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  • 23.05.2014           49      Teilen:   |

Evangelische Kirche

Kirchenpräsident Jung unterstützt Gleichstellung im Adoptionsrecht

Artikelbild
Während die katholische Kirche verpartnerte Homosexuelle weiterhin nur als Sünder ansieht, spricht sich der Chef der evangelischen Landeskirche Hessen-Nassau für die Gleichbehandlung aus (Bild: EKHN)

Während die Union weiterhin am Adoptionsverbot für Homo-Paare festhält, sind Teile der evangelischen Kirche schon weiter.

Der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Volker Jung, hat sich am Donnerstagabend für ein generelles Adoptionsrecht eingetragener Lebenspartnerschaften ausgesprochen. Bei den Karlsruher Verfassungsgesprächen sagte er, dass es wichtig sei, Kindern "emotionale Stabilität" zu geben. Dies könne auch eine verantwortlich gelebte gleichgeschlechtliche Partnerschaft leisten. Deshalb sei das volle Adoptionsrecht aus Sicht Jungs für homosexuelle Paare möglich. Bisher können sie nur das bereits adoptierte oder das leibliche Kind des Lebenspartners mitadoptieren.

Grundsätzlich gelte es, alle Adoptionen zuerst am Kindswohl auszurichten, so Jung. Er sprach sich auch für eine Erweiterung des Grundgesetzes aus, in dem künftig das Kindeswohl noch deutlicher verankert sein müsse. Die Aufzeichnung der Veranstaltung aus Karlsruhe mit Kirchenpräsident Jung wird am Sonntag um 13 Uhr im TV-Sender "Phoenix" ausgestrahlt.

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Jung fordert gesellschaftlichen Kulturwandel "hin zu mehr Familie"

Jung forderte bei der Diskussion auch, das Ehegattensplitting zu überprüfen und Alleinerziehende besser zu fördern. "Das Splitting muss umgestaltet und an die Lebenssituation angepasst werden", so Jung. Familien würden zudem "nicht durch moralische Apelle, sondern bessere Bedingungen gestärkt". Außerdem müsse es einen gesellschaftlichen Kulturwandel "hin zu mehr Familie" gebe. Familien müssten vor der "Durchökonomisierung des Lebens" besser geschützt werden.

Die 14. Karlsruher Verfassungsgespräche standen unter dem Titel "Gesellschaft im Umbruch: Wie viel Schutz brauchen Ehe und Familie?". Bei den Gesprächen werden seit 2001 aktuelle, für Staat und Gesellschaft zentrale Kontroversen aufgegriffen. An der Veranstaltung nahmen dieses Jahr unter anderem auch der Münchener Kardinal Reinhard Marx teil, der die katholische Bischofskonferenz anführt. Außerdem dabei: Saarlands Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), die wie Marx die Gleichbehandlung von Homosexuellen im Adoptionsrecht ablehnt, sowie der grüne Bundestagsabgeordnete Volker Beck.

Zeitgleich zu den Gesprächen lehnte der Bundestag mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Adoptionsrecht ab (queer.de berichtete). In der Debatte begründete eine CDU-Rednerin die Entscheidung damit, dass Homosexuelle möglicherweise das Kindeswohl gefährden könnten.

Volker Jung gilt als einer der LGBT-freundlichsten Amtsträger in den deutschen Kirchen. Deshalb wird ihm in gut einem Monat die Kompassnadel des Schwulen Netzwerks NRW verliehen (queer.de berichtete). Mit dem Preis werden Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich um die Förderung der gesellschaftlichen Akzeptanz von Homosexuellen besonders verdient gemacht haben. Im queer.de-Interview erklärte Jung im März, dass die Kirche "kein homophober Block" sei, sondern sich gerade in Hessen-Nassau intensiv für die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare eingesetzt habe. (dk)

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Tags: evangelische kirche, volker jung, adoption
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Reaktionen zu "Kirchenpräsident Jung unterstützt Gleichstellung im Adoptionsrecht"


 49 User-Kommentare
« zurück  12345  vor »

Die ersten:   
#1
23.05.2014
14:51:10


(+10, 16 Votes)

Von finde ich gut


"Volker Jung gilt als einer der LGBT-freundlichsten Amtsträger in den deutschen Kirchen."

Man kann ihn durch Kirchenaustritt in dieser Position angenehm wirksam unterstützen.

Ganz direkt, ganz ohne Wahl durch ein kirchliches Gremium.

Die eingesparte Kirchensteuer, oder einen Teil davon , an Organisationen spenden, die Jungs Ansichten propagieren und steuermindernde Spendenbescheinigungen ausstellen dürfen.


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#2
23.05.2014
15:04:21


(+7, 11 Votes)

Von Zeitfenster
Antwort zu Kommentar #1 von finde ich gut


*lol*
Du Schelm! ;-)


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#3
23.05.2014
15:31:06


(+5, 9 Votes)

Von state of the art
Antwort zu Kommentar #2 von Zeitfenster


Ein Gebot der mitfühlenden Vernunft!


