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  • 28.05.2014           63      Teilen:   |

Insolvenz

Bruno Gmünder Group zahlungsunfähig

Artikelbild
Ein schwules Medienimperium in der Krise: Verlags-Gründer Bruno Gmünder (li.) und sein Nachfolger Tino Henn vor dem "Bruno's"-Shop am Berliner Nollendorfplatz
Bild: Brigitte Dummer/Bruno Gmünder Group

Deutschlands größtes Verlagshaus für schwule Medien hat am Mittwoch beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg einen Insolvenzantrag gestellt.

Droht Deutschlands größtem schwulen Unternehmen das Aus? Am Mittwoch hat die Berliner Bruno Gmünder Group GmbH Insolvenzantrag beim Amtsgericht Charlottenburg gestellt. Darüber informierte das Unternehmen selbst auf seiner Homepage.

Der Verlag habe "seit Jahren damit zu kämpfen, dass der Verkauf einst umsatzstarker Produkte immer weiter zurück geht", heißt es in der von "Männer"-Chefredakteur David Berger verfassten Erklärung.

Zwar habe die neue Geschäftsleitung, bestehend aus Tino Henn, Nik Reis und Michael Taubenheim, seit Übernahme des Unternehmens im Sommer 2011 einen "grundlegenden Change-Prozess" eingeleitet. "Die notwendigen Anpassungen an den digitalen Wandel und die Modernisierung des Unternehmens haben jedoch deutlich mehr Ressourcen in Anspruch genommen als ursprünglich abzusehen war", so Berger. "Weiterhin konnten die neuen Geschäftsmodelle den stark fallenden Umsatz der ehemals umsatzstarken Produkte noch nicht kompensieren."

Fortsetzung nach Anzeige


Der Betrieb soll vorerst normal weiterlaufen

Der Mitteilung zufolge hat die Hausbank weitere Kredite abgelehnt. Die erforderliche Sanierung und Neustrukturierung des Unternehmens soll deshalb im Rahmen der Insolvenz erfolgen. "Diese Krise ist ein Neuanfang, der Wege frei räumt, die vorher versperrt waren", gibt sich Tino Henn, der Vorsitzende der Geschäftsführung, optimistisch. Der Betrieb solle wie gewohnt weitergehen. Die "Bruno's"-Stores, der Versandhandel und die Redaktionen der Belletristik- und Fotobuchabteilung, des "Spartacus", "Spartacus-Traveler" und der "Männer" sollen in gewohnter Weise weiter arbeiten.

"Die Geschäftsführung der Bruno Gmünder Group weiß um ihre Verantwortung und Verpflichtung, das traditionsreiche Unternehmen weiterhin in die Zukunft zu führen", heißt es in der Verlagsmitteilung. "Auch wenn dies angesichts der allgemeinen Verlagskrise nicht leicht sei, werde sie alles tun, damit die neuen Voraussetzungen für eine nachhaltige Existenz der Bruno Gmünder Group, sowie die Produkte und Dienstleistungen für die Gay Community erhalten bleiben."

Die Bruno Gmünder Group wurde 1981 in Berlin gegründet. Heute gehört das Unternehmen mit rund 80 festen und zahlreichen freien Mitarbeiten zu den weltweiten Marktführern im Bereich schwuler Medien. Im Angebot sind zahlreiche Print- und vermehrt auch digitale Produkte, wie eBooks, Apps und Websites. Zum Programm gehören Reiseführer, Magazine, Fotobücher, Comics und Sachbücher.

