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Es wird höchste Zeit, in Eorzea nach Sahneschnitten zu cruisen... (Bild: Electronic Arts)

Bislang waren nur heterosexuelle Ehen vorgesehen – jetzt können sich in Eorzea auch gleichgeschlechtliche Paare das Ja-Wort geben, kündigt die japanische Produktionsfirma an.

Das Online-Game "Final Fantasy 14 – A Realm Reborn" wird ab dem nächsten Patch auch Eheschließungen zwischen zwei Männern oder zwei Frauen zulassen. Das hat nach einem Bericht des Gamermagazins "Destructoid" der Hersteller Square Enix auf der "E3"-Spieleesse in Los Angeles bekannt gegeben. Die Eheschließungen soll mit dem Patch zusammen mit weiteren Updates ins Spiel eingefügt werden.

"Wir haben uns gefragt, warum es in der [Spielewelt] Eorzea Einschränkungen gibt, wen man lieben kann oder mit wem man Freundschaften haben kann. Also haben wir uns entschieden, diesen Weg zu gehen", erklärte "Final Fantasy"-Produzent Naoki Yoshida. "Wenn zwei Spieler in Eorzea zusammen sein wollen, könne sie das tun".

Youtube | Trailer für "Final Fantasy"

Gleichgeschlechtliche Ehen zunächst nicht vorgesehen

"Final Fantasy 14" wurde 2013 veröffentlicht, damals noch ohne Eheschließungen. Zu diesem Zeitpunkt erklärten die Produzenten, dass sie in Beta-Test erst die Reaktion der Spieler abwarten wollten, bevor sie ein "so extrem kontroverses Thema" wie die gleichgeschlechtliche Ehe anfassen.

Die geplante Einschränkung hatte damals zu Protesten unter LGBT-Bloggern geführt. Zu diesem Zeitpunkt reagierten die Produzenten dünnhäutig – und sperrten etwa einen Beta-Tester, der die Öffnung der Ehe gefordert hatte. Begründung: Er habe sich diskriminierend geäußert.

Die Reihe "Final Fantasy" gehört zu den erfolgreichsten Rollenspiel-Serien. Die erste Version wurde bereits 1987 angeboten. Bislang wurden mehr als 100 Millionen Einheiten verkauft. Inzwischen gibt es 14 Folgen der Hauptserie und mehrere Spin-Offs, dazu zählen auch zwei animierte Kinofilme. In den Spielen und Filmen werden Geschichten aus einer Fantasywelt erzählt, in der meist Helden gegen böse Figuren kämpfen.

In der Vergangenheit haben bereits mehrere populäre Spielreihen homosexuelle Beziehungen zugelassen. So gibt es etwa in "Star Wars: The Old Republic" seit 2012 gleichgeschlechtliche Techtelmechtel. Mehrere christlich-konservative Gruppen haben damals gegen die Gleichbehandlung von Homo- und Heterosexuellen protestiert und mit Boykotten gedroht (queer.de berichtete) – allerdings ohne Erfolg. (dk)



#1 sperlingAnonym
  • 11.06.2014, 14:42h
  • >"Wir haben uns gefragt, warum es in Eorzea Einschränkungen gibt, wen man lieben kann oder mit wem man Freundschaften haben kann."

    der rausschmiss des beta-testers lässt folgende übersetzung zu: "wir haben sorgfältig eruiert, welche entscheidung aufgrund der mehrheitsverhältnisse unserer kunden mehr profit verspricht und unser marketing nun um die üblichen toleranzfloskeln erweitert. im anderen fälle hätten wir irgendwas von "familienwerten" gefaselt und das wäre genau so okay gewesen, so lange die schwarzen zahlen stimmen."

    oder bin ich zu zynisch?
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 RobinAnonym
#4 Well_of_WorldsAnonym
  • 11.06.2014, 19:42h
  • Das ist jetzt nicht so erstaunlich, wie es den Anschein hat.

    Homosexuelle Beziehungen in Computerspielen sind mittlerweile gang und gäbe. Was mit Singleplayer spielen wie Die Sims, Dragon Age und Mass Effect (ab Fortsetzung 3, bei den vorherigen beiden Titeln sind die entsprechenden Sequenzen zwar vorhanden wurden aber nie offiziell hinzugefügt) und weiteren angefangen hat, hat längst die MMO-Schiene erreicht.

    Homosexuelle Beziehungen finden sich in Guildwars 2 (als teil der Living Story), the elder scrolls online (in diversen quests, hier sind auch Hochzeiten von Spielern/innen möglich) und bestimmt noch in weiteren Titeln, die mir aber gerade nicht einfallen (weil ich auch nicht alle kenne).
    Klar, dass auf den Zug jetzt von überall aufgesprungen wird.

    Das Zockervolk war schon seit jeher eine der tolerantesten Menschengruppen.

    Den Verkaufszahlen schadet's nicht, das stimmt.
    Es schadet aber den Verkaufzahlen ebenso nicht, homosexuelle Inhalte draußen zu lassen.
    Daher finde ich das Argument ein wenig dünn.
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#5 KokolemleProfil
  • 12.06.2014, 10:40hHerschweiler
  • Wird Zeit das das auch in Raumschiff Enterprise und Star Treck endlich eingeführt wird. Die wollen ja immer noch 200 in Worten Zweihundert Jahre weiter sein als wir heute. Aber bei den Unionsparteien zweifle ich ernstlich daran, solange solch dummes Gebabbel wie von Erika Steinbach und anderen homophoben Politiker dort die Runde drehen.
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#6 RevontuletAnonym
  • 12.06.2014, 11:02h
  • Der Bericht ist nicht ganz richtig formuliert (zumindest die Kurzfassung, wenn man ihn verlinkt, in der steht, dass es heterosexuelle Ehen schon länger gäbe).
    Es gibt noch keine Eheschließungen in Eorzea - weder homo- noch heterosexuelle. Sie werden mit dem nächsten Patch gleichzeitig eingeführt.

    Die bisherige Argumentation von Square Enix - bei FF XI - war, dass ihre Spieler auch aus Regionen/Gesellschaftsstrukturen kommen, in denen homosexuelle Verbindungen nicht erlaubt sind, und sie sich deswegen dafür entschieden haben, nur heterosexuelle Verbindungen zu ermöglichen.

    Schön, dass sie mittlerweile erkannt haben, dass dieses Argument nicht sehr stichhaltig ist.
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#7 GerhardAnonym
#8 ThorinAnonym
#9 Der CaptainAnonym