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  • 23.05.2014           21      Teilen:   |

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Stefan Kaufmann fordert volles Adoptionsrecht für verpartnerte Pflegeeltern

Artikelbild
Stefan Kaufmann hat beim Thema Homo-Rechte in seiner Partei einen schweren Stand (Bild: CDU/CSU-Bundestagsfraktion)

Nach der Umsetzung der Sukzessivadoption will der schwule Stuttgarter CDU-Chef häppchenweise weitere Rechte – für die Grünen ist das ein Beweis, wie sehr die Christdemokraten dem Kindeswohl schaden.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Stefan Kaufmann hat seine Partei aufgefordert, verpartnerten Schwulen und Lesben das Recht auf Volladoption zu gewähren, allerdings nur für eine bestimmte Gruppe. "Wir sollten im Rahmen einer Einzelfallprüfung die gemeinsame Adoption ermöglichen. Und zwar dann, wenn das Kind schon in der Betreuung des Paares war", so Kaufmann in der Freitagsausgabe der "Welt".

Am Donnerstagabend hatte der Bundestag – auf Anordnung des Bundesverfassungsgerichts – Lebenspartnern mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD bereits das Recht auf Sukzessivadoption gewährt (queer.de berichtete). Das bedeutet, dass ein eingetragener Lebenspartner das bereits adoptierte Kind seines Partners mitadoptieren kann. Laut Kaufmann sei dies ein "wichtiger Schritt in die richtige Richtung" gewesen, dem aber weitere folgen müssten.

Die Oppositionsfraktionen von Linken und Grünen hatten am Donnerstag die vollständige Gleichbehandlung von verpartnerten Paaren im Adoptionsrecht gefordert, ein entsprechender Antrag der Grünen war aber von Union und SPD abgelehnt worden.

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Beck: "Verfassungswidrige Diskriminierung"

Volker Beck glaubt, dass die Union dem Kindeswohl schadet - Quelle: Grüne NRW
Volker Beck glaubt, dass die Union dem Kindeswohl schadet (Bild: Grüne NRW)

Der Grünenpolitiker Volker Beck kritisierte den Vorstoß von Kaufmann, weil damit die "gleichheitswidrige und deshalb verfassungswidrige Diskriminierung" von Homo-Paaren fortgeführt werde: "Karlsruhe verlangt Gleichbehandlung von Ehe und Lebenspartnerschaft, alles andere ist erneute Diskriminierung". Er warf der Union vor, die Rechte von Kindern in Regenbogenfamilien zu beschneiden: "Die Adoption von Pflegekindern zeigt exemplarisch, dass die Unionsdiskriminierungspolitik zwar im Gewande des Kindeswohl daher kommt, tatsächlich aber dem Kindeswohl schadet."

Stefan Kaufmann ist seit 2011 Kreisvorsitzender der Stuttgarter CDU und hat aus seiner Homosexualität nie ein Geheimnis gemacht. Er setzte sich wiederholt für LGBT-Rechte innerhalb seiner Partei ein: So gehörte er 2012 zu den "wilden 13" innerhalb seiner Bundestagsfraktion, die eine Gleichbehandlung von eingetragenen Lebenspartnern im Steuerrecht forderten (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: stefan kaufmann, adoption, homo-ehe, stuttgart, cdu
Schwerpunkte:
 Adoptionsrecht
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Reaktionen zu "Stefan Kaufmann fordert volles Adoptionsrecht für verpartnerte Pflegeeltern"


 21 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
23.05.2014
12:27:55


(+7, 13 Votes)
 
#2
23.05.2014
12:37:36


(+5, 9 Votes)
 
#3
23.05.2014
12:48:43


(-6, 6 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Das ist wieder einmal typisch: die (schreckliches Wort) Sukzessivadoption wurde - wenn auch auf Druck des Bundesverfassungsgerichtes - endlich durchgesetzt und LGBTI-Sirene Volker Beck ist wieder auf Krawall gebürstet! Soviel Undank ist einfach widerlich!


