Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 14.06.2014           13      Teilen:   |

"Der Seemann und der Prinz" im Tipi-Zelt

Georgette Dee, ersoffen in Melancholie und Wodka

Artikelbild
Im Programm "Der Seemann und der Prinz" singt Georgette Dee Lieder und Geschichten vom Wünschen und Erfüllen (Bild: Arnold Morascher)

Die große Diseuse hätte der jungen queeren Generation viel zu sagen, stattdessen singt sie von anonymen Prinzen – und enttäuscht selbst Nostalgiker.

Von Kevin Clarke

Da ist sie also wieder, auf einer Berliner Showbühne. Groß und raumfüllend. Mit dem randvollen Wodka-Glas in der Hand. Und dem grandiosen Terry Truck am Flügel und als Gesangpartner. Genau, Georgette Dee tritt an diesem Wochenende im Tipi-Zelt auf. Mit dem Programm "Der Seemann und der Prinz". Als Einspringerin fürs Duo Malediva, das sich kurzfristig aufgelöst und seine Show abgesagt hatte.

Am CSD-Wochenende nächste Woche wird dann Tim Fischer mit "Geliebte Lieder" übernehmen, danach kommt Maren Kroymann. Und dann geht's mit "Cabaret" in der Endloswiederholungsschleife weiter, zur Beglückung von eher heterosexuellen Touristenscharen. Jetzt aber erst mal zum schwul-lesbischen Straßenfestwochenende: Miss D.

Fortsetzung nach Anzeige


Gereifte Hipsters im Zelt, johlende Fußballfans davor

Das Wochenblatt "Die Zeit" bezeichnete Georgette Dee als "Deutschlands größte lebende Diseuse" - Quelle: André Böhm
Das Wochenblatt "Die Zeit" bezeichnete Georgette Dee als "Deutschlands größte lebende Diseuse" (Bild: André Böhm)

Mit einer Show am Abend der Fußball-WM-Eröffnung zu starten, ist natürlich kühn. Gegen das Getrommel und Gejohle einer brasilianischen Truppe im Tiergarten nebenan anzusingen, deren Lärm durch die Wände des Zelts am Kanzleramt wummern, ist auch eine Herausforderung. Und sich als in die Jahre gekommene Legende einem – am Premierenabend – betont hippen Großstadtpublikum mit aufgepumpten haarigen Körpern, Vollbärten und Nerd-Brillen zu präsentieren, wirft die Frage auf, ob Shows wie "Der Seemann und der Prinz" und Kunstfiguren wie Georgette Dee überhaupt noch zeitgemäß sind und zur heutigen queeren Szene passen?

Junge (Party-)Hasen um die 20 sah man im Tipi jedenfalls nicht. Und außer dem erwähnten Hipster-Kontingent war der Rest des Publikums eher Kategorie "Nostalgie". Ich rechne mich da gern selbst mit, denn ich bin seit 20 Jahren ein bekennender Dee-Fan. Aber meine Fan-Seele wurde an diesem Abend einer ziemlichen Prüfung unterzogen.

"Myschtisch, Klassisch, Muschjisch"

In dem wunderbaren Buch "The Queer Enyclopedia of Music, Dance & Musical Theater" schreibt Andres Mario Zervigon zum Stichwort "Drag Shows" bzw. "Female Impersonators": "Es gab sie scheinbar in der gesamten Menschheitsgeschichte. Im antiken Rom existierten viele männliche Cross-Dresser, und die Indianer Nordamerikas verehrten sie als Prophetinnen und Seherinnen, die die Welt sowohl von der männlichen wie weiblichen Perspektive durchschauen können."

