Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 24.05.2014           1      Teilen:   |

"In The Lonely Hour"

Verstecktes Coming-out: Sam Smith

Artikelbild
Wurde durch seine Mitarbeit an der Durchbruch-Single "Latch" der britischen House/Electronica-Band Disclosure international bekannt: Sam Smith (Bild: Universal Music)

Nach der genialen Debüt-Single "Money On My Mind" hat der britische Hipster-Boy das Album "In The Lonely Hour" veröffentlicht. Im Video zu "Leave Your Lover" ist er unglücklich in einen Mann verliebt.

Von Michael Thiele

Beginnen wir mit "Money On My Mind"! Wahnsinnig elegant schlängelte sich die Ende Januar erschienene Debüt-Single von Sam Smith mit ihren schnellen Trip-Hop-Beats und dem schmusigen Gesang ins Ohr. Immer wieder singt Sam: "I don't have money on my mind. I don't have money on my mind. I do it for the love. Just love." Seufz! Wer wünschte sich nicht, dass einem nur einmal solche Zeilen gesungen würden?

Tatsächlich reichten die drei Minuten und zwölf Sekunden von "Money On My Mind" aus, um einen Hype zu entfachen, der bereits durch Smiths vorangegangene Gastsänger-Jobs bei Naughty Boy und Disclosure sowie seine im Herbst veröffentlichte digitale EP "Nirvana" zu schwelen begonnen hatte. Im Vereinigten Königreich ging der Song direkt von null auf Platz eins. Auf der diesjährigen Newcomer-Liste der BBC, "Sound Of 2014", wurde Sam auf denselben gehoben. In Deutschland schaffte es "Money On My Mind" immerhin auf Platz 14 in den Charts. Es folgten ausverkaufte Konzerte, Zusatz-Shows und so weiter – obwohl es noch gar kein Album gab.

Fortsetzung nach Anzeige


Die Songs handeln "hundertprozentig von unerwiderter Liebe"

Das Debüt-Album "In The Lonely Hour" ist am 23. Mai 2014 bei Universal erschienen
Das Debüt-Album "In The Lonely Hour" ist am 23. Mai 2014 bei Universal erschienen

Das ändert sich nun mit "In The Lonely Hour". Darauf legt der ein bisschen pummelige, rotbäckige Hipster-Boy, der meist dunkle Klamotten sowie eine Tolle trägt und gerade einmal 21 Jahre jung ist, zehn Songs vor. Die dauern insgesamt eine gute halbe Stunde und handeln laut ihrem Sänger "hundertprozentig von unerwiderter Liebe". Wer einmal durchgehört hat, stellt erstaunt fest: Trotz soviel Liebe fällt in keinem einzigen Song das Wort "Girlfriend". Interessant!

Mit seinem Video zu "Leave Your Lover" hat Smith die Homo-Gerüchte (die er nicht kommentieren will) zudem weiter angeheizt: Dort ist er mit dem weiblichen Model Daisy Lowe und einem anderem Mann in Paris unterwegs, während er traurig singt: "Just leave your lover, leave him for me". In der letzten Einstellung dann die Überraschung: Man sieht den anderen Kerl mit seinem Liebhaber in einem Restaurant sitzen.

Vimeo | Das Video zu "Leave Your Lover"

Eine weitere Überraschung dürfte sein, dass sich der Opener "Money On My Mind" stilistisch komplett vom Rest der Platte unterscheidet. Auf "In The Lonely Hour" verlässt Smith die elektronischen Pfade und geht in Richtung Neo-Soul: Song Nummer zwei, "Good Thing", wird symbolisch von Streichern eröffnet, es folgen Big-Band-Getöse ("Lay me Down"), Soul-Chöre ("Stay With Me") und flauschige Disney-Film-Atmo ("Leave Your Lover"). Treu bleibt der Brite allein seinem Falsettgesang, der in "Life Support" – neben "Money On My Mind" der gelungenste Track – seinen wirklich beeindruckenden Höhepunkt erreicht.

Schnell wird klar: Diese über weite Strecken doch recht altbackene, pathetische Instrumentierung und Produktion passen nicht wirklich, überzeugen nicht wirklich, und es ist ein Rätsel, warum sich Sam überhaupt auf sie eingelassen hat. Seine Songs, die übrigens unter der Mitarbeit von Linda Perry entstanden sind, sind gut und haben einen moderneren Sound verdient – den der so vielversprechenden Vorab-Single "Money On My Mind".

Links zum Thema:
» In das Album bei Amazon reinhören
» Homepage von Sam Smith
» Fanpage auf Facebook
Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher ein Kommentar | FB-Debatte
Teilen: 31             2     
Service: | pdf | mailen
Tags: sam smith, in the lonely hour
Schwerpunkt:
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

Reaktionen zu "Verstecktes Coming-out: Sam Smith"


 1 User-Kommentar
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
24.05.2014
14:59:45


(+5, 5 Votes)

Von krank


ohne go-go-girls an der stange geht in diesem business anscheinend nichts mehr.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 


 CD - POP

Top-Links (Werbung)

 CD



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Israel: Gleichstellung ausländischer Homo-Partner geplant Tag der Menschenrechte: EKD wirbt für LGBTI-Gleichbehandlung Die Poesie der ersten schwulen Liebe US-Politiker: Homo-Paare sind von Dämonen besessen
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt