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Marcel de Groot, Geschäftsführer der Schwulenberatung Berlin, und sein Team hoffen, dass es 2015 wieder einen gemeinsamen CSD in der Hauptstadt geben wird (Bild: Schwulenberatung Berlin)

Der Stonewall-Streit in der Hauptstadt habe zu "Verwirrung und Ratlosigkeit" geführt, heißt es in einem Offenen Brief an die Berliner Community.

Teilnehmer und Besucher des Berliner CSDs haben in diesem Jahr die Qual der Wahl: Am 21. Juni gibt es zwei parallele, konkurrierende Demonstrationen (queer.de berichtete). Während sich andere Gruppen aufteilen wollen oder sich bereits auf eine der Paraden festgelegt haben, kündigte nun die Berliner Schwulenberatung an, weder am ehemaligen Stonewall-Marsch des CSD e.V. noch an der Demo des Aktionsbündnisses mit einem eigenen Wagen teilnehmen zu wollen.

Der Dauerstreit um den Hauptstadt-CSD habe "zu mehr Verwirrung und Ratlosigkeit als zur Geschlossenheit geführt", heißt es in einem Offenen Brief der Schwulenberatung an die queere Szene Berlins. "Selbstverständlich ist die Community nicht einheitlich. Trotzdem ist es schade, dass es uns nicht gelingt, die Diversität und Unterschiede in einer Veranstaltung zu zeigen."

Weiter heißt es in dem Offenen Brief: "Wir möchten durch die Teilnahme eines Schwulenberatung-Berlin-Wagens an einer der CSD-Paraden nicht signalisieren, dass eine der Veranstaltungen nun die 'richtige' oder 'bessere' sei. Gleichwohl möchten wir alle ermuntern, an einem, zwei oder an allen CSDs teilzunehmen." (cw)



#1 tescoAnonym
  • 07.06.2014, 21:21h
  • die Absage ist unnötig und wirft ein schlechtes Licht auf die politische Ernsthaftigkeit der Einrichtung. Die Beratungsstelle hätte ihre Mitarbeiter ohne weiteres in zwei Gruppen aufteilen können, dann wäre die Teilnahme an beiden Zügen leicht möglich gewesen.
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#2 einmischenProfil
  • 09.06.2014, 11:18hBerlin
  • das ist so wischi-waschi, luschi-laschi wie die ganze schwulenberatung. erst einmal monatelang den streit unkommentiert abwarten (man könnte sich ja auf die 'falsche' seite stellen), und dann sich besser nicht positionieren, natürlich ohne begründung.
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#3 SvenAnonym
  • 09.06.2014, 13:15h
  • Finde ich eine sehr gute Entscheidung! Die Abspaltung in 3 CSDs ist ein Desaster. Da sollte die Vernünftigen wie Marcel Groot nicht festlegen. Man kann bereits in den Foren nachlesen, wie sich die verschiedenen Anhänger angiften, bis hin zu absurden "Homophobie" - Vorwürfen. Was früher die Nazikeule ist heute die Homophobiekeule.
    Nächstes Jahr hat sich das ausgewachsen...Ich finde, man sollte sich fragen, ob das Latschkonzept überhaupt noch Sinn macht oder etwas ganz Neues her muss, aber das ist ein anderes Thema...
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#4 torbaumProfil
  • 11.06.2014, 08:11hBerlin
  • Ich denke es war eine kluge Entscheidung! Vielleicht brauchen alle Streitbeteiligten einen Dämpfer durch Nichtteilnahme. Dieses Jahr werde ich das erste Mal mich nicht am CSD - egal welcher Gruppierung - beteiligen. Ich bin hoffnungslos verwirrt - geht es nicht um die Akzeptanz und Rechte der schwulen Community? Ich halte die Präsenz auf der Strasse immer noch für sehr wichtig - einfach zu zeigen wir sind bunt, vielfältig und wir sind da... aber durch die undurchsichtige Vereinspolitik (Umbenennung, Sicherung der Rechte, Vetternwirtschaft im Bezug auf Werbung und Design), das Unvermögen aller Beteiligten (Verein, Senat/Bezirk, Befürworter, Gegner,...usw) miteinander zu kommunizieren und problemlösend zu agieren, die teilweise niveaulose Art der Auseinandersetzung ... da kann man doch keiner Gruppierung in irgend einer Form unterstützend mitwirken. Jetzt zeigt die Community nur noch, dass wir nicht mehr bunt, nicht mehr viele und schon gar nicht vielfältig sind .... Schade! Sehr schade! Und ich bin sehr traurig darüber. So viel wurde erreicht und einige wenige maßen sich an das Projekt CSD zu zerstören!
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