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  • 22.05.2014           11      Teilen:   |

Anfrage der Linksfraktion

Bundesregierung lehnt Homo-"Heilung" ab

Ingrid Fischbach - Quelle: Wiki Commons / Laurence Chaperon / CC-BY-SA-3.0-DE
Ingrid Fischbach (Bild: Wiki Commons / Laurence Chaperon / CC-BY-SA-3.0-DE)

Am Mittwoch erklärte die Parlamentarische Staatssekretärin im Gesundheitsministerium für die Bundesregierung, es bedürfe keiner Therapie von Homosexualität.

Ingrid Fischbach, CDU-Abgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin im Gesundheitsministerium, hat in einer Fragestunde des Bundestags am Mittwoch Angebote zur "Heilung" Homosexueller abgelehnt. Auf eine Anfrage der Linken-Abgeordnete Kathrin Vogler sagte sie: "Die Bundesregierung, wie im Übrigen auch die Bundesärztekammer und der Weltärztebund, vertritt die Auffassung, dass Homosexualität keine Krankheit ist und keiner Therapie bedarf."

Würden trotzdem "fragwürdige Therapien angeboten, die geeignet sind, Patientinnen oder Patienten zu schädigen, dann sind die Ärztekammern oder die Approbationsbehörden gefordert, im Einzelfall berufsrechtliche Schritte einzuleiten", so Fischbach. Auf eine weitere Frage, welche Schritte die Regierung in der Frage plane, sagte Fischbach, die Aufsicht über die Berufsausübung liege bei den Ländern, auch gebe es Schlichtungsstellen bei Ärztekammern. Mit Materialien der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung biete man Jugendlichen wichtige Aufklärung im Selbstfindungsprozess, so die 57-Jährige auf weitere Fragen von Linken-Politikern (Plenarprotokoll, PDF S. 17-20).

Die Bundesregierung hatte sich bereits in der letzten Legislaturperiode im Rahmen der Diskussion um den Marburger Kongress von sogenannten Konversionstherapien distanziert. Im letzten Jahr hatte der Bundestag mit schwarz-gelber Mehrheit allerdings einen Antrag der Grünen abgelehnt, entsprechende Therapien an Minderjährigen zu verbieten (queer.de berichtete).

Anlass für die aktuelle Debatte ist ein TV-Bericht des Magazins "Panorama", in dem ein schwuler Reporter vorgeblich eine Behandlung für seine Homosexualität suchte und fand (queer.de berichtete), sowie ein Kongress in Kassel in diesen Tagen, an dem auch die führenden deutschen Vertreter einer Homo-"Heilung" teilnehmen (queer.de berichtete).

Die Linke bezeichnete die Antworten von Fischbach in einer Pressemitteilung als "ausweichend". Die Bundesregierung müsse "aktiv werden und die Bevölkerung vor den Gefahren solcher fragwürdigen Methoden zu warnen", so Katrin Vogler. "Eine Kampagne zur Stärkung des Selbstbewusstseins von Patientinnen und Patienten ist dringend erforderlich, auch, um sich gegen Therapieversuche zu wehren, die gar keinen ärztlichen Standards entsprechen." (nb)

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Tags: bundesregierung, homoheiler, ingrid fischbach
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Reaktionen zu "Bundesregierung lehnt Homo-"Heilung" ab"


 11 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
22.05.2014
18:39:54
Via Handy


(+4, 6 Votes)

Von Martin28a
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Scheinheilig


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#2
22.05.2014
19:52:08


(+5, 7 Votes)

Von Felix


Und wieso wird diese Gehirnwäsche, die schwerste psychische Schäden bis hin zum Selbstmord verursachen kann, dann nicht verboten?!


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#3
22.05.2014
19:53:59


(+6, 6 Votes)

Von Robin


Vor der EU-Wahl will man wohl noch ein paar Bonuspunkte sammeln, aber wenn man es ernst meinen würde, würde man das endlich verbieten, wie andere Staaten auch.


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#4
22.05.2014
20:11:05
Via Handy


(+6, 6 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von Felix


Tja, sie weicht aus und schiebt die Verantwortung auf die Länder. Ganz praktisch.

