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"Kongress Sexualethik und Seelsorge"

Hessen: Diakonie distanziert sich von Homo-"Heilern"


Die Diakonie Hessen hat sich am Freitag von einer evangelisch-evangelikalen Konferenz distanziert, die kommende Woche Homo-"Heilern" in Kassel eine Plattform einräumt.

Beim "Kongress Sexualethik und Seelsorge" sind unter anderem Christl Ruth Vonholdt vom "Deutschen Institut für Jugend und Gesellschaft (DIJG)" und Markus Hoffmann vom Homo-Heiler-Verband "Wüstenstrom e.V." eingeladen (queer.de berichtete). Sie sind davon überzeugt, dass alle Menschen grundsätzlich heterosexuell sind, manche aber ein "homosexuelles Problem" oder eine "Identitätsstörung" hätten. Organisiert wird die Veranstaltung vom Weißen Kreuz e.V., einem evangelische Fachverband für Sexualethik und Seelsorge.

Der Theologische Vorstand der Diakonie Hessen, Landeskirchenrat Horst Rühl, ging jetzt auf Distanz zu "Positionen, die einzelne Referierende bisher vertreten haben, weil diese mit der Haltung der Diakonie Hessen nicht in Einklang zu bringen sind". Er erklärte, sein Verband sei gegen "jegliche Form von Ausgrenzung und Diskriminierung" und bezeichnete Sexualität als "Bestandteil der guten Schöpfung Gottes und des menschlichen Daseins".

Rühl sagte weter: "Jegliche Stigmatisierung oder Pathologisierung von Schwulen und Lesben lehnen wir daher grundsätzlich ab. Wir begrüßen vielmehr auch die Vielfalt menschlichen Lebens in unserer Gesellschaft. Mit der Segnung gleichgeschlechtlicher Paare in einem Gottesdienst bringen die beiden evangelischen Kirchen und Hessen diese Haltung zum Ausdruck".

Die Diakonie ist ein evangelischer Wohlfahrtsverband mit bundesweit fast einer halben Millionen Angestellten. Der Verband hatte bereits 2011 erklärt, er prüfe den Ausschluss von Homo-"Heilern". Damals erklärte Diakonie-Präsident Johannes Stockmeier: "Ich kann Ihnen versichern, dass ich auch weiterhin dafür eintreten werde, dass es keine Diskriminierung von Homosexuellen in Kirche und Diakonie geben darf" (queer.de berichtete). (dk)



22 Kommentare

#1 Oliver43Anonym
  • 16.05.2014, 17:39h
  • Guter und wichtiger Artikel...

    Es entkräftet den von Atheisten vorgebrachten Vorwurf, dass die EKD, deren Landeskirchen oder die EKD Homo-Heiler unterstützen oder eine Heimat bieten.

    Leute wie Vonholdt oder Hoffmann haben keine Rückendeckung von EKD, deren Bischöfen und deren Landeskirchenleitungen.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 16.05.2014, 17:41h
  • Homoheilern darf man keine Plattform bieten! Am besten alle für immer wegsperren! Sie haben schon genug Menschenleben auf dem Gewissen!
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#3 TheDadProfil
#4 RobbyEhemaliges Profil
  • 16.05.2014, 18:40h
  • Klassischer Fall von Sand-in-die-Augen-streuen und versuchter Schadensbegrenzung, damit wir nicht mehr merken sollen, dass die sich nicht gar nicht "wirklich" von denen distanzieren! Die wollen nur ablenken, dass sie nach wie vor hinter diesen perversen "Homo-Heilern" stehen. - Diesen perversen "Homo-Heilern" muß endlich das Handwerk gelegt werden!
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#5 sperlingAnonym
  • 16.05.2014, 20:15h
  • Antwort auf #1 von Oliver43
  • die diakonie hat weiterhin kein problem damit, dass die "offensive junger christen" und das zugehörige, von vonholdt geleitete DIJG UNTER DEM DACH DER DIAKONIE agieren und ihre lebensgefährliche scharlatanerie propagieren und praktizieren.

