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  • 13.06.2014           5      Teilen:   |

Vorbild für Europa

Dänemark beschließt fortschrittliches Transsexuellengesetz

Das Folketing hat bereits 1989 als erstes Parlament der Welt eingetragene Partnerschaften für Schwule und Lesben eingeführt – jetzt zeigen die Parlamentarier Europa beim Transsexuellengesetz den Weg.
Das Folketing hat bereits 1989 als erstes Parlament der Welt eingetragene Partnerschaften für Schwule und Lesben eingeführt – jetzt zeigen die Parlamentarier Europa beim Transsexuellengesetz den Weg.

Transsexuelle müssen in Dänemark nicht mehr einen Gutachter von ihrer Geschlechtszugehörigkeit überzeugen und auch keine Geschlechtsanpassung mehr durchführen, um anerkannt zu werden.

Das hat das dänische Parlament am Mittwoch entschieden. Demnach muss eine Person 18 Jahre alt sein und ihr Verlangen nach einem Leben im anderen Geschlecht zum Ausdruck bringen, damit sie neue Papiere erhält. Das Gesetz enthält lediglich eine Wartezeit von sechs Monaten, in der sich die Betroffenen über ihre Entscheidung Gedanken machen sollen. Es soll am 1. September in Kraft treten.

LGBT-Aktivisten wie Søren Laursen von der Gruppe "LGBT Danmark" begrüßten die Reform als "fortschrittlichste Lösung in Europa". Bislang mussten Betroffene in Europa generell ihre Transsexualität vor Psychologen beweisen; in Deutschland müssen etwa zwei Gutachter die Transsexualität attestieren, was zu erheblichen psychischen und finanziellen Belastungen führt. Amnesty International bezeichnete das dänische Gesetz als "vorbildlich" und forderte andere Länder auf, es zu kopieren.

Als erstes Land der Welt hatte Argentinien im Jahr 2012 auf den Gutachter-Zwang verzichtet (queer.de berichtete). Dort wurde im vergangenen Jahr sogar ein sechsjähriges Kind als transsexuell anerkannt (queer.de berichtete).

In mehreren Ländern gibt es bereits keinen Zwang für eine teure und teilweise mit Gefahren verbundene operative Geschlechtsanpassung mehr, beispielsweise in Großbritannien, Portugal und den Niederlanden. Auch in Deutschland wurde dieser Zwang 2011 abgeschafft – allerdings nicht durch die Politik, sondern durch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das die Regelung als unvereinbar mit mit der Menschenwürde und dem Recht auf körperliche Unversehrtheit ansah (queer.de berichtete). Bislang konnte sich die Bundesregierung aber noch nicht durchringen, das verfassungswidrige Gesetz zu reformieren. (dk)

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Tags: transsexuelle, transexuellengesetz, dänemark, folketing
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Reaktionen zu "Dänemark beschließt fortschrittliches Transsexuellengesetz"


 5 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
13.06.2014
14:33:15


(-3, 3 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Mange tak, Danmark!


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#2
13.06.2014
14:41:55
Via Handy


(+3, 5 Votes)

Von Gerrit


Die Skandinavier waren immer schon viel fortschrittlicher als wir Deutschen. Nicht nur bei Grundrechten, sondern auch bei Bildungspolitik, Sozialpolitik, etc.


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#3
13.06.2014
19:33:10
Via Handy


(+5, 5 Votes)

Von Kim Schicklang


Ihr solltet mal nicht so voreilige Artikel schreiben, da die Leute sonst noch in die Irre gefuehrt werden. Richtig ist es, dass die neue Regelung besser ist als zuvor. Richtig ist aber auch, dass eine Wartezeit von 6 Monaten dafuer seine Papiere seinem eigentlichen Geschlecht anpassen zu lassen immer noch eine massive Ungleichbehandlung bedeutet.


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#4
13.06.2014
21:27:47


(+1, 3 Votes)

Von TheDad
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Antwort zu Kommentar #3 von Kim Schicklang


Richtig ist aber auch nach wie vor das wir hier ein gültiges Gesetz haben, das seit 2009 als Verfassungswidrig gilt, wie das BVG geurteilt hat, und das KEINE Regierung seitdem ernsthafte Versunche unternommen hat, diesen verfassungswidrigen Zustand zu ändern..

Fristen sind immer eine unangenehme Lösung für die Menschen..
Allerdings wird es wohl auch nie ohne bestimmte Fristen gehen..


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#5
21.06.2014
19:47:56


(+2, 2 Votes)

Von Aurora


>"In mehreren Ländern gibt es bereits keinen Zwang für eine teure und teilweise mit Gefahren verbundene operative Geschlechtsanpassung mehr"<<
Bitte bitte vergesst nicht, das es für viele Transsexuelle kein Zwang ist sondern ein Verlangen nach einer Operativen Genitalkorrektur (es ist nunmal keine "Geschlechtsanpassung"!). Es ist unnötig herauszustellen , das dies teuer und Risikobehaftet ist. Wenn jemand diese Operation nicht möchte ist das ok, es sollte keinen Zwang dazu geben, aber ich merke zunehmend die Tendenz zu sagen das man das doch nicht brauchen würde, das es nur aus Zwang - rechtlicher oder gesellschaftlicher Art heraus gemacht wird. Auch wenn das in dem Artikel so nicht steht finde ich das es mitschwingt, gerade in der Betonung auf die Kosten und Risiken, die ja wohl das unerheblichste dabei sind, wenn es darum geht das ein Mensch selbst bestimmen können sollte, ob er nun eine körperliche Diskrepanz im Genitalbereich spürt oder nicht und entsprechend eine Genitalrekonstruktion braucht oder eben nicht.


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