Man lehnt zwar selber ab, will aber die Erzkonservativen und die Katholibans der eigenen Partei nicht vor den Kopf stossen.

Dass LGBTI-Jugendliche weiter von ihren Scheiss- "Eltern" gegen ihren Willen zu solchen "Therapien" geschleppt werden interessiert die nicht. Genausowenig ob unsereiner an Schulen ungestraft fertiggemacht und in den Tod getrieben werden. Die freuen sich doch wenn es unsereiner schlecht geht und wir diskriminiert werden!

Auch wenn es heute den Anschein macht als sei unsere Gleichstellung nicht mehr wirklich aufzuhalten, will die Union die Diskriminierung wenigstens bis zum allerletzt möglichen Moment aufrecht erhalten. Bestimmt betet man auch für einen gesellschaftlichen Rollback. Ansonsten fühlt sich die braune Ossi- Pfarrerstochter Angela nicht ganz wohl. Hat sie ja selbst zugegeben.


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#5
22.05.2014
23:12:42


(-1, 3 Votes)

Von Oliver43


Ich finde es gut, dass sowohl die aktuelle Bundesregierung aus CDU und SPD als auch die letzte Bundesregierung aus FDP und CDU klare Position hier beziehen und Homo-Heilungen ablehnen. So hatte bereits auch die Vorgängerregierung auf eine schriftliche Anfrage der Grünen in der letzten Wahlperiode klar geantwortet, dass die Bundesregierung Homo-Heilungen ablehnt.

Es ist gut, dass bei diesem Thema alle (!) im Bundestag vertretenen Parteien klare Position beziehen und Homo-Heilungen ablehnen. Zumindest hier sind sich mittlerweile CDU/CSU, FDP, Grüne, SPD und Linkspartei einig.


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#6
22.05.2014
23:21:10


(-1, 3 Votes)

Von Oliver43
Antwort zu Kommentar #1 von Martin28a


@Martin28a
"Scheinheilig"

--> Ganz im Gegenteil !

Bereits 2008 hatte sich die CDU/FDP geführte Bundesregierung in einer guten Stellungnahmen sehr glaubwürdig gegen Homoheilungen positioniert und diese abgelehnt.

*
Link:
dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/080/1608022.pdf


Es ist sehr gut, dass sich die CDU/CSU seit Jahren bereits gegen Homoheilungen aussprechen und hier durch Bundesregierung als auch im BT klar positioniert haben.


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#7
23.05.2014
09:15:32
Via Handy


(+2, 4 Votes)

Von Petter


Jetzt verarschen sie uns wieder, während sie anderswo diese Wahnsinnigen hofieren.


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#8
23.05.2014
12:32:26


(+2, 4 Votes)

Von sperling
Antwort zu Kommentar #6 von Oliver43


und wo hat die union etwas konkretes gegen die homo-"heilerInnen" getan?

warum hat die union den versuch, zumindest die psychische misshandlung von minderjährigen gesetzlich zu verbieten, explizit abgelehnt?

wann hat frau merkel, die die dachverbände dieser kriminellen organisationen so gern besucht, dort kritik geübt?


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#9
23.05.2014
12:50:13


(-2, 2 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness
Antwort zu Kommentar #7 von Petter


Heul' doch!


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#10
23.05.2014
17:18:06


(+4, 4 Votes)

Von KMBonn
Aus Bonn (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 06.05.2012


Wäre es ernst gemeint und würden die verantwortlichen Politiker willens sein, zu erkennen, welch Schindluder da getrieben wird, könnte man damit rechnen, dass diesen dubiosen Kurpfuschern entsprechende Sanktionen drohten.

Entzug der Approbation, Verlust der Kassenzulassung etc - es gibt diverse Möglichkeiten.

Aber so ...

Aber was das Thema LGBT-Rechte betrifft, so glaub ich einer unionsgeführten Regierung nix. Die Merkel könnte mir erzählen, dass die Sonne im Osten aufgeht.

Ich würd nachschauen...


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