Vor fast genau drei Jahren hatten das Münchner Unternehmer-Paar Tino Henn und Nik Reis sowie der bisherige Mitgeschäftsführer Michael Taubenheim die Mehrheit an der Mediengruppe übernommen. Verlagsgründer umd Namensgeber Bruno Gmünder blieb dem Unternehmen als Berater und Minderheitsgesellschafter erhalten. (cw/pm)

Links zum Thema:
» Die Verlagsmitteilung zur Insolvenz
Mehr zum Thema:
» Bruno Gmünder tritt ab (07.06.2011)
» Der neue schwule Medienfürst: Tino Henn (07.06.2011)
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Tags: bruno gmünder, tino henn, nik reis, michael taubenheim, insolvenz
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Reaktionen zu "Bruno Gmünder Group zahlungsunfähig"


 63 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
28.05.2014
14:11:30


(+11, 15 Votes)
 
#2
28.05.2014
14:14:27


(-9, 19 Votes)

Von Oliver43


Sehr sehr bedauerlich und schade...

Aber das Unternehmen scheint ein Opfer der Neuen Medien, der illegalen Tauschbörsen und des Internets zu werden. Der Medienmarkt hat sich einfach in den letzten 15 Jahren durch die Neuen Medien radikal verändert.

Wenn etwas die letzten 15 Jahre den Alltag schwuler Männer stark verändert hat, dann sind es die Neuen Medien.


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#3
28.05.2014
14:21:24


(+4, 10 Votes)
 
#4
28.05.2014
14:26:38


(+8, 8 Votes)

Von Anonymous


Schade um die talentierten Mitarbeiter! Ist aber hauptsächlich ein Porno- und Unterhosenunternehmen. Ich habe gehört, dass die jetzt eingetretene Insolvenz wohl das Ende des Unternehmens sein wird, nicht ein Neuanfang.


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#5
28.05.2014
14:29:43


(+9, 11 Votes)

Von verlüste


sehr schade

zuerst TIMM, jetzt das. was folgt als nächstes?

als ob die liste der verlüste der letzten jahre auch ohnehin schon ziemlich lang nicht wäre:

"Gay UK" (ein sehr hilfreiches portal in gb, das jeden tag alle publikationen zu schwullesbischen themen in der englischen sprache weltweit registriert und verlinkt hatte. abgeschafft seit Januar 2012),
"Gay 365" (amerikanisches portal, geschlossen im September 2012),
"Pink Paper" (britisches magazin, geschlossen im Oktober 2012),
"Gay Times" (amerikanischer verlag, kämpft im moment mit grossen finanziellen schwierigkeiten)


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#6
28.05.2014
14:34:40


(+4, 16 Votes)

Von reiserobby
Aus Berlin
Mitglied seit 15.11.2010
Antwort zu Kommentar #2 von Oliver43


Cam4 ist schuld.


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#7
28.05.2014
14:35:17
Via Handy


(+12, 14 Votes)

Von Alex


Die Bruno Gmünder Gruppe ist zwar eh nicht unumstritten, aber wenn schwule Medienhäuser vor der Pleite stehen, ist das natürlich immer eine schlechte Nachricht.


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#8
28.05.2014
14:36:03


(-18, 20 Votes)

Von Queeerdenker


Auch wenn es mir um die 80 Menschen, die nun ihren Job verlieren, Leid tut, ich denke es ist gut so, wenn wir Gays unsere Parallelgesellschaft Stück für Stück abbauen und uns endlich in die Mehrheitsgesellschaft integrieren. Trotzdem hat der Verlag einige Verdienste vorzuweisen.


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#9
28.05.2014
14:37:08


(+8, 8 Votes)

Von traditionsreich
Antwort zu Kommentar #4 von Anonymous


die religionspolitische porte-parole kommuniziert aber change-prozess.


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#10
28.05.2014
14:37:35


(+6, 8 Votes)

Von reiserobby
Aus Berlin
Mitglied seit 15.11.2010


Und trotz allem: Es wäre sehr schade, wenn es nichts zu retten gäbe, trotz aller Kritik und manch bösem Wort über die Inhalte und Protagonisten meinerseits, sage ich das ohne Hohn. Die Magazine Männer und Spartacus Traveler liefern stets anständigen, oft gar sehr guten und immer wieder auch hervorragenden Journalismus. Drücke allen Beteiligten deshalb ganz fest beide Daumen. Ein Aus des Verlages wäre ein Verlust für schwule Presselandschaft.


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