    die distanzierung bleibt vollkommen unglaubwürdig und verlogen, so lange diese mitgliedschaften trotzdem aufrechterhalten werden.
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#6 GegendemoAnonym
#7 timpa354Ehemaliges Profil
  • 16.05.2014, 23:07h
  • Endlich mal klare Worte aus der evangelischen Kirche, ich warte schon die ganze Zeit darauf, zumal es Versuche gibt von Frömmlern, die ev. Kirche zu unterwandern und hier engstirniges heuchlerisches Denken ala Evangelisten der Amerikaner zu installieren.
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#8 sperlingAnonym
  • 17.05.2014, 01:49h
  • >"Das Deutsche Institut für Jugend und Gesellschaft (DIJG) ist das Studien- und Forschungszentrum der Kommunität Offensive Junger Christen OJC e.V. Die OJC ist eine ökumenische Kommunität in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und Fachverband im Diakonischen Werk der EKD."

    www.dijg.de/homosexualitaet/stellungnahme-dijg/

    >"In einer Kleinen Anfrage im Hessischen Landtag im November 2012 problematisierte der Bündnis 90/Grünen-Politiker Kai Klose die potentielle Schädlichkeit sog. Konversionstherapien vor dem Hintergrund des Angebotes von Stellen für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) durch die OJC, die durch Landesmittel bezuschusst werden. [...]
    In einem Gespräch mit Diakonie-Präsident Johannes Stockmeyer erklärten Vertreter der OJC, dass sie Homosexualität nicht als psychische Erkrankung bewerten und somit auch nicht als therapiebedürftig betrachten. [...] Ihr Einsatz gelte der Minderheit derjenigen Homosexuellen, die ihre Homosexualität als ich-dyston erlebten. [...] Daraufhin erklärte das zuständige Diakonische Werk der EKD die Vorwürfe für ausgeräumt."

    de.wikipedia.org/wiki/DIJG#Deutsches_Institut_f.C3.BCr_Jugen
    d_und_Gesellschaft


    aha. das ojc sagt, dass sie nur diejenigen schwulen und lesben mit ihren lebensgefährlichen quacksalbermethoden traktieren, die das selber wollen, und damit ist der fall auch schon erledigt? diese ignorante haltung des diakonischen werks ist schlichtweg verantwortungslos.
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#9 YannickAnonym
  • 17.05.2014, 10:46h
  • Solange die sich nur verbal distanzieren und solche Personen und Organisationen nicht ausschließen ist das völlig unglaubwürdig...
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#10 Oliver43Anonym
  • 17.05.2014, 11:33h
  • Antwort auf #3 von TheDad
  • @Atheisten Dad
    "Die Diakonie ist der weltlich agierende Konzern der Evangelischen Kirche, und nicht die EKD ! Von der EKD selbst hat es bislang noch keine Distanzierung gegeben !"

    --> Das ist schlichtweg falsch und wiedereinmal von Dir gelogen.

    Falls Du es nicht mitbekommen hast. Die EKD hat bereits 2001 das Grundsatzdokument "Verantwortung und Verlässlichkeit stärken" verabschiedet.

    Darin unterstützt die EKD mit allen ihren Bischöfen homosexuelle Paare und bewertet diese ethisch und theologisch als Verantwortungsgemeinschaft zweier Erwachsener, die im Leben füreinander einstehen und die zu unterstützen seien.

    Bereits bei Einführung des Lebenspartnerschaftsinstitutes hat die EKD dieses familienrechtliche Institut unterstützt.

    Ebenso hat die EKD letztes Jahr ein sehr gutes Familienpapier veröffentlicht, wo ebenso das Lebenspartnerschaftsinstitut aufgegriffen und befürwortet wurde.

    Und an dieser Position der EKD erkennst Du, wie entschieden sich die EKD hinter die Rechte homosexueller Paare stellt und nicht deren Heilung fordert.

    DU lügst doch immer wieder "bis sich die Balken biegen", wenn es um die EKD, die Landeskirchen der EKD und die liberalen protestantischen Kirchen geht.

    Das Schlimme daran ist, dass du dadurch LGBT-Aktivisten bei deren Arbeit innerhalb der Kirchen "in den Rücken fällst".

    Es ist echt zum Kotzen, wie Du hier gesamtgesellschaftlich immer wieder die LGBT Bewegung schwächst, Unwahrheiten verbreitest und herumlügst.
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