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Ein Novum auf dem Kontinent

Erste lesbische Ministerin in Südafrika


Lynne Brown ist neu im Kabinett von Jacob Zuma

Der südafrikanische Präsident Jacob Zuma hat am Sonntag die offen lesbisch lebende Politikerin Lynne Brown zur Ministerin für staatliche Unternehmen ernannt.

Die 58-Jährige gilt damit als erste offen homosexuelle Chefin eines Regierungsministeriums auf dem gesamten Kontinent. Zuvor war sie bis 2009 Regierungschefin in der Provinz Westkap, zu der auch Kapstadt gehört.

Die Politikerin, die seit 1987 Mitglied des regierenden Afrikanischen Nationalkongresses (ANC) ist, wird nicht als LGBT-Aktivistin angesehen, allerdings gilt allein ihre Ernennung als wichtiger Schritt für mehr Gleichberechtigung, wie der schwule Aktivist und Moderator Eusebius McKaiser im "Guardian" erklärte: "Die Entscheidung ist leider eine Nachricht wert, weil der gesellschaftliche Einfluss von offen homosexuellen Menschen in Führungspositionen hoch ist. Das ist wichtig in einem Land wie Südafrika, wo es noch einen hohen Grad an Homophobie gibt, insbesondere Gewalt gegen schwarze Lesben". Außerdem sei es wichtig für den afrikanischen Kontinent, da viele Länder derzeit Gesetze gegen Homosexuelle verschärften.

Das südafrikanische Apartheidsregime hatte Schwule und Lesben verfolgen lassen, erst 1998 wurde das Homo-Verbot von der neuen demokratischen Regierung von Nelson Mandela abgeschafft. 2006 musste die Regierung nach einer Gerichtsentscheidung die Ehe für Schwule und Lesben öffnen (queer.de berichtete). Obgleich es auch Gesetze gegen Diskriminierung gibt, ist die gesellschaftliche Ausgrenzung von Homosexuellen im Land noch immer weit verbreitet. Laut Umfragen halten zwei Drittel der Südafrikaner Homosexualität für falsch. (dk)



#1 PascalAnonym
  • 27.05.2014, 18:19h
  • Sehr gut!

    Es ist wichtig, dass sexuelle Vielfalt in allen Bereichen repräsentiert wird. Auch in der Politik. Und zwar nicht nur irgendwelche Alibi-Leute, damit jede Partei sagen kann, sie hätte auch einen Quoten-Schwulen oder eine Quoten-Lesbe. Sondern wirklich auch in den obersten Ebenen, z.B. bei den Ministern!
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 RobinAnonym
#5 Oliver43Anonym
  • 29.05.2014, 12:00h
  • Sehr erfreulich für Südafrika

    Sowieso Südafrika hat als einziges (!) Land in Afrika die Ehe für homosexuelle Paare geöffnet.

    In vielen anderen afrikanischen Ländern sieht es leider anders aus.
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#6 Eva BrunneAnonym
#7 Eva BrunneAnonym
  • 29.05.2014, 19:27h
  • Antwort auf #6 von Eva Brunne
  • @Fake Eva Brunne
    "Mehr noch: Die ANC-Erfahrung im Exil hat gelehrt, daß Unterstützung fast immer aus den Ländern hinter dem Eisernen Vorhang kommt."

    Wie es hinter dem Eisernen Vorhang aussah, das wissen wir doch alle.

    Dort haben die Atheisten unter Stalin massenweise Menschen in den Gulags von Sibirien ermorden lassen. Als lutherische schwedische Christin kann ich da nur sagen:

    Es ist ekelhaft, was die atheistischen Linken weltweit so angestellt haben.

    Ob der Atheist Stalin in Russland oder Mao in China mit seiner Kulturrevolution des Todes: von Linken können Menschenrechtsaktivisten nichts erwarten.

    Da lobe ich doch als offen lesbisch lutherische Bischöfin das Menschenrechte verteidigende Luthertum und die heute mit uns in christlichem Verbund stehenden Reformierten und Presbyterianischen Kirchen, wo es Trauungsgottesdienste für homosexuelle Paare vor den Altären gibt.

    Schon schrecklich, was die Atheisten weltweit so anrichten. Schlimmer sind da nur noch die Islamisten, die homosexuelle Menschen steinigen (Iran, Somalia, usw.)
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#8 cdfegastAnonym
  • 31.05.2014, 12:26h
  • Antwort auf #7 von Eva Brunne
  • Schön gehetzt gegen "die Atheisten". Nur zu dumm, dass es gar nicht "die Atheisten" gibt, in Gegensatz zu zentralistisch durchregierten Religioten, wie die aus Rom, die halb Afrika terrorisieren und Südamerika gleich mit.

    Wer mit einem Finger auf andere zeigt, zeigt mit 3 auf sich selbst!
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#9 Michael44Anonym