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  • 29.05.2014           12      Teilen:   |

Protest gegen Arne Elsen

Demo gegen "Homo-Heiler" in Flensburg

Artikelbild
Spezialgebiet "Homo-Heilung": Der Hamburger Arzt Arne Elsen will schwulen Männern "den Geist der Homosexualität austreiben" und rechnet die "Behandlungen" über die Krankenkassen ab (Bild: Hof mit Himmel)

Bei der Gemeindekonferenz GEKO2014 der Apostolischen Kirche ist der berüchtigte "Wunderheiler" Arne Elsen der Hauptredner – die SPD ruft zum Protest am 13. Juni auf.

Bekannt wurde er Anfang Mai durch eine Reportage im NDR: Der schwule Reporter Christian Deker hatte an einem "Heilungsgottesdienst" des Diabetologen Arne Elsen teilgenommen und den Arzt anschließend in seiner Hamburger Praxis aufgesucht. Dabei habe Elsen ihm gesagt, der "Dämon der Homosexualität" müsse "ausgetrieben" werden, so Deker. Eine "Heilung" von seinem Schwulsein sei möglich. Der "Wunderheiler" habe ihm Öl auf die Stirn gerieben, für ihn gebetet und ihm den Tipp gegeben, "ab jetzt alle zehn Minuten zu Gott zu beten".

Während die Landesärztekammer derzeit prüft, ob man dem "Homo-Heiler" die ärztliche Zulassung entziehen kann, wird Elsen anderswo hofiert: So ist er am Samstag, den 14. Juni um 14 Uhr einer der beiden Hauptredner bei der Gemeindekonferenz GEKO2014 der Apostolischen Kirche in Flensburg. Die Überschrift seines vierstündigen Vortrags: "Wie bete ich für Kranke".

Fortsetzung nach Anzeige


Protestaktion am 13. Juni vor der Idraetshalle

Hinter dem harmlos klingenden Vortragstitel verstecke sich eine "verdeckte Diskriminierungshandlung, die Homophobie fördert", kritisieren die Sozialdemokraten in Deutschlands nördlichster kreisfreier Stadt. "Die SPD Flensburg lässt nicht zu, dass solche Redner in unserer Stadt eine Plattform finden, auf der sie unverhohlen gegen Homosexuelle hetzen dürfen, sie als krank, unnatürlich und minderwertig darstellen", heißt es in einer Pressemitteilung des Kreisverbands. "Wir werden derartige Diskriminierungen nicht zulassen und alles unternehmen, um dies zu verhindern."

Einen Tag vor dem Auftritt Eisens rufen die Sozialdemokraten am Freitag, den 13. Juni zur Demonstration vor der Idraetshalle in der Moltkestraße 20c auf – dort beginnt um 18 Uhr die insgesamt drei Tage dauernde Gemeindekonferenz der Apostolischen Kirche. "Wir erhoffen uns von den Flensburgerinnen und Flensburgern, von den Vertretern der Politik, der Stadt Flensburg, den Kirchen und Vereinen ein eindeutiges Signal in Richtung der Veranstalter der GEKO2014 – als gemeinsames Signal gegen Diskriminierung und Menschenverachtung", erklärte dazu die SPD-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Simone Lange.

Auch das lokale Online-Magazin Fördeschnack kritisierte den Auftritt des "Homo-Heilers" im Vorfeld: "Wer wie er die sexuelle Orientierung anderer Menschen als Krankheit degradiert, und sich damit so weit abseits der von ihm gepredigten christlichen Nächstenliebe bewegt, sollte hier kein Forum haben."

Die Apostolische Kirche selbst schweigt bislang zum Auftritt Elsens und den Beweggründen seiner Einladung. "Wir werden drei Tage gemeinsam feiern, Neues lernen, anbeten und uns zusammen nach Gottes kraftvoller Gegenwart ausstrecken", heißt es allgemein auf der Homepage zur Gemeindekonferenz. "Es wird Lobpreiszeiten geben, die unter die Haut gehen, und wir werden inspirierende und herausfordernde Botschaften von ausgezeichneten Sprechern hören." (cw)

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Tags: arne elsen, flensburg, homoheiler, apostolische kirche
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Reaktionen zu "Demo gegen "Homo-Heiler" in Flensburg"


 12 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
29.05.2014
21:36:19


(+8, 12 Votes)

Von verlogen XXL


"die SPD ruft zum Protest am 13. Juni auf."