Als Seherin könnte man die "norddeutsche Indianerin" Georgette Dee in ihren besten Momenten natürlich auch bezeichnen. Sie war in ihren Anfängen so modern und poetisch, so voller tiefsinniger Lebensweisheit, so selbstverständlich androgyn, als das Thema Gender oder Trans* noch keine "hot topics" waren. Und sie hat damals, und später immer wieder, so wunderbar witzige Programme abgeliefert, die teils als CD ihren Ruhm bis in die Jetztzeit tragen. Mein persönlicher Favorit ist "Myschtisch, Klassisch, Muschjisch", 1994 in der Bar jeder Vernunft aufgenommen und immer noch ein Meilenstein der "queeren" Kleinkunst, mit Liedern von Kurt Weill, Cole Porter und Ralph Benatzky u.a.

Seither ist viel passiert. Georgette Dee ist auf den großen Staatsbühnen angekommen, unlängst beim Berliner Ensemble, wo sie bei den "Shakespeare Sonetten" von Robert Wilson mitmacht. Und nun steht sie also mit diesem Seemanns-Programm rund ums Träumen und Reisen wieder im hauptstädtischen Rampenlicht ("Träumen als kostenlose Reisedimension").

Eine wiedergeborene Charlotte von Mahlsdorf

Georgette Dee wurde 1958 als Kind einer Gärtnerin und eines Drogisten in einem Dorf in der Lüneburger Heide geboren
Georgette Dee wurde 1958 als Kind einer Gärtnerin und eines Drogisten in einem Dorf in der Lüneburger Heide geboren (Bild: Daniel von Johnson)

Inzwischen sieht sie aus wie eine wiedergeborene Charlotte von Mahlsdorf. Nur glamouröser mit dem riesigen rosa Seidenschal, den sie sich um den robusten, schwarz-samtenen Abendkleid-Leib legt. Sie singt mit größtmöglicher Melancholie von der größtmöglichen Liebe ("Dafür bete ich jeden Tag, dass am Ende ein schlichtes Liebeslied kommt"). Georgette Dee heute dort oben auf der Bühne zu sehen, mit tief-trauriger Aura, am Rand des Untergangs ("Spätkommando Untergang"), hat etwas Tragisches. Sie erinnert mich zwischenzeitlich an Trümmertunten, denen der Humor und manchmal auch die Würde ein bisschen abhanden gekommen sind.

Von den alten Lebensweisheiten ist nichts mehr da, überhaupt war alles Private weitgehend ausgeblendet. Stattdessen gab es eine nie enden wollende Traumerzählung von einem schönen Prinzen und einem noch schöneren Seemann. Und eben von Georgette Dee, mit Handtasche. Diese Traum-Story hat einige evokative Momente dichterischer Brillanz, aber abgesehen davon plätschert die Narration so vor sich hin. Und mit zunehmendem Wodka-Konsum wird das Plätschern immer belangloser. Das stimmte mich traurig, denn es macht ja grundsätzlich Spaß, Dee mit ihrer Charakterstimme zuzuhören. Wie gern hätte ich ihren Erzählungen gelauscht, wenn sie etwas Echtes gesagt hätte. Oder ist sie mit 55 Jahren einfach "auserzählt"?

Museal bis zum Äußersten

Der vagen Geschichte von der noch vageren großen Liebe hat sie jedenfalls keine Altersweisheit und auch keinen Alterswitz hinzugefügt. Da heißt es immer noch "Wenn du willst, nimm alles von mir". Und dann hört man "I Will Always Love You" in einer abenteuerlichen Version, die auch für eingefleischte Fans eine Herausforderung darstellt. Von "Männer umschwirr'n mich wie Motten das Licht" möchte ich lieber schweigen. Denn das ist selbst mit viel Fantasie schwer vorstellbar – und dadurch beklemmend.

Es gibt aber auch sehr schöne andere deutsche Lieder, die Dee mit ihrer unnachahmlichen Art mit Leben und Leidenschaft erfüllt. Aber insgesamt bleibt sie über weite Strecken müde und das Song-Programm beliebig bis langweilig. Es ist ein Abend für Existenzialisten, die sich dem Weltschmerz hingeben wollen. Irgendwie. Egal mit welchen Titeln.

