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  • 10.06.2014           16      Teilen:   |

"The Falls 2"

Das Schwulsein einfach weggebetet

Artikelbild
Fünf Jahre nach ihrer verbotenen Romanze treffen die beiden Mormonen Chris und RJ bei der Beerdigung eines einstigen Weggefährten wieder aufeinander (Bild: Pro-Fun Media)

Jetzt auf DVD: Mit "The Falls 2 – Zeugnis der Liebe" geht die Love-Story zwischen zwei homosexuellen Mormonen in die nächste Runde.

Von Bernd Rosenbaum

Homosexualität ist in den hiesigen beiden christlichen Konfessionen kein Riesenproblem mehr. Vielerorts werden schwul-lesbische Schäfchen toleriert, wenn auch noch nicht überall akzeptiert.

Dass es Glaubensgemeinschaften gibt, die noch nicht einmal so weit sind, zeigte vor einem Jahr der Film "The Falls". Bei den streng religiösen Mormonen im US-Staat Utah lernen sich während ihrer Missionszeit Chris Merrill (Benjamin Farmer) und RJ Smith (Nick Ferrucci) kennen – und verlieben sich ineinander. Doch da ihre Religion Homosexualität auf Schärfste verteufelt, ist ihre Beziehung zum Scheitern verurteilt, als ein Mit-Missionar davon erfährt. RJ verlässt die Gemeinschaft, während Chris nicht über seinen Schatten springen kann. Er schwört der schwulen Liebe ab und bleibt in der Mission.

An diesem Punkt setzt der zweite Teil "The Falls 2 – Zeugnis der Liebe" ein, mit dem Regisseur Jon Garcia die Geschichte nun weiterdreht. Zunächst schaut es nach einem Happy End aus: Nach Chris' Missions-Abschluss gehen er und RJ auf eine mehrmonatige Rundreise durch Nordamerika. Die religiösen Zwänge sind vergessen, sie erleben die schönste Zeit ihres Lebens und genießen jede Minute davon.

Fortsetzung nach Anzeige


RJ lebt offen schwul, Chris heiratet eine Frau

Die DVD mit deutschen Untertiteln ist Ende Mai 2014 bei Pro-Fun erschienen
Die DVD mit deutschen Untertiteln ist Ende Mai 2014 bei Pro-Fun erschienen

Doch dann trennen sich ihre Wege erneut – in der Absicht, ihre "losen Enden" wieder aufzunehmen. RJ bringt Chris zurück nach Salt Lake, er selbst fährt nach Hause nach Idaho. Sie verlieren sich aus den Augen. Fünf Jahre gehen so ins Land.

Jeder lebt sein Leben, bis die Nachricht vom Tod des Irak-Veteranen und Freidenkers Rodney (Brian Allard), den die beiden während ihrer Missionszeit kennen gelernt hatten, sie bei dessen Beerdigung wieder zusammenbringt. Während RJ, der mittlerweile offen schwul und in einer Beziehung mit Paul (Thomas Stroppel) lebt, gerne mit Chris über damals reden würde, hat dieser offenbar kein Interesse daran, alte Geschichten aufzuwärmen. Chris ist inzwischen mit Emily (Hannah Barefoot) verheiratet und hat eine Tochter.

RJ aber lässt diese kurze Begegnung nach fünf Jahren nicht los. Er macht Schluss mit Paul und reist nach Salt Lake, um Chris wiederzusehen. Dieser ist entsetzt, als der heimliche Lover von einst plötzlich vor der Haustür steht. Doch seine ahnungslose Frau lädt den Missionsbegleiter, als den Chris RJ vorstellt, zum Abendessen ein und bietet ihm an, bei ihnen zu übernachten.

Am nächsten Morgen treffen sich beide vor Chris' Arbeit zu einem klärenden Gespräch. RJ sagt Chris auf den Kopf zu, dass er an der scheinbaren Familienidylle, in der Chris lebt, zweifelt. Chris hält das für lächerlich, obwohl auch in ihm allmählich eine Unsicherheit aufkommt. Ein paar Tage später treffen sich beide erneut. Erst jetzt scheint es zu einer Aussprache zu kommen, an deren Ende beide zunächst wieder ihrer Wege gehen. Doch lange halten sie es nicht ohne einander aus…

Glaube versus Gefühl

Über viele Jahre hat Chris sein Schwulsein einfach "weggebetet" – doch natürlich hat diese Strategie am Ende keinen Erfolg. In der Fortsetzung seines Kultfilms "The Falls" arbeitet Regisseur Jon Garcia den Konflikt zwischen Glaube und Gefühlen erneut auf. Dabei geht es diesmal um deutlich mehr als das, das Drama erreicht weitere Dimensionen. Denn nun steht zumindest bei Chris ein zwar nicht erfülltes, aber durchaus harmonisches Familienleben inklusive Tochter auf dem Spiel. Dass sein erneutes Werben um Chris weitreichende Konsequenzen hat, darüber macht sich RJ erst Gedanken, als es bereits zu spät ist. Werden Chris und er die Hürden meistern und doch noch zusammenkommen?