Wer sorgt denn dafür, dass es weiterhin eine Bundesregierung gibt, die Schwule und Lesben als Menschen zweiter Klasse behandelt (siehe u. a. auch das absurde und zynische "Rechtsverständnis" des SPD-Justizministers) und die kriminelle Homo-Auslöscher völlig unbehelligt ihre Menschenverachtung verbreiten und ihre lebensgefährlichen, in der Tradition der Nazis stehenden Auslöschungsexperimente praktizieren lässt?


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#2
29.05.2014
21:42:31
Via Handy


(+9, 9 Votes)

Von Felix


Es wird höchste Zeit, dass diese Gehirnwäsche, die schwerste psychische Schäden bis hin zum Selbstmord verursacht, endlich verboten wird.


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#3
29.05.2014
21:45:03


(+9, 9 Votes)

Von mx5972
Aus Kerpen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 17.02.2013


Wenn das so weitergeht haben wir leider bald Russische Verhältnisse hier... Und das in der heutigen Zeit..Unfassbar!!!


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#4
29.05.2014
23:44:39
Via Handy


(+7, 7 Votes)

Von daVinci6667
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Ich habe zuerst "Gemeindekonferenz GROKO 2014 statt GEKO 2014 gelesen.

Das heisst dann wohl mein Unterbewusstsein traut der grossen Koalition mittlerweile sehr viel negatives zu. leider zurecht!


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#5
30.05.2014
08:31:00


(+6, 6 Votes)

Von Yannick


Dass die Krankenkassen sowas auch noch finanzieren, ist ein Skandal.

Diese Homohasser verdienen sich an diesem gefährlichen Mumpitz auch noch eine goldene Nase.

Nicht nur die Finanzierung gehört verboten, sondern diese ganzen "Homoheilungen" gehören gesetzlich verboten, wie es bereits in vielen Staaten geschehen ist.


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#6
30.05.2014
08:41:02


(-7, 9 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness
Antwort zu Kommentar #1 von verlogen XXL


Hätte die SPD nicht dazu aufrufen sollen? Sonst ist bei Dir aber noch alles am richtigen Platz, oder?

Wenn Du Dich als "Mensch zweiter Klasse" fühlst, dann tust Du mir leid! Ich fühle mich als Schwuler überhaupt nicht als "Mensch zweiter Klasse" und ich hoffe, daß am 13. Juni ganz viele LGBTIler an der Demonstration teilnehmen!


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#7
30.05.2014
11:59:22


(+7, 9 Votes)

Von antos
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Antwort zu Kommentar #6 von FoXXXyness


"Ich fühle mich als Schwuler überhaupt nicht als "Mensch zweiter Klasse"..."

Eventuell eine Wassereinlagerung hinterm Sprachzentrum, die irgendwie drückt? Schau mal im lesenswerten Gästebuch von Arne Elsens Eventseite vorbei, da gibt's tolle Heilungsberichte ["Gott ist sehr gut.!!!!!!!!!!"], die auch dich ermutigen könnten, Gott in, äh, egal, jedenfalls einzuführen:

Link zu www.dr-elsen-veranstaltung.de


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#8
30.05.2014
22:38:38


(+4, 4 Votes)

Von Hugo


"Wir werden drei Tage gemeinsam feiern, Neues lernen,..."

eben, neues lernen, die Natur so zu nehmen wie sie ist und sie nicht nach den eigenen Bedürfnissen zu verbiegen.


