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In der Gesundheitspolitik hat die SPD-Ministerin kein glückliches Händchen. Der Zensur-Fall bei der Aids-Hiilfe zeigt: Auch von Prävention versteht sie nichts.

Von Dennis Klein

Zum Welt-Aids-Tag gab Ulla Schmidt mit ernster Miene Interviews darüber, welche Gefahr von HIV nach wie vor ausgeht - und wie sehr vor allem Jugendliche aufgeklärt werden müssten. Zur gleichen Zeit hat die ihrem Ministerium unterstehende Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung die Deutsche Aids-Hilfe gezwungen, ihre schwulen Info-Broschüren vom Netz zu nehmen (siehe queer.de-Artikel). Und das, obwohl die online gestellten Bilder harmloser waren als so manche Folge der "Lindenstraße". Um Kontroversen aus dem Weg zu gehen, wird hier zum Mittel der Zensur gegriffen.

Die Argumentation ist dürftig: Die Broschüren sollten sich direkt an die Zielgruppe wenden und nicht an die breite Öffentlichkeit - als ob die breite Öffentlichkeit die Seite www.aidshilfe.de anklickt, dann nach dem "schwulen Link" sucht und sich anschließend erschreckt, dass dort mal ein halbnackter Mann zu sehen ist. Demgegenüber steht der schwule Jugendliche, der sich bei Fragen Safer Sex jetzt erst umständlich die Broschüren bestellen soll - was viele nicht tun werden, da sie noch ungeoutet bei den Eltern wohnen und die Broschüren im Briefkasten wohl einige Fragen aufwerfen würden. Sicher, er findet die Informationen auch woanders im Netz, wenn er nur genug sucht. Der Präventionsarbeit schadet es trotzdem, da dem einen oder anderen die Sucherei zu viel sein könnte.

Nicht nur dem ungeouteten Jugendlichen sondern auch Positiven macht Frau Schmidt das Leben nicht gerade einfacher. In diesem Jahr wurde sie von der Deutschen Aids-Hilfe schon heftig für ihre Gesundheitsreform kritisiert. Weil nicht verschreibungspflichtige Medikamente nur noch in Ausnahmefällen von den Kassen ersetzt werden, kamen immense Mehrkosten gerade auf HIV-positive Patienten zu. Experten befürchten, dass so mancher seine Behandlung deswegen abbricht.

Anscheinend ist Frau Schmidt etwas überfordert - anstatt dazuzulernen oder das Amt zur Verfügung zu stellen, wurstelt sie weiter. Dafür hat sie sich die "Homogurke" redlich verdient.

17. Dezember 2004



22 Kommentare

#1 manni2Anonym
  • 18.12.2004, 09:06h
  • Was soll es, wer nimmt diese Frau? noch ernst.

    Ich nur Praxisgebühr...wo bleibt denn nun dies Preissenkung der Kassen!!!!!!!!!! ??????????
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#2 ManuelAnonym
  • 18.12.2004, 09:33h
  • Unsere gute Ulla, hat auch mit dieser Aktion offen bewiesen das sie offensichtlich nur von 12 bis Mittags denkt.

    Und zu meinem Vorgänger, die Beiträge werden gesenkt wenn mit den Einsparungen die Schulden der letzten Jahre zurück gezahlt worden sind. Und bei der Politik der letzten Jahre kann das noch etwas dauern.
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#3 Ullalalalla SchmidtAnonym
#4 DanielAnonym
  • 18.12.2004, 13:22h
  • Ulala Schmidt hat mal wieder ihren Ruf als inkompetenteste Ministerin der Bundesrepublik unter Beweis gestellt. Eine Frau ohne Konzept, ohne Ahnung und ohne Hirn. Ach Ulala, wärest Du doch Lehrerin geblieben.
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#5 BurkhardAnonym
  • 18.12.2004, 21:28h
  • Ach Ulla, sei nicht traurig über all die Angriffe!! DEINE ZEIT KOMMT SCHON BALD!!!
    Der Karneval/Fascging steht vor der Tür und Du darfst dahin, wo Du hingehörst....
    IN DIE BÜTT!!! Allaf und Helau
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#6 DavidAnonym
  • 19.12.2004, 15:27h
  • ...und ich kann mich zum 234234.male wiederholen:
    WOFÜR gibt es Sexualkundeunterricht in den Schulen?!?!?
    Verhütung bedeutet lediglich Vorbeugung von ungewollten Schangerschaften, das Kondom wird nur als eine Möglichkeit von mehreren erklärt.
    Und Aufklärung wird wieder mal nur als das erklärt, was zwischen Mann und Frau läuft...
    Na prima!
    Mit den Fumtionsweisen des weibliches Körpers und Aufklärung wie die Pille benutzt wird, ist einem ungeouteten, ahnungslosem homosexuellem Jugendlichen herzlich wenig geholfen...
    WO ist denn DA bitteschön die Zielgruppe?
    Während der AIDS-Hysterie wurde das Thema lediglich auf Schwule begrenzt.
    Jetzt ist es umgekehrt: Jetzt blendet man diese "Zielgruppe", die es aufzuklären gilt, aus.
    Ich habe vor meinem Coming Out, bevor ich andere traf, NULL Ahnung vom Thema Safer Sex gehabt - erst als ich in die Szene kam, wurde ich "aufgeklärt". Und das erst mit 21!!!
    Was ist denn mit denjenigen, die sich nicht in die Szene trauen?
    Ist denn das Internet etwa nicht für die Leute eine Möglichkeit?
    Dann MUSS man diese auch nutzbar machen!
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#7 Spreewälder GurkeAnonym
  • 21.12.2004, 20:16h
  • Das Konzept Homo-Gurke bleibt unklar:
    Geht der Preis an schwulenfeindliche Akteure oder an Leute, die nicht stimmig mit ihrer Grundhaltung handeln?
    Die Reihe der Preisverleihungen scheinen keinen der Grundgedanken zu gehorchen. Also redaktionelle Willkür.

    Im übrigen: Ganz so erfolglos ist diese Gesundheitsministerin bei ihren Reformen nicht, wenn auch die Ergebnisse nicht jedem schmecken.
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#8 DavidAnonym
  • 21.12.2004, 22:41h
  • WO ist dann aber der Erfolg einer Reform, wenn das viele Geld, was die Krankenkassen erwirtschaftet haben, nicht als Beitragssenkungen weitergegeben werden?
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#9 SchuldenAnonym
#10 xxxAnonym
  • 22.12.2004, 22:33h
  • Na, dass unsere Ulla kein bisschen Ahnung hat von dem, was sie tut, ist doch nichts Neues. Wie soll sie das auch als studierte Grundschul-, Hauptschul- und Sonderpädagogiklehrerin an der Spitze des Gesundheitsministeriums???
    Wenn ich eine neue Frisur will, gehe ich zum Friseur, wenn ich Brötchen will, zum Bäcker, wenn mein Auto kaputt ist, zum Kfz-Mechaniker. Wenn ich Anweisungen will, die für tausende von Ärzten, Pflegern und Apothekern bindend sind, dann frag ich ne Lehrerin?! Alles klar!
    Schade nur, dass Ullas unsinnige Anweisungen Leben kosten.....
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