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  • 21.05.2014           25      Teilen:   |

Demo geplant

Kassel: Alle außer CDU verurteilen Homo-"Heiler"

Artikelbild
Bei dem Kongress dürfen Referenten die These vertreten, dass Homosexualität eine Sünde und Krankheit ist, die geheilt gehört

In Kassel planen LGBT-Aktivisten eine Demonstration gegen einen evangelischen Kongress mit Homo-"Heilern" – auch der Stadtrat verurteilt die homophobe Veranstaltung, allerdings nicht einstimmig.

Gegen den am Donnerstag beginnenden Kongress "Sexualethik und Seelsorge" formiert sich Widerstand, weil in der vom Verband Weißes Kreuz e.V. organisierten Tagung auch Homo-"Heiler" als Referenten eingeladen worden sind. So hat das Kasseler Stadtparlament mit den Stimmen von SPD, Grünen, Linken, FDP, Freien Wählern und Piratenpartei am Montag eine "Resolution gegen Homophobie" verabschiedet, in dem es sich von dem Kongress distanziert. Darin heißt es, dass die Einstufung von Homosexualität als "Krankheit" das Selbstbestimmungsrecht "religiös verbrämt" in Frage stelle. Lediglich die CDU stimmte gegen die Resolution.

"Die sagen, Homosexualität ist eine Krankheit. So eine Haltung wollen wir in dieser Stadt nicht", begründete Ruth Fürsch von den Grünen die Erklärung. Sprecher der CDU erklärten, sie hielten zwar Konversionstherapien ebenfalls für Humbug, allerdings sei nur ein kleiner Teil der Veranstaltung diesem Thema gewidmet. "Homosexualität ist keine Krankheit", sagte Marcus Leitschuh von der christdemokratischen Fraktion. Aber: "Muss es deshalb diese Resolution geben?"

Hintergrund: Zum Kongress wurden unter anderem Christl Ruth Vonholdt vom "Deutschen Institut für Jugend und Gesellschaft (DIJG)" und Markus Hoffmann vom Homo-"Heiler"-Verband "Wüstenstrom e.V." eingeladen (queer.de berichtete). Beide werben dafür, Homosexuelle durch Therapie zu Heterosexuellen zu machen. Ärzteverbände warnen vor der sogenannten Konversionstherapie, da diese nutzlos sei und Homosexuelle in die Depression oder gar den Selbstmord treibe. So verabschiedete der Weltärztebund im vergangenen Jahr eine Stellungnahme, nach der Konversionstherapien "die Menschenrechte verletzen und nicht zu rechtfertigen" seien (queer.de berichtete) .

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Demo für Freitag angekündigt

LGBT-Aktivisten wollen am Freitag gegen die Konferenz der Homo-"Heiler" auf die Straße gehen. Das Bündnis "Runder Tisch gegen Homophobie" ruft zur Teilnahme an der Kundgebung auf, die um 16 Uhr vor dem Hauptbahnhof beginnt. Er wirft dem Weißen Kreuz vor, Referenten "mit sexistischen und homophoben Einstellungen ein Forum zu bieten".

Da Weiße Kreuz ist Mitglied im Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche (EKD), das allerdings die Homophobie der Eiferer im Vorfeld der Konferenz kritisiert hat (queer.de berichtete). Die evangelikale Gruppe vertritt eine höchst konservative Sexualmoral und lehnt Homosexualität generell ab: So hat der Verband eine Handreichung zum Thema erarbeitet (PDF), in der Homosexualität mit Pädophilie gleichgesetzt wird ("einige lieben Kinder, Jugendliche oder Gleichaltrige"). Änderungswilligen Homosexuellen wird versprochen, "durch Therapie, Seelsorge oder Selbsthilfegruppen" heterosexuell zu werden.

Eine ähnliche Veranstaltung hatte bereits 2009 im hessischen Marburg zu Protesten geführt (queer.de berichtete). Damals verbreiteten Vonholdt und Hoffmann ebenfalls ihre Thesen. Schon damals verteidigten Politiker der CDU die homofeindlichen Einstellungen der Redner, während LGBT-Gruppen gemeinsam mit Parteien wie SPD und Grünen und der Aids-Hilfe gegen die Veranstaltung protestierten. (dk)

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Tags: evangelikale, evangelische kirche, kassel, cdu, homo-heiler
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Reaktionen zu "Kassel: Alle außer CDU verurteilen Homo-"Heiler""


 25 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
21.05.2014
16:50:33
Via Handy


(+16, 16 Votes)

Von Autoheart
Aus Kassel (Hessen)
Mitglied seit 16.07.2013


Ich komme direkt aus Kassel. Das wäre eine Möglichkeit, das erste Mal an solch einer Demo teilzunehmen. Vorher hab ich mich nie damit befasst, aber langsam geht es wirklich zu weit.


