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  • 10.06.2014           12      Teilen:   |

Weiterer Schritt zur Gleichstellung in den USA

Hunderte Eheschließungen in Wisconsin

Artikelbild
In immer mehr amerikanischen Lokalnachrichten sitzen die Moderatoren vor einer Regenbogenfahne - jetzt auch in Wisconsin.

In einem weiteren republikanisch regierten US-Bundesstaat fällt das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben durch eine Gerichtsentscheidung – die katholische Kirche ruft ihre Anhänger zum Widerstand auf.

Mehrere hundert Homo-Paare haben allein in den beiden größten Bezirken Wisconsins geheiratet, nachdem eine Bundesrichterin am späten Freitagabend das Ehe-Verbot des Bundesstaates für Schwule und Lesben für verfassungswidrig erklärt hatte. Richterin Barbara Crabb erklärte in ihrer Entscheidung vom Freitag, dass die homosexuellen Kläger "mich überzeugt haben, dass sie nicht schlechter behandelt werden dürfen als heterosexuelle Paare".

Die Entscheidung ist bereits das 14. Urteil von Bundesrichtern zugunsten von heiratswilligen Homo-Paaren, nachdem der oberste Gerichtshof im Juni 2013 das Bundesgesetz "zum Schutz der Ehe" (DOMA) für verfassungswidrig erklärt hatte (queer.de berichtete). Dieses Gesetz hatte die Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Eheschließungen durch Bundesbehörden verboten, war aber nach Ansicht der Richter eine verfassungswidrige Diskriminierung von Homosexuellen.

Anders als in anderen Bundesstaaten hat Richterin Crabb nicht direkt angeordnet, die Ehe für Schwule und Lesben zu öffnen, sondern die Ausführung offen gelassen. Gleich nach dem Urteil haben mehrere urbane Bezirke ihre Standesämter angewiesen, auch homosexuelle Paare zu trauen. Dies ist etwa seit Freitagabend in den beiden größten Städten Milwaukee und Madison möglich. In den meisten ländlichen Gebieten ist die Eheschließung dagegen weiterhin Heterosexuellen vorbehalten.

Youtube | Eheschließung am Wochenende in Milwaukee
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Republikaner: Urteil missachtet Wählerwillen

Wisconsins Justizminister J.B. Van Hollen will Homosexuelle weiterhin vom Standesamt fernhalten
Wisconsins Justizminister J.B. Van Hollen will Homosexuelle weiterhin vom Standesamt fernhalten

Die republikanische Regierung in Madison zeigte sich über das Urteil empört. Justizminister J.B. Van Hollen scheiterte am Montag mit dem Antrag, das Urteil bis zu einer endgültigen Entscheidung auszusetzen, will aber in Berufung gehen. Van Hollen erklärte, das Urteil führe zu Rechtsungleichheit und Verwirrung und widerspreche außerdem dem Wählerwillen, weil das Verbot der gleichgeschlechtlichen Eheschließung in einem Volksentscheid im Jahr 2006 von 59 Prozent der Bevölkerung bestätigt worden war.

LGBT-Aktivisten kritisierten den Minister, weil der Widerstand gegen die Gleichstellung keine Aussicht auf Erfolg habe und Steuergelder verschwende. Kritik an dem Urteil kam auch von konservativen Aktivisten und der katholischen Bischofskonferenz von Wisconsin, die am Montag in einer Pressemitteilung dazu aufrief, gegen das Urteil zu protestieren. Katholiken sollten sich "in der öffentlichen Debatte engagieren" und für die "einzigartige Beziehung", die eine (heterosexuelle) Ehe darstelle, werben, so die katholischen Bischöfe.

Zuletzt hat der Bundesstaat Pennsylvania im vergangenen Monat die Ehe für Schwule und Lesben nach einer Gerichtsentscheidung geöffnet. Dort hat die republikanische Regierung das Urteil akzeptiert, weil eine Gleichstellung nicht mehr zu verhindern sei (queer.de berichtete). In den USA können gleichgeschlechtliche Paare außer in Teilen Wisconsins in 19 Bundesstaaten und der Hauptstadt Washington heiraten. Damit leben fast die Hälfte der Amerikaner in Regionen, in denen Homo-Paare im Eherecht gleichgestellt sind. (dk)

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Tags: usa, wisconsin, homo-ehe, ehe-öffnung
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Reaktionen zu "Hunderte Eheschließungen in Wisconsin"


 12 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
10.06.2014
13:39:03


(+9, 9 Votes)

Von jochen
Aus münchen (Bayern)
Mitglied seit 03.05.2008


Mir wird es immer ein Rätsel bleiben, wieso man sein Recht in Gefahr sieht, nur weil andere auch das Recht bekommen sollen.

