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Ted Osius (Mitte) mit seinem Ehemann Clayton Bond und seinem Sohn Alan Bond-Osius

Die USA wollen einen offen schwulen Diplomaten nach Südostasien entsenden – zum wiederholten Male befördert der US-Präsident damit Homosexuelle in hohe Ämter.
US-Präsident Barack Obama hat vergangene Woche Ted Osius für das Amt des Botschafters in Vietnam nominiert. Osius hatte sich als Diplomat in den 1990er Jahren für eine Normalisierung der Beziehungen zwischen den ehemaligen Kriegsgegnern USA und Vietnam eingesetzt. Er war zudem in vielen anderen Botschaften in der Region eingesetzt worden, zuletzt in Indien und Indonesien. Er ist verheiratet mit Clayton Bond, der ebenfalls für das Außenministerium arbeitet. Das Paar zieht zusammen einen Sohn auf.

Zu Beginn seiner Karriere hatte Osius seine sexuelle Orientierung geheim gehalten, weil Diplomaten damals wegen Homosexualität aus dem Dienst entlassen werden konnten. Die US-Regierung argumentierte zu dieser Zeit, dass sich Schwule erpressbar machten. Erst 1996 wurde diese Regelung vom damaligen Außenminister Warren Christopher abgeschafft – und Osius outete sich kurze Zeit später.

Bereits mehrere schwule Botschafter ernannt

Wie kein anderer Präsident vor ihm hat Barack Obama schwule Diplomaten gefördert. So ernannte er im vergangenen Jahr Daniel Baer als US-Botschafter bei der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (queer.de berichtete). Außerdem setzte er gegen den Widerstand der katholischen Kirche Wally Brewster als Botschafter in der Dominikanischen Republik durch (queer.de berichtete). Obama ernannte außerdem Schwule zu Botschaftern in Australien, Dänemark und Spanien.

Osius wäre der erste offen schwule US-Botschafter in Asien. Der erste schwule Botschafter der Vereinigten Staaten war 1999 von Präsident Bill Clinton ernannt worden: Clinton schickte James Hormel nach Luxemburg. Das führte damals zu heftigen Protesten von Konservativen im Parlament, das der Ernennungen in der Regel zustimmen muss. Der damalige republikanische Mehrheitsführer im Senat, Trent Lott, warb dafür, den Diplomaten abzulehnen, weil Homosexualität wie Alkoholismus oder Kleptomanie eine Sünde sei. Der Präsident wendete damals wegen des Widerstands einen Trick an: Er ernannte den Botschafter während der Parlamentsferien, so dass keine Zustimmung der Abgeordneten nötig war. Inzwischen gilt die Ernennung von Homosexuellen im diplomatischen Dienst als Routine. (dk)



#2 SmartakusProfil
#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 19.05.2014, 14:08h
  • Sehr schön! Da in Vietnam derzeit (und hoffentlich auch in Zukunft) eine antichinesische Stimmung an der Tagesordnung ist, ist eine Annhäherung an die USA ein gutes Zeichen. Hoffentlich schwappt diese antichinesische Stimmung auch bald auch zu uns nach Deutschland rüber!

    Apropos schwule Botschafter: hat Deutschland im Ausland überhaupt einen?
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#4 FuZZZynessAnonym
  • 19.05.2014, 14:15h
  • Antwort auf #3 von FoXXXyness
  • Bestimmt auch bald

    Die 10 wichtigsten Handelspartner für Einfuhren / Importe nach Deutschland

    Europa: 635,2 Milliarden Euro

    Niederlande: 86,6 Milliarden Euro
    China: 77,3 Milliarden Euro (8,5 % aller deutscher Einfuhren)
    Frankreich: 64,8 Milliarden Euro
    USA: 50,6 Milliarden Euro
    Italien: 49,2 Milliarden Euro
    Großbritannien: 43,5 Milliarden Euro
    Russland: 42,5 Milliarden Euro
    Belgien 38,4 Milliarden Euro
    Schweiz: 37,7 Milliarden Euro
    Österreich: 37,2 Milliarden Euro
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#5 BollywoodAnonym
  • 19.05.2014, 14:34h
  • Antwort auf #3 von FoXXXyness
  • "Hoffentlich schwappt diese antichinesische Stimmung auch bald auch zu uns nach Deutschland rüber!"