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#4
23.05.2014
16:09:09


(+1, 13 Votes)

Von Timm Johannes


Da lobe ich mir die lutherische Kirche und freue mich, dass nunmehr mit Volker Jung ein engagierter Kämpfer für unsere Sache in der EKD vorhanden ist - so wie Eva Brunne in Schweden.
Die Kompassnadel vom LSVD hat er redlich verdient. Nunmehr bin ich gespannt, ob er in der Landeskirche von Hessen-Nassau auch die Nackt-Gottesdienste einführt, die Eva Brunne zur Freude aller schwulen Männer in Stockholm so erfolgreich etabliert hat. Da werden sich spdDad und die anderen linken Vögel ärgern, wie fortschrittlich die evangelische Kirche sein kann. Nur die lutherische, die urinierte und die altkatholische Kirche kommen nämlich für uns schwule Männer als Religionsgemeinschaft in Frage. Und die Grünen! Und das ist nunmehr durch Herrn Jung und durch die Kompassnadel bestätigt. Da kann sich LINKEdad noch so aufregen. Und am Sonntag wähl ich CDU!!!


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#5
23.05.2014
16:34:04


(-10, 14 Votes)

Von Timm Johannes


@Fake Timm Johannes

Als lutherischer landeskirchlicher Christ freut es mich sehr, dass die Landeskirchen der EKD auch diesmal mit an der Spitze stehen und die Gleichstellung im Adoptionsrecht fordern.

So war es auch schon 2001 als die EKD das Grundsatzdokument "Verantwortung und Verlässlichkeit" veröffentlichten und darin die Einführung des Lebenspartnerschaftsinstitutes unterstützten.

So sind sie nunmal unsere unierten, reformierten und lutherischen Landeskirchen der EKD: sie stehen fest und treu an der Seite der Rechte homosexueller Paare.

Sehr lobenswert, das wir auch mit der Bischöfin Eva Brunne eine offen lesbsiche Bischöfin mit Familie in Stockholm haben.

Da kann es nur lauten. ÜBERTRETEN von der katholischen Kirche zu einer LGBT-freundlichen Landeskirche der EKD.

Homosexuelle Menschen sollten echt der homophoben katholischen Kirche den Rücken kehren und zu den Landeskirchen der EKD übertreten, denn dort erhalten sie auch nach ihrem Gang zum Standesamt einen öffentlichen Segnungsgottesdienst.


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#6
23.05.2014
16:41:29


(-5, 11 Votes)

Von Oliver43


Es ist doch immer wieder erfreulich, wie die Landeskirchen der EKD aber auch die altkatholischen Kirchen, die Quäker, die Unity Church, die Metropolitan Community Church, die Schwedische Kirche, die Dänische Kirche, die Norwegische Kirche, die Isländische Kirche, die United Church of Christ, die United Church of Canada, die Evangelical Lutheran Church in America, die Waldenser in Italien, die Protestantische Kirche der Niederlande, die reformierten Katonskirchen in der Schweiz, die Reformed Church in USA, die presbyterianische Church of Scotland, die anglikanische Episcopalchurch in den USA, die Anglican Church of Canada oder halt unsere deutschen Landeskirchen in der EKD sich hinter die Akzeptanz homosexueller Paare stellen, ihnen Segnungsgottesdienste oder in vielen dieser Kirchen Trauungsgottesdienste ermöglichen und nunmehr auch die Gleichstellung im Adoptionsrecht unterstützen.

Das alles geschieht bei den Katholiken, bei den orthodoxen Kirchen Osteuropas und den altorientalischen Kirchen nicht und ebenso bei einer Reihe evangelikaler Freikirchen wie den Baptisten und Pfingstlern und Zeugen Jehovas kommt hier keine Hilfe und Unterstützung - ganz im Gegenteil.

Daher ist ein Übertritt von den LGBT-feindlichen zu den LGBT-freundlichen Kirchen in Deutschland aber auch weltweit die richtige Entscheidung.

Als homosexueller Christ hat man/frau NICHTS in der katholischen Kirche verloren, denn es gibt bessere Kirchen für homosexuelle Christen !!!


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#7
23.05.2014
16:41:59


(-4, 8 Votes)

Von BWLer
Antwort zu Kommentar #1 von finde ich gut


Es hat zusätzlich den Vorteil, dass es jeder Kirchenaustritt die Bedeutung vom Timm Johannes in der Kirche erhöht!
Insgesamt eine rundum gute Sache.


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#8
23.05.2014
16:48:46


(+5, 7 Votes)

Von BWLer
Antwort zu Kommentar #7 von BWLer


@Fake BWLer

Not in my name!


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#9
23.05.2014
16:50:12


(-7, 11 Votes)

Von Oliver43
Antwort zu Kommentar #1 von finde ich gut


@finde ich gut
"Man kann ihn durch Kirchenaustritt in dieser Position angenehm wirksam unterstützen. "

Nö das kann man nicht. Nur durch einen Eintritt oder einen Übertritt zu den LGBT-freundlichen und homosexuellen Paaren kann man ihn unterstützen.

Und wer ein guter LGBT-Aktivist sein will, der tritt hier in Deutschland in eine Landeskirche der EKD ein oder geht zu den Altkatholiken oder zur Metropolitan Community Church.

Wer aber einfach Atheist ist, der kann dies auch sein, wenn das seine Haltung ist, aber er/sie muss wissen, dass es nunmal doch einen Gott und ein Leben nach dem Tod gibt und das ist doch sehr tröstlich zu wissen.


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#10
23.05.2014
16:53:05


(-3, 5 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness
Antwort zu Kommentar #1 von finde ich gut


Wie originell...


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