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  • 25.05.2014           90      Teilen:   |

Europa & Co.: Die Wahlen im Ticker

Artikelbild
Cédric Puisney / flickr / cc by-nd 2.0 (Bild: Das Europaparlament in Straßburg)

Rund 400 Millionen Wahlberechtigte stimmen am Sonnntag über die Sitzverteilung im Europäischen Parlament ab. Offizielle Ergebnisse gibt es erst ab 23 Uhr, aber bereits zuvor gibt es Hochrechnungen und Prognosen aus diversen Ländern.


Live-Ticker (abgeschlossen, chronologisch)

26.05, 02:10h Hier wird irgendwann in der Nacht die Liste mit den gewählten Kandidaten veröffentlicht. Es gibt derzeit noch unterschiedliche Angaben, ob Martin Sonnenborn es ins Parlament geschafft hat – oder ob die Freien Wähler auf zwei Sitze kommen. Auch bei der Union, die als einzige Partei Landeslisten hat, ist etwa offen, ob der Berliner Kandidat Joachim Zeller seinen Sitz verliert. Er war einer von zwei Unionsabgeordneten, die in der letzten Legislaturperiode zu null Prozent für Vorlagen stimmten, die für LGBT wichtig waren. Der andere Nullprozenter, der CDU-Abgeordnete Bernd Posselt, ist auf CSU-Listenplatz 6 ebenfalls ein Wackelkandidat.

Wir wollen den Ticker hiermit beenden und bieten noch zwei Begriffe für den nächsten Politik-Party-Talk: PETO und Castrillo Matajudios.

01:54h Während in Deutschland gerade etwas Unklarheit über die endgültige Sitzverteilung herrscht, melden die Kollegen von Pink News, das mit David Coburn der erste offen schwule Abgeordnete aus Schottland nach Straßburg zieht. Seine Partei: Die rechtspopulistische und europaskeptische UKIP. Für die gleiche Partei zieht aus der englischen Region East Midlands auch Roger Helmer erneut ins Parlament, er war durch mehrere homophobe Sprüche aufgefallen. Homosexuelle verdienten keinen Respekt, hatte er einst gesagt, die Öffentlichkeit sollte das Recht haben, sie nicht zu mögen.

01:10h Das Ergebnis aus Deutschland nach Auszählung aller Wahlkreise: CDU 30,0 Prozent (-0,6), SPD 27,3 (+6,5), Grüne 10,7 (-1,4), FDP 3,4 (-7,6), Linke 7,4 (-), CSU 5,3 (-2), Freie Wähler 1,5, Tierschutz 1,2, Familie 0,7, Piraten 1,4, ÖDP 0,6, AfD 7, NPD 1,0, Partei 0,6.

01:08h Noch sind europaweit nicht alle Sitze vergeben, das nächste Europaparlament wird aber in etwa so aussehen wie dessen aktuelle Prognose:

00:22h Großbritannien: Das Ergebnis aus Englands Nordwesten ist noch nicht verkündet, aber einer der Schockgewinner der letzten EU-Wahl, Nick Griffin, hat bereits eingestanden, dass er seinen Sitz verloren hat. Der Boss der British National Party hatte immer wieder durch ausländerfeindliche und homophobe Sprüche auf sich aufmerksam gemacht.

In Schottland kommt UKIP mit zehn Prozent offenbar nur auf den vierten Platz, das könnte aber noch immer für einen Sitz reichen; die SNP liegt deutlich vor Labour und Konservativen. In England liegt UKIP nach rund einem Drittel der Wahllokale bei 29 Prozent, Labour liegt mit 24 Prozent vor den Konservativen mit 23 Prozent.

00:14h Das offizielle Endergebnis aus Deutschland wird man gleich hier finden, samt den absoluten Zahlen. Fünf Wahlkreise fehlen noch, und die AfD kommt auf 7,0 Prozent, dafür waren 1,953 Millionen Stimmen nötig – Die CSU kommt nur auf 1,5 Millionen. 218.000 Menschen in Deutschland wählten NPD, 108.000 Republikaner. Weitere absolute Zahlen, die in Prozent weniger dramatisch klingen: Die Partei Bibeltreuer Christen hatte 54.000 Anhänger, AUF mit Spitzenkandidatin Christa Meves 49.400. Die Satiriker der Partei erzielten übrigens 164,000 Stimmen – das wird offenbar doch noch für einen Sitz reichen.