Was ist das für ein Recht, dass nur Wert hat, wenn andere draussen vorbleiben müssen?

Kein Hetero-Paar wird auf ihre Eheschliessung wg. der Homo-Ehe verzichten.


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#2
10.06.2014
14:27:44


(+8, 8 Votes)

Von hypathia
Aus Baden (Österreich)
Mitglied seit 18.11.2012
Antwort zu Kommentar #1 von jochen


Das kann ein normal Denkender auch nicht verstehen!
Das ist eben verdummbibelte, religionsvertrottelte Logik!


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#3
10.06.2014
15:03:20


(0, 2 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Mal sehen, in welchem Bundesstaat das Eheverbot für Schwule und Lesben noch fallen wird: Alaska, Arizona, Montana, Tennessee, Mississippi, Missouri, Wyoming, Indiana oder West-Virginia?


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#4
10.06.2014
16:44:48


(+7, 7 Votes)

Von Robin


"die katholische Kirche ruft ihre Anhänger zum Widerstand auf."

Wieso können die Katholen sich nicht endlich mal mit Demokratie und Rechtsstaatlichkeit abfinden. In der Demokratie herrscht nun mal aus gutem Grund die Trennung von Staat und Kirche und das Gleichheitsprinzip!


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#5
10.06.2014
16:46:05


(+6, 8 Votes)

Von Joonas


"die katholische Kirche ruft ihre Anhänger zum Widerstand auf."

Will die Kinderschänder-Sekte wieder mal von ihren Verbrechen ablenken?

Will man seine Schäfchen auf Linie bringen, muss man ihnen Angst machen und einen gemeinsamen Feind präsentieren.


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#6
10.06.2014
16:49:13


(+6, 8 Votes)

Von Yannick


"Republikaner: Urteil missachtet Wählerwillen"

Man kann doch Menschenrechte und Grundrechte nicht von irgendwelchen Stimmungen, die aus ideologisierter Indoktrinierung entstehen, abhängig machen.


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#7
10.06.2014
16:51:53


(+7, 7 Votes)

Von Peer


Hoffentlich nutzen das ganz viele Paare und zeigen, wie wichtig dieser Schritt ist.


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#8
10.06.2014
16:59:27


(+3, 5 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von jochen


""die katholische Kirche ruft ihre Anhänger zum Widerstand auf""..

""Die republikanische Regierung in Madison zeigte sich über das Urteil empört. Justizminister J.B. Van Hollen scheiterte am Montag mit dem Antrag, das Urteil bis zu einer endgültigen Entscheidung auszusetzen, will aber in Berufung gehen. Van Hollen erklärte, das Urteil führe zu Rechtsungleichheit und Verwirrung und widerspreche außerdem dem Wählerwillen, weil das Verbot der gleichgeschlechtlichen Eheschließung in einem Volksentscheid im Jahr 2006 von 59 Prozent der Bevölkerung bestätigt worden war.""..

Ich kann verstehen das Mr. Van Hollen verwirrt ist..
Das liegt sicher an seinen Niederländischen Vorfahren..
Vielleicht sollte Mann einen Volksentscheid über die Frage herbeiführen, ob es den Nachfahren Niederländischer Einwanderer verboten werden soll Justiz-Minister zu werden, weil das nur den Geist des Menschen verwirre ?


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#9
10.06.2014
18:28:55


(+6, 6 Votes)

Von Felix


Hoffentlich schließen sich noch hunderte weitere Paare an...


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#10
10.06.2014
19:16:46


(+6, 6 Votes)

Von Hugo


Ich verfluche euch und verdamme euch, ihr ewigvorvorgestrige. Wenn ihr vergangenen Zeiten nachtrauert, legt euch schlafen und last die Menschheit in Ruhe leben.


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