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#2
21.05.2014
17:23:06


(-2, 8 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Ja, ja, die CDU muß mal wieder ausscheren!


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#3
21.05.2014
17:52:45


(-13, 15 Votes)

Von anome
Aus Kassel (Hessen)
Mitglied seit 01.10.2013


Meine wunderschöne, über alles geliebte Heimatstadt hat das wirklich nicht verdient. Dennoch haben auch "Homo-Heiler" das Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit.


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#4
21.05.2014
18:16:03
Via Handy


(+8, 10 Votes)

Von So What
Antwort zu Kommentar #3 von anome


Meinungsfreiheit bedeutet, dass der Staat die persönlich geäußerte Meinung nicht bestrafen darf. Sie ist kein Schutz vor Kritik und Protest bei wie auch immer geäußertem Unsinn.


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#5
21.05.2014
18:31:42
Via Handy


(+9, 9 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar


"Lediglich die CDU stimmte gegen die Resolution."

"Da Weiße Kreuz ist Mitglied im Diakonischen Werk der Evange­lischen Kirche (EKD)"

Meine lieben schwullesbischen Brüder und Schwestern. Vergesst bitte NIE wer euch das angetan hat und immer noch antut und zieht für eure restliche Lebenszeit die einzig richtigen und dringend NÖTIGEN Konsequenzen:

Niemals eine Stimme an Parteien die uns nicht gleichstellen und an der sexuellen Apartheid festhalten wollen. Sofortiger Austritt aus der EKD, RKK oder sonstige Sekten. Und informiert eure Freunde, Bekannten und Verwandten wer uns im Jahre 2014 immer noch diskriminiert und gar "heilen" will!


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#6
21.05.2014
18:40:49
Via Handy


(+7, 9 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von anome


"Dennoch haben auch "Homo-Heiler" das Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit."

Nö, haben sie nicht! "Homo-Heiler" und ihre Hetze gehören verboten. Die Freiheit des Einzelnen endet nämlich da, wo die des anderen beginnt.

Übrigens: Homosexualität kann man nicht heilen, Homophobie und "Homo-Heiler" schon. Wer sowas wie "Homoheilung" anbietet gehört in die Klappse!


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#7
21.05.2014
18:46:27
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(+8, 8 Votes)

Von Petter


Diese Gehirnwäsche-Therapien führen zu schwersten psychischen Schäden, bis hin zum Selbstmord.

Dass die CDU-CSU weiterhin kein Problem damit hat, sagt sehr viel aus.

Und wenn man dann deren Wahlergebnisse sieht, frage ich mich, ob wirklich so viele Menschen das alles nicht wissen oder ob es ihnen ganz einfach egal ist...


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#8
21.05.2014
18:49:10
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(+8, 8 Votes)

Von Gerrit
Antwort zu Kommentar #7 von Petter


Und nicht zu vergessen die SPD, die die homophobe Union künstlich an der Macht hält, obwohl es eine Mehrheit links der Union gibt!


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#9
21.05.2014
18:59:44
Via Handy


(+8, 8 Votes)

Von Alex
Antwort zu Kommentar #8 von Gerrit


Am Sonntag bei der EU-Wahl haben wir die Möglichkeit, der SPD zu zeigen, dass wir deren Wahlbetrug nicht vergessen!


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#10
21.05.2014
19:12:17


(+8, 10 Votes)

Von Hugo
Antwort zu Kommentar #3 von anome


Wer sagt, das Homosexuelle oder Bisexuelle nicht richtig leben mit ihrer Sexuelen Orientierung, hat kein Recht sowohl im Öffentlichen als auch im privaten Leben das zu äußern, weil es gemein gefährlich ist. Deshalb haben die homoheiler kein Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit.
Insebesondere bei jugendlichen, die sowieso mit Ihrer Pubertät genug zu tun haben.
Deshalb bin ich der Meinung, das es sehr wichtig ist sehr früh mit den Kindern auch über die sexualität zu sprechen. Desto früher sie freiheitlich denken, sind sie zu anderem offener.


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