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#4
23.05.2014
12:59:10


(-8, 12 Votes)

Von Oliver43
Antwort zu Kommentar #2 von Pippi


Das ist zwar sehr löblich von Herrn Stefan Kaufmann und sowieso es ist generell auch sehr zu loben, dass er, Jens Spahn aus dem Münsterland oder Herr Jan-Marco Luczak aus Berlin im Bundestag sich stark innerhalb der CDU für LGBT-Rechte einsetzen. Ihre Arbeit dort innerhalb der CDU sollte daher nicht runtergeschrieben werden, sondern es ist ein wertvoller gesamtgesellschaftlicher LGBT-Beitrag.

----------------------

Aber eigentlich hat es Manfred Bruns vom LSVD schon sehr treffend wieder einmal formuliert.

*
Link zu www.lsvd.de

"Dem Geist der Entscheidung des Verfassungsgerichtes entspricht das nicht. Karlsruhe hatte klargestellt: Unterschiede zwischen Ehe und Eingetragener Lebenspartnerschaft, welche die ungleiche Ausgestaltung der Adoptionsmöglichkeiten rechtfertigen könnten, bestehen nicht. Darüber setzt sich die Regierung Merkel frech hinweg. Dagegen hat der LSVD heute mit der Aktion Grundgesetz statt Bauchgefühl vor dem Bundeskanzleramt demonstriert.

Schon heute wollen Zweidrittel der Bürgerinnen und Bürger gleiche Rechte für Lesben und Schwule auch im Adoptionsrecht. Aber die Union setzt auf Diskriminierung: Sie verweigert gleichgeschlechtlichen Paaren pauschal das gemeinschaftliche Adoptionsrecht und schürt damit homophobe Vorurteile.

Aber das letzte Wort ist damit noch nicht gesprochen. Wenn die Politik sich weiterhin weigert, die notwendigen Schritte zur Gleichstellung zu gehen, muss das Bundesverfassungsgericht auch in dieser Frage das Ruder in die Hand nehmen. Wir sehen uns in Karlsruhe! "

---> Und wenn die Gleichstellung im Adoptionsrecht Frau Merkel, Herr Kauder oder die CSU weiterhin blockieren wollen, so ist dies nur noch erbärmlich und scharf abzulehnen, wie sich Frau Merkel und Herr Seehofer verhalten.

Es ist aber auch derzeit erbärmlich, wie sich die SPD hier im Bundestag verhält und einfach eingeknickt ist und auch dies sollten homosexuelle Wähler der SPD nicht verzeihen.

Aber die Rechtsprechung des BVerfG ist eindeutig und so werden Merkel und Seehofer erneut in Karlsruhe untergehen.


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#5
23.05.2014
13:03:40
Via Handy


(+2, 8 Votes)

Von FOX-News


Kaufmanns Vorschlag ist Unfug. Gleichstellung zu 100% muss das Ziel sein, nix anderes.

Volker Beck sollte mal zur Zahnreinigung gehen.


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#6
23.05.2014
13:10:25


(+7, 9 Votes)
 
#7
23.05.2014
13:41:41


(+9, 11 Votes)
 
#8
23.05.2014
14:04:20


(0, 4 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness
Antwort zu Kommentar #5 von FOX-News


Wozu gibt's Photoshop?


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#9
23.05.2014
14:43:26


(+3, 7 Votes)
 
#10
23.05.2014
18:59:53


(+1, 3 Votes)

Von 254twf


Ich hab dem SPD-Abgeordneten aus meinen Wahlkreis eine E-Mail geschrieben und ihm gesagt was für ein großes Arschloch er ist. Und das ist der Typ wahrlich! Ich hatte ihn nämlich vor der Bundestagswahl gefragt ob er immer für gleiche Rechte für gleichgeschlechtliche Paare stimmen wird, was er mir sogar schriftlich bejaht hatte. Gestern hat er aber gegen das volle Adoptionsrecht gestimmt. Ich habe ihm auch geschrieben, dass ich ihn nie wieder wählen würde und allen Menschen davon abraten würde den Typen zu wählen.

Ich rate jedem von euch mal dem SPD-Abgeordneten in eurem Wahlkreis zu schreiben! Bei einem Abstimmungsverhalten welches einer Minderheit auf verfassungswidrige Art und Weise gleiche Rechte vorenthält darf man es beim schreiben auch mal so richtig krachen lassen!


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