zeugten: "Das erste Gottesgebot lautet: 'Vermehret Euch'." Das Kirchenoberhaupt weiter: "Wenn man einen Birnen- oder Apfelbaum hat, der keine Früchte trägt, werden diese Bäume ausgerissen und solche neu gepflanzt, die Früchte tragen."

Irinej hatte sich bereits wiederholt in der Öffentlichkeit gegen Homosexuellenrechte ausgesprochen. So erklärte er erst im vergangenen Monat: "Es gibt viele Dinge, die die Existenz unseres Volkes gefährden. Abtreibung ist ein großes Übel, ebenso wie Drogen, Alkoholismus und Werbung für Homosexualität". Ansonsten schlug Irinej insbesondere nationalistische Töne an. So forderte er im "Nedeljnik"-Interview etwa auch, dass sein Land den mehrheitlich serbischen Teil von Bosnien-Herzegowina annektieren soll.

Serbien wurde bereits wiederholt von der Europäischen Union für seine diskriminierende Politik gegenüber Schwulen und Lesben kritisiert (queer.de berichtete). Das Land ist seit 2012 EU-Beitrittskandidat. (dk)

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Tags: serbisch-orthodoxe kirche, irinej, serbien
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Reaktionen zu "Serbischer Patriarch: Homosexualität ist eine "Störung""


 54 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
16.05.2014
14:00:14


(+10, 12 Votes)
 
#2
16.05.2014
14:13:45


(-20, 24 Votes)

Von Oliver43
Antwort zu Kommentar #1 von sperling


Tja die orthodoxen Kirchen Osteuropas sind in der Tat sehr homophob und ich überlege dann immer, wer in der Negativliste meiner Religionsliste schlimmer ist, die evangelikalen Baptisten der Südstaaten der USA (Southern Baptist Convention) oder die orthodoxen Kirchen Osteuropas.

Auf jeden Fall stehen die orthodoxen christlichen Kirchen ganz weit oben auf der Negativliste. Das Problem der orthodoxen Kirchen Osteuropas ist vor allem, das sie sehr stark auf den jeweiligen Nationalstaat ausgerichet sind: Serbische Orthodoxe Kirche, Griechisch-orthodoxe Kirche, Zypriotisch-orthodoxe Kirche, Russisch-orthodoxe Kirche und Ukrainisch-Orthodoxe Kirche. Es sind halt Nationalstaatskirchen, die eng mit dem Nationalismus des jeweiligen Landes verwoben sind. Und im Ukrainekonflikt stehen sich jetzt die Ukrainisch-orthodoxe Kirche und die Russisch-orthodoxe Kirche gegenüber...

-------------

Gut aber das es auch andere christliche Kirchen gibt, die auf meiner Positivliste stehen, wo die Metropolitan Community Church, die Unitarier, die United Church of Christ, die United Church of Canada, die lutherische Schwedische Kirche, die lutherische Dänische Kirche und die Quäker oben stehen. Und auch die Anglikaner sind dort mittlerweile vertreten, weil sie sich zunehmend homofreundlichere Positionen geben.


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#3
16.05.2014
14:29:11


(-9, 21 Votes)

Von Timm Johannes
Antwort zu Kommentar #2 von Oliver43


Es ist gut, wenn ich bekleidet aus dem Haus gehe und an einer roten Ampel stehen bleibe und Zeit habe zu schauen, ob ich meine Positivliste nicht vergessen habe. Danach schaue ich nach, ob ich den Herd ausgemacht habe. Da ich dann wieder abschließe, muss ich nicht nachschauen, ob ich abgeschlossen habe. Gut aber, dass ich drei Taschen habe und meine Positivliste nicht durch die Schlüssel zerknüllt!

---> Fazit: Keine Stimme für DIE LINKE!


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#4
16.05.2014
14:41:40


(+12, 12 Votes)

Von Kokolemle
Aus Herschweiler
Mitglied seit 02.12.2009


Wieder dieses wichsige katolibanische Gessabbers. Ich kann das nicht mehr hören. Nicht die CSD gehördsen verboten, sodern katolibanische Orginnasationen. Dieser Mann würde noch von potwendiger Fortpflanzung reden, wenn auf der verfügbaren Oberfläche dieser Welt, deie Menschen schon 100 Meter übereinander gestapelt wären. Der Lebensraum dieser Welt ist ENDLICH. Wann begreifen das mal diese Idioten von der Katoliban. Ich fürchte erst, wenn es zu spät ist, wenn überhaupt.


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#5
16.05.2014
15:06:26
Via Handy


(+13, 13 Votes)

Von Alex


"vergleicht Schwule und Lesben mit Bäumen, die ausgerissen werden müssten, wenn sie keine Früchte tragen."

Also da Geistliche ja auch keine Kinder zeugen, zumindest nicht offiziell, muss man die auch "ausreißen".

Auch sehr interessant, dass er Beziehungen nur auf den Arterhalt reduziert. Wie schon die Nazis. Vielleicht will er ja auch noch ein Mutterkreuz für besonders gebärfreudige Damen einführen...


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#6
16.05.2014
15:08:56


(+6, 8 Votes)

Von cccccgast


Im Artikel wird nicht geschrieben, ob er Kinder hat. Das würde mich mal interessieren.


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#7
16.05.2014
15:10:30
Via Handy


(+7, 7 Votes)

Von Felix


"Der Patriarch wirft Homose­xuellen vor, den christ­lichen Gott zu missachten, weil sie keine Kinder in einer heterose­xuellen Ehe zeugten: "Das erste Gottesgebot lautet: 'Vermehret Euch'""

Dann ist er aber ein großer Sünder...


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#8
16.05.2014
15:12:38


(+7, 7 Votes)

Von gefunden
Antwort zu Kommentar #7 von Felix


"Während das zölibatäre Leben in der lateinischen Teilkirche der römisch-katholischen Kirche für die Priester verpflichtend ist, gilt dies in den katholischen Ostkirchen sowie in den orthodoxen Kirchen nur für Bischöfe und Mönche sowie für Priester, die zum Zeitpunkt der Weihe unverheiratet sind."


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#9
16.05.2014
15:14:06
Via Handy


(+9, 9 Votes)

Von Timon
Antwort zu Kommentar #5 von Alex


Man muss denen ihre Fixierung auf Fortpflanzung schon nachsehen:
die brauchen halt immer neues Material. Wenn die Kinder zu alt werden, sind sie für solche Kinderficker unattraktiv. Also ist es wichtig, dass die immer genug Nachschub haben.


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#10
16.05.2014
15:24:15
Via Handy


(+12, 12 Votes)

Von Gerrit


Der steht vor den Scherben seines verpfuschten Lebens und muss seinen Frust jetzt an anderen rauslassen...


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