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#9
30.05.2014
22:47:35


(+5, 5 Votes)

Von saltgay
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Obwohl ich eigentlich gut informiert über das Sektenwesen bin, musste ich doch erst einmal nachschauen. Es handelt sich bei diesem Verein weder um die Alt- oder neuapostolische Kirche, sondern um eine ordinäre Pfingstlergemeinde mit allem drum dran, wie den beliebten Hauskreisen. Na ja, von diesen Grüppchen gibt es eine ganze Menge, bis zur ominösen Krefelder Gemeinde, die dem Oberbuchhalter von der bei der CDU/CSU so beliebten und gefeierten "Colonia dignidad" kirchliches Asyl gewährte.

Von solchen "Christen" ist eigentlich nicht viel zu erwarten. Man geht ihnen besser aus dem Weg, denn jene Erleuchteten versuchen bei jeder Gelegenheit zu missionieren, was schnell penetrant wird. Es ist schon schlimm genug, wenn sie gleichzeitig eine "Doppelversicherung" eingehen und auch noch Mitglieder der örtlichen ev. Kirchengemeinde sind. Da sorgen sie meist für sehr viel Unruhe, weil sie die Kirche in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurückdrehen wollen.

Diese religiösen Spinner sind leider nicht harmlos wie Witwer Flenders mit seinen Söhnen Odd und Todd, insofern tut dem verschnarchten Flensburg eine Demonstration sehr gut. Jedoch der Einfluss dieser Frömmler ist mangels großer Mitgliederzahlen sehr begrenzt.
Es gibt in Deutschland noch andere Vereinigungen, die weitaus nervtötender und nicht minder homophob sind. Ich denke da z.B. an die "landeskirchlichen Gemeinschaften", die auch einem reaktionären Weltbild unionsregierter Bundesrepublik der 50er Jahre verhaftet ist. Sie sind mit die größten Bremser innerhalb der Landeskirchen, wenn es um die Öffnung für jedermann gilt.


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#10
01.06.2014
13:22:14


(+4, 6 Votes)

Von ehemaligem User Robby
Antwort zu Kommentar #6 von FoXXXyness


Zitat Foxxxyness: Ich fühle mich als Schwuler überhaupt nicht als "Mensch zweiter Klasse"

Häh??? Dann merkst Du also nicht mal, wenn Dich in einem Laden der Verkäufer oder in einem Restaurant der Kellner nicht bedient, weil Du schwul bist.
Dann empfindest Du es also auch nicht als Diskriminierung, dass Du - weil Du schwul bist - in Bezug auf die Ehe und die Adoptionsrechte immer noch nicht gleichgestellt bist. Dann ist es Dir anscheinend scheißegal, wenn Dich auf der Straße jemand als "schwule Sau" oder "Schwanzlutscher" beschimpft - weil Du schwul bist, denn das ist für Dich ja dann auch keine Diskriminierung. Dann ist es Dir anscheinend auch egal, dass die Opfer des § 175 immer noch nicht gleichgestellt sind. Dann hast Du sicher auch nichts dagegen, wenn irgendwelche Rechten "Schwulen raus!" brüllen - denn Du fühlst Dich ja nicht als Mensch zweiter Klasse. Dann darf also bei Dir auch ein Hass-Sänger ungestraft zum Mord an Schwulen aufrufen und uns als Untermenschen bezeichnen - denn Du bist ja nicht angesprochen, da Du ja Dich angeblich nicht als Mensch zweiter Klasse fühlst. Dann ist Dir also auch die Umsetzung des Bildungsplans scheißegal, denn wir sind ja alle - laut Dir - so wunderschön gleichgestellt, da ist für Dich der Bildungsplan ja sicher nicht mehr wichtig...
Die Liste könnte man noch endlos fortsetzen.
Daher zum Abschluß eine einfache Frage an Dich: Wo lebst Du eigentlich, wenn Du unsere permanente Diskriminierung und die permanente Behandlung von Schwulen als Menschen zweiter Klasse immer noch leugnest? Auf dem Mond? In einem Wolkenkuckucksheim? Auf der Erde mit Deinem Kopf ganz tief in den Sand gesteckt, damit Du die Wahrheit nur ja nicht sehen mußt?


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