In einem Interview erklärt Regisseur Jan Garcia, er habe nach Fertigstellung des ersten Films zunächst nicht vorgehabt, eine Fortsetzung zu drehen. Doch Fans aus der ganzen Welt hätten ihm E-Mails geschrieben und immer wieder gefragt, wie die Geschichte um die beiden jungen Mormonen wohl weitergehen würde. Das habe ihn selbst neugierig werden lassen.

Inzwischen arbeitet Garcia bereits an seinem nächsten Film – einem Thriller.

Youtube | Offizieller deutscher Trailer
  Infos zur DVD
The Falls 2 – Zeugnis der Liebe. Originaltitel: The Falls – Testament Of Love. Drama. USA 2013. Regie: Jon Garcia. Darsteller: Nick Ferrucci, Benjamin Farmer, Hannah Barefoot. Laufzeit: 118 Minuten. Sprache: englische Originalfassung. Untertitel: Deutsch (optional). Extras: Hinter den Kulissen, Interviews mit Regisseur Jon Garcia und Q&A mit den Darstellern von der Weltpremiere beim Portland Queer Filmfestival geschnittene Szenen, Wendecover ohne FSK-Logo. FSK 12. Pro-Fun Media
Links zum Thema:
» Die DVD bei Pro-Fun bestellen
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Mehr zum Thema:
» Filmkritik "The Falls": Die Liebe zweier schwuler Mormonen (25.04.2013)
Galerie
The Falls 2

10 Bilder
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Tags: the falls 2, schwule mormonen, pro-fun, jon garcia
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Reaktionen zu "Das Schwulsein einfach weggebetet"


 16 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
10.06.2014
13:37:27


(+14, 16 Votes)

Von sperling


>"Homosexualität ist in den hiesigen beiden christlichen Konfessionen kein Riesenproblem mehr."

würde der autor das auch den angestellten katholischer einrichtungen sagen, die sich nicht trauen (können), am arbeitsplatz über ihr privatleben zu sprechen, oder die bereits ihren job verloren haben? oder den jugendlichen, die angesichts der öffentlichen dämonisierung ihrer erwachenden sehnsüchte so verunsichert sind, dass sie über suizid nachdenken?

es geht oft immer noch um die existenz. das wollen wir doch bitte nicht ausgerechnet in einem queeren magazin verharmlosen.


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#2
10.06.2014
15:04:22


(-5, 7 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Als deutsche Synchronfassung würde sich der Film besser verkaufen!


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#3
10.06.2014
15:41:42


(+7, 11 Votes)

Von dem Gipfel
Antwort zu Kommentar #1 von sperling


der Verblödung!

Der Artikel war für mich bereits nach diesem ersten Satz erledigt.

Allgemein kann kein halbwegs mit offenen Augen durch den Alltag dieser Gesellschaft gehender Mensch mehr das bescheuerte Gequatsche im Stile von "Wir haben ja so viel erreicht" und "In Deutschland geht es Schwulen und Lesben ja so gut" mehr hören.

Was haben wir in Post-Agenda-2010- und kapitalistischen Dauerkrisenzeiten mit einem neoliberalen Einheitsblock CDU/SPD/FDP/Grüne und zwangsläufig erstarkenden Neofaschisten, mit denen "die beiden christlichen Konfessionen", wo immer es ihnen opportun erscheint und nur der geringste soziale Fortschritt erkämpft werden soll, mehr oder weniger offene Allianzen eingehen (siehe z. B. Hassmobilisierungen in Baden-Württemberg), und bürgerlichen Schwulen-/LesbenfunktionärInnen, die das Verblödungs- und Unterdrückungssystem Religion im Interesse der Ausbeuter und Unterdrücker nicht als das benennen, was es ist, sondern sogar noch selbst aktiv das Bewusstsein der Community vernebeln, wenn nicht ein "Riesenproblem"??


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#4
10.06.2014
15:45:49


(+6, 8 Votes)

Von Mensch


Menschen sind keine Schafe. Und auch keine Schäfchen.


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#5
10.06.2014
16:41:24
Via Handy


(+6, 6 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Also beim ersten Satz des Artikels kann ich mich meinen Vorrednern nur anschliessen: Das ist pure Realitätsverleugnung, vor allem was die Katholiban betrifft.