25.05, 23:43h In Spanien landen die regierenden Konservativen mit rund 26 Prozent auf dem ersten Platz, die Sozialisten erzielen 23 Prozent. Auf dem dritten Rang landen die Linken mit gut zehn Prozent.

23:17h Großbritannien: UKIP könnte bei den Stimmen landesweit auf Platz 1 gelandet sein, vor den Sozialdemokraten und Konservativen. Das Ergebnis in Sitzen wird noch dauern: Die Engländer haben ein komplexes, nach Regionen geordnetes System. So lagen bei der Europawahl vor fünf Jahren die Grünen deutlich vor der rechtsextremen BNP, holten aber weniger Sitze. Die Ergebnisse werden nach und nach verkündet, obwohl die Briten bereits am Donnerstag gewählt haben. Britische Medien durften bis um 23 Uhr nicht mal die Ergebnisse aus anderen Ländern vermelden.

23:14h Italien: Die regierenden Sozialdemokraten kommen auf 33 Prozent, die Grillo-Partei auf 26,5 Prozent und Forza Italia auf 18.

22:52h Rechte und euroskeptische Parteien könnten mit bis zu 130 Sitzen je nach Fraktionsbildung drittstärkste Fraktion werden. Zur Bildung einer Fraktion sind Abgeordnete aus sieben Ländern nötig.



Wochen-Umfrage: Mit Euro-Kritik und Homophobie erzielte die AfD 7,0% bei den Europawahlen. Wird sie sich im Parteienspektrum etablieren? (Ergebnis)

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Tags: europäische union, wahl
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Reaktionen zu "Europa & Co.: Die Wahlen im Ticker"


 90 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
25.05.2014
18:15:34


(+13, 17 Votes)

Von Robin


Schlimm, dass die homohassenden Rechtspopulisten der AfD mit ihrer extremistischen Spitzenkandidatin Beatrice von Storch auf über 6% gekommen sind.

In Deutschland kann man wohl nach wie vor mit Rechtspopulismus Erfolge feiern.


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#2
25.05.2014
18:17:29


(+11, 15 Votes)

Von XDAS


Über den Erfolg der CDU, AfD, NPD und Familienpartei braucht man gar nichts mehr zu sagen - Nazis verdienen keine Kommentierung.

Dass aber auch die SPD für ihren Wahlbetrug auch noch belohnt wird und Stimmen dazu gewinnen konnte, zeigt, dass viele Wähler wohl belogen und betrogen werden wollen.

Deutschland will betrogen werden, also werde es betrogen...


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#3
25.05.2014
18:29:57


(+8, 12 Votes)

Von Fennek


Ich bin schockiert:
- 6,5% für die homohassende AfD
- zwar Verluste für die Union, die aber immernoch viel zu stark ist und nach wie vor Deutschlands stärkste Partei
- Gewinne für die Wahlbetrüger von der SPD
- vermutlich jeweils 1 Sitz für die NPD, die Familienpartei, die ÖDP und andere Homohasserparteien

Die einzigen guten Nachrichten sind die starken Verluste der FDP, die nach wie vor bei 3% dümpelt und das gute Ergebnis der homofreundlichen Tierschutzpartei, die unter den kleinen eine der erfolgreichsten Parteien ist.


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#4
25.05.2014
18:31:00


(+7, 9 Votes)

Von Yannick


Und wieder mal zeigt sich, wofür die Abkürzung FDP steht:

FDP: Fast Drei Prozent


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#5
25.05.2014
18:32:19


(+10, 16 Votes)

Von ARD und ZDF
Antwort zu Kommentar #1 von Robin


Und wer sieht, wie die öffentlich-rechtlichen Sender diese Verbrecher auch in der "Wahlberichterstattung" hofieren, anstatt ihren widerlichen Nationalchauvinismus, ihren Rassismus, ihren Homohass und Klassismus - welche ohnehin nur die logische Fortsetzung der herrschenden bürgerlichen Politik sind - zu entlarven, der weiß auch, was solche Ergebnisse erst ermöglicht.


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#6
25.05.2014
18:43:53


(-5, 13 Votes)

Von Miro


"18:14h Eine Hochrechnung aus Österreich zeigt das Erstarken der Rechten: ... Grüne 14,6 (+4,6)"

Aha.


