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  • 21.05.2014           19      Teilen:   |

Nordafrika

Marokko: Sechs Männer wegen Homosexualität verurteilt

Artikelbild
Im Königreich Marokko ist Homosexualität nach wie vor verboten (Bild: memnativ / flickr / cc by-sa 2.0)

Der eigene Vater hatte einen jungen Mann und seine Freunde wegen Homosexualität angezeigt – jetzt drohen ihnen mehrjährige Haftstrafen.

Sechs Marokkaner sind in der 200 Kilometer südöstlich von Casablanca gelegenen Stadt Fkih Ben Saleh vergangene Woche wegen Homosexualität verurteilt worden. Das berichtet der Nachrichtensender Al-Dschasira unter Berufung auf Menschenrechtsaktivisten. Dem Bericht nach hatte der Vater einer der Verurteilten die Männer angezeigt. Er habe erklärt, dass sein Sohn von den anderen in einen "abartigen" Lebensstil gedrängt worden sei.

Die Urteilsverkündung findet erst später statt. In Marokko können "unnatürlich Akte mit gleichgeschlechtlichen Partnern" nach Paragraf 489 des Strafgesetzbuches mit bis zu drei Jahren Haft und einer Geldstrafe geahndet werden.

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Aktivist: Homosexualität wird härter bestraft als Kindesmissbrauch

Die sechs Männer sind vom Gericht außerdem wegen Prostitution und öffentlicher Trunkenheit verurteilt worden. Diese Anklagen sind laut der Menschenrechtsorganisation "Mouvement Alternatif pour les Libertés Individuelles" (MALI) typisch für Verfahren gegen Homosexuelle: "Die Richter glauben, dass ein solcher Akt nur wegen des Geldes gemacht wird", erklärte MALI-Mitgründerin Ibtissame Lachgar. "Sie können sich nicht vorstellen, dass es hier auch um Liebe geht."

Auch andere marokkanische Menschenrechtler beklagen die Verfolgung von Homosexuellen in ihrem Land. So erklärte Khadija Rijadi von der Gruppe "Association marocaine des droits humains" (AMDH), dass Kindesmissbrauch durch Ausländer in Marokko weniger hart bestraft werde als Homosexualität. "Es gibt viel Heuchelei hier", so Rijadi. "Viele Pädophile werden mit großer Nachsicht behandelt". Er verweist auf den Fall eines Spaniers, der 2011 mindestens elf Kinder vergewaltigt hatte. Er wurde jedoch nach seiner Verurteilung vergangenes Jahr vom marokkanischen König begnadigt, um die Beziehungen mit Spanien nicht zu belasten.

Homosexualität gilt innerhalb der marokkanischen Gesellschaft als Tabu, wird aber gerade in Touristen-Orten wie Marrakesch, Agadir oder Tanger toleriert. Dort sind regelrechte Kolonien schwuler Rentner aus Westeuropa entstanden (queer.de berichtete). (dk)

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Reaktionen zu "Marokko: Sechs Männer wegen Homosexualität verurteilt"


 19 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
21.05.2014
17:51:48


(+5, 7 Votes)

Von regelrecht


"Homosexualität gilt innerhalb der marokkanischen Gesellschaft als Tabu, wird aber gerade in Touristen-Orten wie Marrakesch, Agadir oder Tanger toleriert."

Link:
blog.travel-exploration.com/category/us-secretary-
of-state-hillary-clinton-travels-to-marrakech/


Youtube-Video:


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#2
21.05.2014
18:01:31


(+6, 8 Votes)
 
#3
21.05.2014
18:27:39


(+13, 13 Votes)

Von UweBerlin
Aus Berlin
Mitglied seit 20.06.2010


Der Vater sollte sich was schämen, einfach widerlich, den Sohn wegen seiner sexuellen Präferenz ans Messer zu liefern.

Was für ein Widerling.


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#4
21.05.2014
18:39:30
Via Handy


(+12, 12 Votes)

Von Alex


"Der eigene Vater (...)"

Was für ein perverses, degeneriertes Arschloch.