Der Film selbst ist sicher sehenswert. Ich selbst bin mir bloss noch nicht sicher ob ich dieses religiöse Zeugs ertragen werde das dazu geführt hat, das Chris sich so lange verleugnet.

Zählen wir mal die Opfer der Mormonensekte in diesem Film:

Da ist einmal Chris selber, der viel zu viel Lebenszeit und Energie opfern musste, seine Frau Emily und das kleine Töchterchen.

Da ist RJ und seine Liebe zu Chris die viel zu lange nicht sein durfte.

Und nicht zuletzt ist da Paul der plötzlich nach Jahren verlassen wird.

Wie im richtigen Leben verhindert Religiosität und Homophobie das wir glücklich sein können und dürfen. Einfach traurig.


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#6
10.06.2014
16:42:56


(+5, 7 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von FoXXXyness


Es soll jede Menge Menschen geben die den film auch im Original verstehen können..

..oder einfachdie Untertitel lesen..

Für Deine eingeschränkte Linguistik kann keiner etwas, am wenigsten die Hersteller, zumal eine Synchronisation nicht unbedingt besser ist, weil sie nicht immer gut klingt, und zudem ziemlich teuer ist..


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#7
10.06.2014
17:03:25


(+5, 7 Votes)

Von Fred i BKK


...ich konnte es mir nicht verkneifen,vor 3 Wochen standen etwa 10-12 junge Mormonen-Missionare,darunter nur ein aelter ,neben mir hier bei der Immigrationsbehoerte um ihr 90 Tage-Meldung abzugeben.Alle wie immer geschniegelt und gestriegelt ,schwarze Hose ,bluetenweisses Hemd mit schwarzem Namenschild an der linken Hemdseite,sie sehen immer aus wie frisch gebadet .....
Eine junge Chinesin fragte mich ploetzlich ,wer die sind ,welche Firma und woher die kommen,die 5-6 jungen Maenner welche direkt bei uns standen ,hatten die Frage an mich mitgekriegt ,das war mir klar ,deshalb meine gut hoerbare Erklaerung :
Das sind Amis ,die gehoeren einer Sekte an welche in Asien und Afrika massiv missionieren,
sie hassen Schwule und Lesben ,auch Transpersonen ,
Auffallend ist dass sie immer Paarweise an die Haustuer kommen ,schwarze Amis waren hier noch nie dabei....man sagt die meisten von denen seinen selber GAY .....
Nach diesem meinen Kommentar standen die Jungs ,welche mit zugehoert haben da ....
alle Kopfe so rot wie reife Tomaten ,
meine Chinesische "Nachbarin ,hat es genau so genossen wie ich.....

Video ,gemacht von solchen "Missionaren "in Burma (zeigt wie die die Buddisten rumkriegen wollen)
ansehen lohnt sich ....

Youtube-Video:


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#8
10.06.2014
17:34:44


(+5, 5 Votes)

Von Peer


"Homosexualität ist in den hiesigen beiden christlichen Konfessionen kein Riesenproblem mehr."

Da hat der Autor des Artikels aber leider null Ahnung!

Weiterhin dürfen kirchliche Angestellte (nicht Geistliche, sondern Angestellte) sich nicht outen bzw. müssen dann mit ihrer Entlassung rechnen. Weiterhin hetzt die Kirche auch hierzulande ganz massiv gegen jeden rechtlichen Fortschritt und kämpft auch gegen Aufklärung wie wir in Baden-Württemberg beim Kampf gegen den Bildungsplan sehen, wo beide Kirchen massiv beteiligt sind.

Etc. etc. etc.

Bevor man solche Lügen verbreitet, sollte man sich vielleicht erst mal richtig informieren!!


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#9
10.06.2014
17:36:06


(+5, 7 Votes)

Von Robin
Antwort zu Kommentar #4 von Mensch


Für die Kirche schon.

Und um ein gutes Mitglied einer Schafherde zu sein, muss man vor allem eines sein: ein Schaf!


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#10
10.06.2014
17:39:49
Via Handy


(+3, 5 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #7 von Fred i BKK


Vielleicht waren die nicht alle schwul die zugehört haben, aber bestimmt hatten die schon Probleme nicht zu wichsen.

Der Kampf nicht zu wichsen geht sogar so weit, dass Missionare zu zweit in einem Raum schlafen sollen, um dem jeweils anderen mutig zu Hilfe zu eilen, wenn er dem Wichstrieb erliegt!

Wobei ich ja glaube, dass diese Hilfe unterschiedlich ausfällt.... LOL

Link zu www.libchrist.com


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