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Jonah Hill spielte auch im hoch gelobten Film "The Wolf of Wall Street" von Martin Scorsese mit

Der Komiker steht in der Kritik, weil er einen aufdringlichen Kameramann als "Faggot" (Schwuchtel) beschimpft hat – inzwischen tut ihm seine Wortwahl Leid.

Jonah Hill hat am Montagabend einen Paparazzo auf den Straßen von Los Angeles mit homophoben Worten angegriffen. Wie aus einem im Klatschportal TMZ veröffentlichten Video hervorgeht, hat der Mann den Schauspieler und Drehbuchautor offensiv angegangen und eine knappe Minute lang zu Fuß verfolgt. Dabei hat er unter anderem die kurzen Hosen Hills als "ziemlich sexy" gelobt. Am Ende sagte der 30-jährige Hollywood-Star, der zuvor alle Fragen des Paparzzo ignoriert hatte: "Suck my dick, you faggot" (Lutsch meinen Schwanz, du Schwuchtel).

Keine 24 Stunden nach dem Vorfall erklärte Hill schließlich in einer Radiosendung, dass er seinen verbalen Ausbruch bereue. "Das ist eine herzzerreißende Situation für mich", so Hill in der Morgenshow des Moderators Howard Stern. "Vom Tag, als ich geboren wurde, war ich ein Aktivist für Schwulenrechte". Er erklärte weiter, dass der Paparazzo ihm gefolgt sei und "gemeine Sachen" gesagt habe. Als Reaktion habe er dann das "schreckliche Wort" verwendet. "Das ist beschissen, das hätte ich nicht sagen sollen. Es ist richtig, dass ich dafür kritisiert werde", erklärte Hill. Er stellte klar, dass er niemanden wegen seiner Sexualität verurteile.

In der Vergangenheit hat sich Hill für LGBT-Rechte eingesetzt. So kritisierte er öffentlich Russland für die homophoben Gesetzgebung.


Auch Alec Baldwin leistete sich einen homophoben Ausrutscher

Hill ist insbesondere durch die derbe Filmkomödie "Superbad" aus dem Jahr 2007 bekannt geworden. Zuletzt spielte er in Filmen wie "21 Jump Street", "Django Unchained" und "The Wolf of Wall Street" mit. Außerdem ist er in Comedy-Sendungen wie "Saturday Night Live" ein gern gesehener Gast. 2009 war er Co-Produzent der Mockumentary "Brüno", in dem Sacha Baron Cohen einen klischeehaften schwulen Österreicher darstellt.

Homophobe Beschimpfungen haben bereits mehrfach Hollywood-Stars Kritik eingebracht. So hatte vergangenes Jahr auch Alec Baldwin, der sich öffentlich wiederholt für die Gleichstellung von Homosexuellen eingesetzt hatte, einen ebenfalls sehr aufdringlichen Paparazzo als "cocksucking fag" (schwanzlutschende Schwuchtel) beschimpft (queer.de berichtete). Das führte zu scharfer Kritik aus der Community und zur Absetzung seiner Fernsehshow im Sender MSNBC, die allerdings sehr quotenschwach war. Baldwin kritisierte danach "fundamentalistische" Homo-Aktivisten (queer.de berichtete). (dk)



#1 FinnAnonym
  • 03.06.2014, 16:59h
  • Im Nachhinein, wenn die Öffentlichkeit davon erfährt, tun solche Leute immer so, als wäre das nicht so gemeint gewesen.

    Aber man sagt auch in Aufregung nichts, was man nicht eh schon auf der Festplatte hatte...
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#2 DavidJacobEhemaliges Profil
#3 Martin28a
#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
#5 gniwerjProfil
  • 06.06.2014, 22:59hdortmund
  • Naja. Politisch inkorrekte Sprache ist mit Sicherheit ein zweischneidiges Schwert, eben je nach Gesamtkontext, in welchem diese genutzt wird.
    Jeder von uns sollte vielleicht einmal einen Moment lang in sich gehen, wann er/sie das letzte Mal z.B. das Wort "Schlampe" verwendet hat und sich dann fragen, ob er deshalb ein Sexist ist.

    Ich würde diese Grundthese mal verneinen.
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#6 Demi_EProfil
  • 10.06.2014, 15:28hHannover
  • Er hat, wenn man seine Entschuldigung auf youTube ansieht, sogar ausdrücklich von der LGBTQ-Community gesprochen und nicht ausschließlich von "Schwulenrechten". Seine Entschuldigung klang ziemlich aufrichtig und nicht nach "Tut mir leid, dass ihr euch so verletzt fühlt! Jetzt habt euch nicht so!". Was ziemlich selten ist. Cooler Typ. Danke!
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