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Katrin Suder soll den Bendlerblock auf Linie bringen (Bild: McKinsey)

Als neue Staatssekretärin wird die Unternehmensberaterin Katrin Suder voraussichtlich die künftige Rüstungspolitik in Deutschland koordinieren.

Die offen lesbische Unternehmensberaterin Katrin Suder soll nach Medienberichten im Sommer neue Staatssekretärin im Bundesverteidigungsministerium werden und für den Rüstungsbereich zuständig sein. Derzeit leitet die parteilose 42-Jährige den Bereich Öffentlicher Sektor bei McKinsey. Die Physikerin arbeitet bereits seit dem Jahr 2000 für die amerikanische Unternehmensberatung. Suder lebt mit ihrer Partnerin in Berlin-Kreuzberg und hat zwei Kinder im Alter von drei Jahren und fünf Monaten.

Bei McKinsey befasste sich Suder unter anderem mit Diversity Management und warb öffentlich dafür, homosexuelle Mitarbeiter besser zu integrieren. So trat sie unter anderem bei einer schwul-lesbischen Karrieremesse auf (queer.de berichtete).

Ernennung ist umstritten

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte bereits mit Suder zusammengearbeitet, als sie noch das Arbeitsministerium anführte. Damals hatte McKinsey unter anderem eine Studie zum Fachkräftemangel für von der Leyen erstellt. Im Ministerium soll es aber Bedenken gegen die Ernennung geben.

"Das wird bei vielen Generälen allergische Reaktionen auslösen", so ein "Bundeswehr-Insider" gegenüber "Bild". Allerdings könne "unseren verkrusteten Laden am ehesten eine Frau von außen aufbrechen". Ein führender Offizier kritisierte gegenüber tagesschau.de, dass von der Leyen eine "Laienschar" um sich versammle, da die Verteidigungsministerin sämtliche Staatssekretäre durch weitgehend fachfremdes Personal ersetzt hatte. Zudem warnte ein Unionsabgeordneter, die Ernennung könne ein "Gschmäckle" haben, falls das Verteidigungsministerium McKinsey mit einer Studie über den Rüstungssektor beauftragt, wie es von einigen Experten erwartet wird.

Der Posten des Staatssekretärs wurde im Februar frei, nachdem die Verteidigungsministerin den bisherigen Amtsinhaber Stéphane Beemelmans wegen des Skandals um die Euro-Hawk-Drohne gefeuert hatte.

Erst vor wenigen Monaten hatte die neu ernannte Umweltministerium Barbara Hendricks (SPD) für Aufsehen gesorgt, als sie sich als erste deutsche Ministerin als lesbisch outete (queer.de berichtete). (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 26.05.2014, 14:10h
  • Schön, daß der "Mutter der Kompanie" jetzt eine so kompetente Mitarbeiterin zur Seite steht.
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#2 UebersetzerAnonym
#3 Hanna SophieAnonym
#4 wahlergebnisAnonym
  • 26.05.2014, 14:34h
  • Antwort auf #2 von Uebersetzer
  • tja, und dieselben leute, die sowas anscheinend für eine "errungenschaft" halten, die von der breiten masse von schwulen und lesben zu bejubeln oder zumindest ohne jedes kritische wort einfach so zu konsumieren sei, wundern sich dann über wahlerfolge von "rechtspopulisten"...

    wieviel müssen npd, afd usw. eigentlich draufsatteln, um mehr kriegs- und militarisierungspolitik zu bieten?
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#5 DrohnenkönigAnonym
#6 timpa354Ehemaliges Profil
  • 26.05.2014, 14:43h
  • Bravo, die beste soll den Posten haben und offenbar ist sie die beste. Den Männerklüngelstall Bundeswehr aufzubrechen, ist auch nicht die falscheste Entscheidung. Hätte ich von der Leyen gar nicht zugetraut, bin angenehm überrascht.
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#7 sperlingAnonym
#9 timpa354Ehemaliges Profil
  • 26.05.2014, 14:48h
  • Antwort auf #3 von Hanna Sophie
  • Wie Bitte? Welche Familie? Du bist zu ungenau meine Liebe, wenn du mitreden willst. Keiner versteht was du eigentlich sagen willst, also in Zukunft genauer ausdrücken, das ist ja wohl das mindeste, was man an Ausdrucksfähigkeit erwarten kann.
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