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#7
25.05.2014
19:00:56


(+8, 12 Votes)

Von Peer


Mit dem europaweit guten Abschneiden der Rechtspopulisten und Rechtsextremisten wird die weitere Arbeit für Homorechte in der EU und allen Mitgliedsstaaten (inkl. Deutschland) deutlich schwerer werden.

Nachdem jahrelang die EU mehr Homorechte erzwungen hat (was teilweise von Angela Merkel torpediert wurde, die z.B. besseren Diskriminierungsschutz verhindert hat), könnte es jetzt in die andere Richtung gehen.

Das Zeitfenster ist jetzt erst mal geschlossen.

Jeder, der nicht gewählt hat oder Parteien wie die Union gewählt hat, hat dazu beigetragen. Und auch diejenigen, die in den letzten Jahren bei Bundestagswahlen die Union gewählt haben, die ja viel in der EU blockiert hat.

Wir könnten bereits heute in der ganzen EU viel weiter sein, wenn Deutschland dank der Unions-Regierung nicht laufend blockiert hätte. Und jetzut sind überall die Rechtspopulisten stark genug, um da mitzumachen.


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#8
25.05.2014
19:28:54


(+7, 11 Votes)

Von ehemaligem User Defragmentierung


Dieses Wahlergebnis ist wohl nur mit Hilfe des Stockholm-Syndroms zu begreifen. Selbst die von Kohl initiierten Analphabetisierung Deutschlands reicht als Erklärung für die Wiederbestätigung dieser kriminellen Cliquen durch die Wähler nicht aus. Auch wenn die Dreierbande Merkel, Mohn & Springer 90% der Medien in Deutschland kontrollieren, verbleiben immer noch genug Informationskanäle aller Art. Was ist nur los mit den Leuten? Die niedrige Wahlbeteiligung ist mir ein eben solches Rätsel: In meinem Umfeld hat jeder gewählt. Lebe ich in einem Elfenbeinturm? Aber egal wo ich wohne, wenn ich aus dem Fenster sehe, sehe ich jedenfalls schwarz.


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#9
25.05.2014
19:32:55


(-8, 12 Votes)

Von Oliver43


Erschreckend ist:

1. Erstmals ist ein rechtsradikaler Deutscher im Parlament:

* Udo Voigt als NPD-Spitzenkandidat sitzt im Europaparlament

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2. Auch die leicht homophobe Kleinstpartei die Familienpartei schickt einen Abgeordneten:

Arne Gericke als Spitzenkandidat der Familienpartei sitzt im Europaparlament.

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Erfreulich ist das jeweils die Tierschutzpartei und die ÖdP mit einem Abgeordneten im Europaparlament sind, das wird Themen der Ökologie dort helfen. Und auch die Piratenpartei schickt einen Abgeordneten in das Europaparlament sowie die Freien Wähler schicken einen Abgeordneten.

-------------------------

Bedauerlich ist der Absturz der FDP.

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Grüne und Linkspartei haben ungefähr ihre Ergebnisse gehalten.

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Die CDU wird erneut stärkste Kraft, aber sie hat ihr schlechtestes Wahlergebnis bei einer Europawahl. Die CSU ist stark abgestürzt.

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Die SPD gewinnt hinzu, aber das war zu erwarten, weil sie bei der letzten Europawahl abgestürzt war.

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Erstmals aber zieht die AfD aus den Stand in das Europaparlament und dürfte der Wahlsieger des Abends sein. Mit der homophoben Politikerin Storch zieht eine dezidiert homophobe Abgeordnete in das Europaparlament.

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Fazit: Bis auf den Einzug der AfD hat sich aus deutscher Sicht im EP nicht viel verändert. Es dürfte danach im EP erneut eine Grosse Koalition regieren.


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#10
25.05.2014
19:37:48


(+8, 10 Votes)

Von Yannick
Antwort zu Kommentar #7 von Peer


Leider wahr!

Die EU könnte bei Homo-Gleichstellung viel weiter sein, wenn Deutschland nicht die letzten Jahre blockiert hätte.

Und jetzt mittlerweile haben sie dank des Rechtsrucks genug Verbündete...

Tja, leider haben viele Leute immer noch nicht kapiert, wie wichtig die EU-Wahl ist! Die Wahlbeteiligung ist zwar leicht gestiegen, aber immer noch ein Armutszeugnis.


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