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Der Leverkusener Konzern beschäftigt weltweit über 100.000 Mitarbeiter

Eine amerikanische LGBT-Gruppe hat im Namen eines schwulen Witwers eine Klage gegen das deutsche Pharmaunternehmen Bayer vor einem Bundesgericht im Staat Connecticut eingereicht, weil der Konzern den Mann wegen seiner Homosexualität diskriminiert haben soll.

Die Gay & Lesbian Advocates & Defenders werfen Bayer vor, dem Ehemann des verstorbenen Mitarbeiters Thomas Buckholz keine Witwerrente auszuzahlen, obwohl heterosexuelle Angestellte einen Anspruch auf eine derartige Leistung haben. Buckholz hatte 20 Jahre lang als Chemiker bei dem Unternehmen gearbeitet. Er war seit 1995 mit seinem Partner liiert und heiratete ihn 2008. Ein Jahr später verstarb er an einer Lymphknotenschwellung.

Nach seinem Tod weigerte sich Bayer, die Leistungen auszuzahlen, und berief sich dabei auf das "Gesetz zum Schutz der Ehe" (Defense of Marriage Act, DOMA), das zu diesem Zeitpunkt die Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Ehen auf Bundesebene verboten hatte. Dieses Gesetze wurde allerdings im Juni 2013 vom obersten Gerichtshof für verfassungswidrig erklärt (queer.de berichtete). Trotzdem habe Bayer laut Anklageschrift weiterhin die Auszahlung verweigert. GLAD beklagt, dass nach einem Bundesgesetz die Witwerrente ausgezahlt werden müsse und verheiratete Homosexuelle nicht mehr diskriminiert werden dürften.

Bayer hat sich zu den Vorwürfen bislang nicht geäußert. (dk)



#1 FelixAnonym
  • 04.06.2014, 13:20h

  • Sollte sich das als wahr herausstellen, bekommen die hoffentlich eine saftige Strafe, die richtig weh tut.

    Diese Konzerne müssen endlich lernen, nicht zu diskriminieren. Und leider lernen die das nur, wenn es ans Geld geht.
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#2 DefragmentierungEhemaliges Profil
  • 04.06.2014, 13:29h
  • Wen wunderts?
    I.G. Farben aka. Bayer, waren die Hersteller von Zyklon B. und der Konzern scheint seinem Verhalten nach zu urteilen, diesem Geschäftsfeld immer noch hinterherzutrauern.
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#3 timpa354Ehemaliges Profil
  • 04.06.2014, 14:58h
  • Wie erbärmlich ist das denn? Erst der Pradaxa Skandal, dann das Bienensterben und jetzt auch noch dieses schäbige Verhalten. Aja, sie sind arm, sie brauchen das Geld.
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#4 userer
  • 05.06.2014, 15:00h
  • Ah, traditionelle deutsche Werte: Die deutsche Firma Bayer bringt das deutsche Wesen in die USA, auf dass das Land und die Welt daran genesen!
    Ob Dr. Merkele sich daran erfreut?
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#5 Ah ahAnonym
#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
#7 christel von derAnonym