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Ermittelt wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung und Sachbeschädigung (Bild: _dchris / flickr / by 2.0)

In Prenzlauer Berg wurden zwei Männer beleidigt, geschlagen und getreten. Der Staatsschutz ermittelt.

Erneut ist es in Berlin zu einem offenbar homophob motivierten Übergriff gekommen. Wie die Polizei berichtet, habe ein Kuss zwischen zwei Männern im Stadtteil Prenzlauer Berg offenbar dazu geführt, dass sie von einer Gruppe beleidigt, verfolgt und angegriffen wurden.

Kurz nach vier Uhr waren die 37 und 39 Jahre alten Männer in der Nacht zum Samstag nach einem Lokalbesuch auf dem Weg nach Hause, so die Meldung der Polizei. Hinter ihnen liefen drei Unbekannte, die den Kuss sahen und den Männern an der Ecke Cantian- / Gaudystraße homophobe Beleidigungen zuriefen. Im Anschluss folgten sie laut der Polizei den beiden Männern in die Sonneburger Straße.

"Während sich das Paar im Hausflur befand, versuchten die Verfolger, die Haustür gewaltsam zu öffnen. Obwohl sich die Beiden gegen die Eingangstür stemmten, gelang es einem der Täter, eine kleine Scheibe herauszutreten, hindurchzugreifen und die Türklinke zu betätigen", heißt es im Polizeibericht. "Im Hausflur attackierte dieser dann den 37-Jährigen mit einem Fußtritt gegen den Kopf, während ein zweiter dem 39-Jährigen mit der Faust ins Gesicht schlug. Anschließend flüchtete das Trio unerkannt in Richtung Gaudystraße."

Die beiden Angegriffenen wurden leicht verletzt. Die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung und Sachbeschädigung hat der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt übernommen. Nach ersten Ermittlungen haben nur zwei der drei Unbekannten das Paar angegriffen; die dritte Person habe hingegen versucht, beschwichtigend auf seine Begleiter einzuwirken.

Aus Berlin werden immer wieder homo- oder transphob motivierte Übergriffe gemeldet. Zugleich weisen Pressemitteilungen der Polizeien anderer Bundesländer weniger konsequent oder gar nicht auf entsprechende Hintergründe hin. (pm)



#1 HugoAnonym
  • 24.05.2014, 17:05h
  • Hohe Geld- und Haftstrafen, anschließend Sozialstunden ab 1 Jahr, vorausgesetzt sie werden gefasst.
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#2 Harry1972Profil
  • 24.05.2014, 17:31hBad Oeynhausen
  • Training in Selbstverteidigung und dann gibt's richtig was auf die Mütze.
    Was anderes fällt mir dazu nicht mehr ein.
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#3 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 24.05.2014, 17:54h
  • Einer von dreien hat versucht die anderen davon abzuhalten. Die CDU-SPD-Koalition wird das sicherlich beim Berliner Parteien-CSD vom Aktionsbündnis als Erfolg ihrer aufs Eis gelegten #ISV zu feiern wissen. Viellcht mit einem leckeren Stück Regenbogen-Kuchen.
    www.berlin.de/lb/ads/gglw/isv/#gew
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#4 timpa354Ehemaliges Profil
  • 24.05.2014, 18:12h
  • Lasst mich raten , die finden die Aggressoren sowieso nicht. Da gibt es dann plötzlich keine Überwachungskameras mehr.
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#5 David77Anonym
  • 24.05.2014, 18:14h

  • Ich bin es langsam leid!! Wann wird endlich zurückgeschlagen? Wann kommt endlich mal die meldung, dass homophobe arschlöcher verprügelt werden? Ich wäre für eine pink patrol, die versteckt bewaffnet rumläuft, homophobe reaktionen provoziert und dann zurückschlägt.
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#6 seb1983
  • 24.05.2014, 18:16h
  • Antwort auf #2 von Harry1972
  • Der wöchentliche Bericht aus Berlin halt.

    Da ist leider was dran. Bin schon seit Jahren im Verein aktiv, es macht in erster Linie Spaß, man schafft dazu lauter kleine Mulitplikatoren als Schwuler und es gibt nebenbei Selbstvertrauen was vielen Schwulen gut tun würde.
    Wenn es mal drauf ankommt weiß man aber auch was zu tun ist.
    Inzwischen kommt es auch hier auf dem platten Land regelmäßig vor dass völlig grundlos einfach zugeschlagen wird, vor dem Club, in der Unterführung, in der Fußgängerzone.
    Motive reichen von Homohass bis zu bloßer Langeweile, 99% der Opfer sind Hetero...

    Die einzige Lösung: Falls der erste handgreiflich wird eins in die Fresse verpassen und schon sieht der Rest dass sie sich das falsche Opfer ausgesucht haben.
    Wichtig: Sofortige Strafanzeige danach nicht vergessen und Notwehr reklamieren, die Kerle haben oft genug Erfahrung mit Gerichten um sonst gegen das Opfer auch noch Anzeige wegen Körperverletzung zu erstatten, alles schon erlebt bei Bekannten.
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#7 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 24.05.2014, 18:17h
  • Wieder eine unnötige und menschenverachtende Greueltat in Deutschlands Hauptstadt! Wann hört das endlich auf???
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#8 Rechts-StaatAnonym
  • 24.05.2014, 18:44h
  • Und auch dieses Hassverbrechen wird weder als solches erfasst noch geahndet oder gar in Übereinstimmung mit internationalen demokratischen Rechtsstandards bestraft werden.

    Der Nachfolgestaat des deutschen Faschismus bleibt seiner Tradition treu.
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#9 RobbyEhemaliges Profil
  • 24.05.2014, 19:14h
  • Antwort auf #2 von Harry1972

  • Ich habe mal ein Selbstverteidigungstraining gemacht. Manchmal hilft es was, aber wenn diese Homo-Hasser in der Überzahl sind, bewaffnet - Messer, Schlagringe etc. - sind oder körperlich wesentlich stärker sind als man selbst ist, dann nützt dieses Training leider nicht viel bis gar nichts. Ich hab das damals bei den beiden Angriffen der Rechten gesehen. Das eine Mal in der Klappe in München waren wir 5 Schwule, die von 10 mit Stöcken und Schlagringen bewaffneten Rechten angegriffen und zusammengeschlagen wurden. Beim zweiten Zusammenstoß mit Rechten - diesmal in einem Park in Regensburg in der Nähe des Bahnhofs - wurde ich plötzlich von 8 Rechten umringt, angegriffen und fertiggemacht. Klar, wenn Du es mit EINEM Gegner zu tun hast, hast Du durch so ein Training gute Chancen, ein Angriff abzuwehren. Aber vergiß trotzdem bitte eines nicht: Diese verdammten gewaltbereiten Homo-Hasser - ob rechts oder nicht - treten normalerweise eben nicht allein, sondern ganz BEWUSST in Gruppen, in der Überzahl auf, weil sie sich innerhalb dieses Mobs stark fühlen.
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#10 RobbyEhemaliges Profil
  • 24.05.2014, 19:24h
  • Antwort auf #6 von seb1983

  • Mag ja sein. Trotzdem geht es in diesem Artikel nicht um irgendwelche Hetero-Opfer - wenn ich das mal so provokativ sagen/schreiben kann - sondern um einen ausdrücklich durch Homo-Hass motivierten Angriff. Und solche homophoben Übergriffe haben seit Juni letzten Jahres massiv zugenommen und werden wahrscheinlich noch mehr ansteigen, da die Homo-Hasser ja von den homophoben Äußerungen und Aktionen der 'tollen' Politiker und Religioten weiter angespornt werden.
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