    www.themoscowtimes.com/upload/5254-02-vietnam2.jpg

    "Nicht nur auf China, auch auf Nordkorea und Vietnam richten sich die Bemühungen des Kremls."

    www.nzz.ch/wirtschaft/wirtschafts-und-finanzportal/russland-
    traeumt-von-asien-


    "Transatlantische Frontbildung
    Transatlantisch orientierte Kreise laufen gegen die Bemühungen um einen Ausgleich mit Moskau Sturm. Die mögliche Annäherung zwischen Moskau und Beijing müsse man in Kauf nehmen, heißt es exemplarisch in einem Pressekommentar; zusätzlich müssten "Amerika und die EU alles tun, um ihre Abhängigkeit von China zu verringern". Um die Geschäftsausfälle zu kompensieren, solle man "die vernachlässigten Märkte in Südostasien, Indien, Lateinamerika und selbst (!) in Afrika in den Blick" nehmen. "Gegenüber Peking" müsse man in Zukunft "mit einer Stimme, notfalls mit lauter Stimme sprechen".[9] Das transatlantische Plädoyer läuft demnach in letzter Konsequenz auf eine weltpolitische Frontbildung der NATO-Staaten und ihrer Verbündeten gegen Russland und China hinaus.
    Vor der Entscheidung
    Welche Fraktion sich in Berlin durchsetzen wird - die transatlantische oder die ostorientierte -, ist offen. Wichtige Weichenstellungen mit weltpolitischen Folgen könnte die Entscheidung über EU-Wirtschaftssanktionen gegen Russland bringen."

    Transatlantische Frontbildung

    Transatlantisch orientierte Kreise laufen gegen die Bemühungen um einen Ausgleich mit Moskau Sturm. Die mögliche Annäherung zwischen Moskau und Beijing müsse man in Kauf nehmen, heißt es exemplarisch in einem Pressekommentar; zusätzlich müssten "Amerika und die EU alles tun, um ihre Abhängigkeit von China zu verringern". Um die Geschäftsausfälle zu kompensieren, solle man "die vernachlässigten Märkte in Südostasien, Indien, Lateinamerika und selbst (!) in Afrika in den Blick" nehmen. "Gegenüber Peking" müsse man in Zukunft "mit einer Stimme, notfalls mit lauter Stimme sprechen".[9] Das transatlantische Plädoyer läuft demnach in letzter Konsequenz auf eine weltpolitische Frontbildung der NATO-Staaten und ihrer Verbündeten gegen Russland und China hinaus.

    Vor der Entscheidung

    Welche Fraktion sich in Berlin durchsetzen wird - die transatlantische oder die ostorientierte -, ist offen. Wichtige Weichenstellungen mit weltpolitischen Folgen könnte die Entscheidung über EU-Wirtschaftssanktionen gegen Russland bringen.

    www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58868
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#6 NesolaProfil
  • 19.05.2014, 14:47h Kaiserslautern

  • Sicher ist das gut, es sollten keine Unterschiede gemacht werden, weil es Unterschiede bei den sexuellen Vorlieben gibt.
    Doch ich sehne den Tag herbei wo Nachrichten wie "homosexuelle/r soundso zu folgendem ernannt" überflüssig werden. Denn uns Menschen sollte einfach egal sein was diejenigen die ihren Job wo auch immer antreten privat machen. Es heißt auch nie "heterosexuelle/r soundso zu dies und jenem ernannt" weil auch da keinen angeht was Privatsache ist. Darum ist der Tag an dem Privatsache einfach akzeptiert und unerwähnt wird, der Tag an dem es wirklich geschafft wäre.
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#7 TimonAnonym
#8 NomitAnonym
#10 Romantic BalmAnonym