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Außenminister Sam Kutesa hasst nicht nur Schwule und Lesben leidenschaftlich, sondern musste sich auch gegen Korruptionsvorwürfe wehren - da ist es praktisch, mit dem autoritär regierenden Präsidenten verschwägert zu sein...

Ausgerechnet der homophobe Außenminister des Verfolgerstaats Uganda erhält einen herausragenden Posten bei den Vereinten Nationen – Menschenrechtler sind entsetzt.

Die UN-Generalversammlung in New York hat am Mittwoch per Akklamation den ugandischen Außenminister Sam Kutesa zum neuen Präsidenten gewählt. Der 65-Jährige war der einzige Kandidat für das repräsentative Amt. Die afrikanischen Staaten, die in diesem Jahr turnusgemäß den Chefposten der Vollversammlung übernehmen dürfen, hatten sich im Vorfeld auf den Ugander geeinigt.

Kutesa ist bereits vor seiner Wahl von westlichen Politikern und Menschenrechtsaktivisten kritisiert worden, weil er als Verfechter der Verfolgung von Homosexuellen gilt. So hatte er die Strafverschärfung unterstützt, die im Februar von Präsident Yoweri Museveni unterzeichnet wurde (queer.de berichtete). Seither steht auf gleichgeschlechtliche Liebe lebenslange Haft. Selbst "Werbung" für Homosexualität kann zu mehrjährigen Haftstrafen führen.

Kutesa: Homosexualität "beleidigt unsere Kultur"

Nach der Verabschiedung des Gesetzes hatte Kutesa erklärt, dass "eine Mehrheit der Afrikaner diese Praxis [Homosexualität] verabscheut" und daher eine Strafverfolgung von Schwulen und Lesben notwendig sei. Weiter sagte er: "Wir werden nicht akzeptieren, dass dafür geworben wird, weil wir glauben, dass es der falsche Weg für junge Leute ist und weil es unsere Kultur beleidigt".

Vergeblich hatten LGBT-Aktivisten an ihre Regierungen appelliert, den homophoben Politiker abzulehnen. So forderte der britische Aktivist Peter Tatchell, dass sein Land Kutesas Ernennung blockieren solle, "weil seine politische Laufbahn nicht mit UN-Prinzipien zu vereinbaren" sei. Auch Human Rights Watch warnte davor, einen Politiker in das hohe Amt zu hieven, der offensichtlich nicht viel von der UN-Menschenrechtskonvention hält.

Neben seiner offenen Homophobie stand Kutesa seit Jahren wegen Korruptionsvorwürfen in der Kritik. So soll der äußerst wohlhabende Anwalt Schmiergelder von internationalen Ölfirmen angenommen haben. Seine Nähe zum autokratisch regierenden Präsidenten Yoweri Museveni hat ihn aber vor Strafverfolgung geschützt. Diese Beziehung hat er auch durch Verwandtschaftsverhältnisse gestärkt: So heiratete er 2008 die Schwester von Musevenis Ehefrau. (dk)



#1 NezuAnonym
  • 12.06.2014, 13:55h
  • Ich habe langsam das Gefühl wir entwickeln uns wieder Richtung drittes Reich. Ich traue mich schon eh kaum mich zu outen geschweige denn darüber zu reden. Wo soll das alles hinführen?
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#2 GerritAnonym
  • 12.06.2014, 13:58h

  • Das darf doch wohl nicht wahr sein... Ausgerechnet die Vereinten Nationen machen einen extremistischen, radikalen Homohasser zum Präsidenten der Vollversammlung.

    Das wird dramatische Folgen haben...
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 12.06.2014, 14:00h
  • Antwort auf #1 von Nezu
  • Solche Rückschläge lassen sich bedauerlicherweise nicht vermeiden, jedoch es gibt auch Fortschritte, wie z. B. die Aufhebung des Homoeheverbotes im US-Bundesstaat Wisconsin oder die Einführung der Homoehe im Großherzogtum Luxemburg.
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#4 AlexAnonym
  • 12.06.2014, 14:01h

  • Auch wenn manche das nicht wahrhaben wollen: der konservative Rollback ist in vollem Gange.

    Das wird noch ein schlimmes Ende nehmen, wenn wir uns nicht sehr schnell wehren.
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#5 Simon HAnonym
  • 12.06.2014, 14:04h

  • Dass gerade die Vereinten Nationen so einen Fanatiker dermaßen hofieren und ihm so einen bedeutenden Posten geben, ist ein Skandal und widerspricht deren Grundsätzen.

    Wie soll man die nochmal jemals ernst nehmen können?!
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#6 NezuAnonym
#7 NezuAnonym
  • 12.06.2014, 14:10h
  • Antwort auf #3 von FoXXXyness
  • Sind zwar auch gute Neuigkeiten, aber im Gegensatz dazu, wie es läuft ein Tropfen auf dem heißen Stein. Solange es solche Menschen und solche Ansichten gibt, werden LQBT-Menschen nie ihre Ruhe haben
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#8 Copy und PasteAnonym
#9 Pexx89
  • 12.06.2014, 16:15h
  • Vereinte Nationen hin oder her ... solch Hass darf nicht toleriert und gefördert werden. Sonst landen wir irgendwann wieder beim Malleus Maleficarum, nur diesmal im Bezug auf Schwule und Minderheiten.
    Sobald Extremisten die Macht bekommen, entwickelt sich unsere Welt zurück. Unseren farbenfrohen Planeten gibt es nur dank der Vielfalt, nicht der Einfalt.
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#10 RobinAnonym
  • 12.06.2014, 16:17h
  • Kutesa: Homosexualität "beleidigt unsere Kultur"

    Und Hass, Fanatismus, Fundamentalismus und Faschismus beleidigen unsere Kultur!

    Hass ist keine Kultur, sondern eine Unkultur!
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