Ist das ein Vorbild, das ein "queeres" Publikum im Jahr 2014 noch attraktiv findet? Mit dem es sich identifizieren und das es bewundern kann? Ist eine Show wie "Der Seemann und der Prinz" eine Geschichtsstunde, wie schwules Leben einmal war und nicht mehr ist? Museal bis zum Äußersten?

Das Altern im Alkohol ertränkt

Ich glaube, eine große indianische Seherin wie Georgette Dee hätte der Welt – und sicher der nachrückenden LGBTQI*-Generation – viel zu sagen. Und vorzusingen. Von Kämpfen der Selbstbehauptung. Von der Akzeptanz des Andersseins. Von der Würde, die das Älterwerden haben kann, wenn man das Altern nicht im Alkohol ertränkt. Von einem Leben, das so viele Themen, die derzeit "hot" sind, um 30 Jahre vorweggenommen hat. Wenn Georgette Dee all das in ihre Lieder packt, statt schunkelnd "Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern" zu trällern, dann wird sie sicherlich wieder grandios sein. Und strahlen, wie einst. Nur anders.

Denn ohne Zweifel brauchen wir eine poetische Prophetin. Besonders eine, die in die Jahre gekommen ist und uns teilhaben lässt an all dem Erreichten, das es lohnt zu zelebrieren. Gerade zur CSD-Saison, wo's eben nicht nur um Disco und Sexpartys geht, um Jugend, geile Körper und Sorglosigkeit. Aber dafür müsste Georgette Dee den Mut aufbringen, wirklich von sich zu erzählen, statt von irgendwelchen anonymen Prinzen oder Seemännern.

Persönlichkeit und durchlebte Geschichte hat Dee zu Hauf. Die nötige Charakterstimme und Ausstrahlung ebenfalls. Und die passenden Songs finden sich dann, in Hülle und Fülle. Ihnen würden sicher auch junge Partyhasen von der Fan-Meile und Motzstraße mit Andacht lauschen, wie sich das gehört. Um zu lernen, was da war, ist und kommen wird.

  Termine
Nur noch bis Sonntag, den 15.06.2014 im Tipi am Kanzleramt, Große Querallee,
10557 Berlin (zwischen Kanzleramt und Haus der Kulturen der Welt). Beginn jeweils 19 Uhr, Einlass und Restauration ab 17:30 Uhr. Kartenhotline: (030) 39 06 65 50
Links zum Thema:
» Mehr Infos zur Show und Tickets auf der Tipi-Homepage
» Homepage von Georgette Dee
Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 13 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 28             2     
Service: | pdf | mailen
Tags: georgette dee, tipi am kanzleramt
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

Reaktionen zu "Georgette Dee, ersoffen in Melancholie und Wodka"


 13 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
14.06.2014
17:06:21


(+4, 12 Votes)

Von Susanne


Passen Begriffe wie "junge Partyhasen" eigentlich noch in die Zeit?


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
14.06.2014
17:16:52


(+3, 13 Votes)

Von just in time
Antwort zu Kommentar #1 von Susanne


Die Jugend in Nudeln ertränkt:

Wenn so ein Mensch...

Bild-Link:
image-386379-thumbflex-shsq.jpg


...über so einen Menschen schreibt....

Bild-Link:
resize?key=1e6a1a1efdb011df84894040444cdc60&ur
l=http%3A%2F%2Fpbs.twimg.com%2Fmedia%2FBqBfxDLCMAA
JU1I.jpg


...weiß man: Es ist Deutschland hier.

Youtube-Video:


Link zu www.spiegel.de

Immer mehr Chinesen ekeln sich vor Ausbeutung

Link:
chinastrikes.crowdmap.com/


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
14.06.2014
18:20:47


(-5, 13 Votes)

Von thommy


hä? stammt der text von 1989? die junge queere generation guckt doch Wm und geht nicht ins tipizelt.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
14.06.2014
19:55:11


(+5, 11 Votes)

Von miracle bunny
Antwort zu Kommentar #2 von just in time


Derweilen spielte sich unter der Dusche des Herrn Schneider-Leßmann folgendes ab: Der heilige Geist fuhr in ihn.