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#5
21.05.2014
18:41:35
Via Handy


(+12, 12 Votes)

Von Petter


Wieso machen noch Leute in diesem Barbarenstaat Urlaub?!

Tourismus unterstützt diese Verfolgung von Schwulen und Lesben.


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#6
21.05.2014
20:17:00
Via Handy


(+8, 8 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Homophobie und Ausgrenzung tut weh. Wenn ausgerechnet der eigene Vater seinen eigenen Sohn ans Messer liefert, schmerzt das um ein mehrfaches.

Wenn es eine Hölle geben würde, gehörte dieser "Vater" sicherlich genau dort hin. Wie kann man seinem eigenen Fleisch und Blut nur so etwas antun?

Nur schon wenn Eltern ihr Kind wegen dessen Homosexualität nicht 100% ig akzeptieren können, zweifle ich an deren Liebe. Wer jedoch seinen Sohn verrät und gar den Feinden ausliefert, muss von Hass zerfressen sein. Einfach nur unglaublich traurig sowas.


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#7
21.05.2014
21:43:20


(+7, 7 Votes)

Von ehemaligem User timpa354


Eine Bevölkerung die ihre eigenen Kinder verrät ist eine zutiefst degenerierte Gesellschaft. Kindesmissbrauch als akzeptabel hinzunehmen, ebenso. Vater kann sich dieser Mann nicht mehr nennen, man kann für den Sohn nur hoffen, dass er diese Familie nicht mehr akzeptiert, denn offensichtlich sind Eltern als feindlich einzustufen in religiösen Kreisen.


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#8
21.05.2014
23:18:39
Via Handy


(-10, 12 Votes)

Von Martin28a
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Antwort zu Kommentar #4 von Alex


Wir begehen leider immer den Fehler unsere Wertvorstellungen auf die anderer Staaten zu stülpen.
Der Vater wuchs in einem Land auf in dem so was eine Sünde ist, ich denke er wollte einfach nicht, dass sein Sohn dich dem weiter hergibt, er weiß das solche Taten in Marokko nicht zur Todesstrafe des Sohnes führen


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#9
22.05.2014
02:52:24


(+5, 5 Votes)

Von panzernashorn
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Letztendlich ist die Hauptmotivation des fehlgeleiteten, um nicht zu sagen dummen Vaters die religiöse Verblödung, wie sie in vielen Situationen Grundlage völlig falscher Aktionen bzw. Verbrechen an der Menschlichkeit darstellt.

Entzieht den Religionen die ihnen nicht zustehende Macht und sorgt dafür, dass die Bevölkerung Bildung anstatt Hirnwäsche erfährt, und der Spuk wird zwar nicht sofort, aber mit kontinuierlicher Zunahme verschwinden.

Gebildete Menschen benötigen keine Wahnideologie, die sich Religion nennt, aber egoistisch nur auf Macht, Geld und Beherrschung aus ist - zum deutlichen Schaden einer natürlichen Entwicklung und zur Verhinderung eines glücklichen Lebens.


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#10
22.05.2014
06:30:57


(+4, 6 Votes)

Von TheDad
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Antwort zu Kommentar #8 von Martin28a


""Wir begehen leider immer den Fehler unsere Wertvorstellungen auf die anderer Staaten zu stülpen.""..

Menschenrechte gelten überall auf dieser unrunden Kugel im All !

Dazu gehört das Recht auf Leben, und dieses zu leben, ohne sich von irgendwelchen "Werte-vorstellungen" Anderer einschränken lassen zu müssen !

""Der Vater wuchs in einem Land auf in dem so was eine Sünde ist, ich denke er wollte einfach nicht, dass sein Sohn dich dem weiter hergibt, er weiß das solche Taten in Marokko nicht zur Todesstrafe des Sohnes führen""

Ach so..
So lange es nicht mit dem Tod bedroht ist, kann Mann sogar den eigenen Sohn denunzieren..

"Sünde" ist keine "Werte-Vorstellung", sondern die Illusion einer Idee, Mann hätte von einem Geistwesen wäre ein Auftrag zum Sex-Losem Leben erhalten !

Schwachsinn !


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