Link zu www.spiegel.de


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
14.06.2014
22:23:10


(+7, 11 Votes)

Von WM glotzen
Antwort zu Kommentar #3 von thommy


Hauptsache dabei?

Egal wie heterosexistisch, verbrecherisch, gewalttätig?

Bild-Link:
10401746_1463462947228406_217302256_n.jpg


Die Polizei griff die Demonstration sofort an. "Ich habe alles von Anfang an verfolgt. Die Polizei hat einfach angefangen, Tränengasgranaten auf Jugendliche zu schießen, die friedlich demonstrierten", sagte der Anwalt Pedro Estabile, der als Beobachter anwesend war.

Die CNN-Journalistin Barbara Arvanitidis wurde durch eine Polizeigranate verletzt. Auch vier weitere Journalisten erlitten bei den Auseinandersetzungen Verletzungen. Für große Empörung sorgte der Fall eines jungen Mannes, dem nach seiner Festnahme durch mehrere Polizeibeamte Tränengas ins Auge gesprüht wurde. Ein Video zeigt den Vorfall.

"Allein in den letzten vier Jahren wurden in Belo Horizonte 10.000 Menschen aufgrund der WM-Bauarbeiten vertrieben. Die Mehrheit hat bis heute keinen alternativen Wohnraum bereitgestellt bekommen"

Link:
amerika21.de/2014/06/102632/proteste-repression-wm
-start


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
15.06.2014
02:20:50


(-3, 5 Votes)

Von UweBerlin
Aus Berlin
Mitglied seit 20.06.2010


"Träumen als kostenlose Reisedimension" -

das hört sich schon schlimm an.

Ich war heute auf dem schwul-lesbischen Straßenfest. KURZ.

Als ich dort ne bunt-dralle Trümmer-Transe am Glücksrad und dann die ehemalige Miss Csd mit ihrer agegriffenen rosa Perücke sah - musste ich einfach schnell wieder weg.

Same Procedere as every Year.

Schade - auch G. Dee scheint eher zu diesen alten Relikten gehören. Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn sie bei ihren neuen Künsten a la BE geblieben wäre und uns die Erinnerung an früher ....

Berlin ist eben doch eine riesige aus Stadtteilen zusammen gewürfelte Provinz. Das wird einem bei solchen Anlässen klar.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
15.06.2014
10:05:37


(+4, 4 Votes)

Von ehemaligem User Monster_Baby


'...Ist das ein Vorbild, das ein "queeres" Publikum im Jahr 2014 noch attraktiv findet?...'

Gut, dass das Wort queer in Anführungszeichen gesetzt wurde. Queer bedeutet schräg, sonderbar oder seltsam. Ein Schimpfwort aus dem englischen Sprachraum, dass von den Diskriminierten für sich selbst verwendet wird und als positiv umgedeutet wird (wie ehem. schwul) um so der verbalen Erniedrigung etwas entgegen zu setzen. Nur so nebenbei.
Dee ist eine Meisterin ihres Faches aber sie kann sich nur entfalten wenn das Publikum mitgeht und nicht nur konsumiert. Es ist gewagt, das angepasste und geklonte Hipster-Publikum als queer zu bezeichnen, dass bestenfalls etwas von dem viel besungenen nostalgischen 'Berlin-Gefühl' mitnehmen will. Aber die Epoche ist vorbei. Dee war nie Mainstream und kam eher aus dem Untergrund. Ich kann verstehen, dass sie den glatten, gleichgeschalteten Einheitsbrei - im oder grölend vor dem Zelt - nur mit ner ordentlichen Portion Wodka erträgt. Magie entsteht, wenn alle mitmachen und nicht nur erwarten, dass sie etwas Außergewöhnliches vorgesetzt bekommen weil sie schließlich dafür bezahlt haben. Glücklicherweise ist die Stadt groß genug, dass es noch einige Plätze gibt, die noch nicht vom scheiß Hipster-Einheitsbrei überwalzt wurden und im verborgenen ihre Schönheit entfalten. Lifestyle ist eben nicht gelebtes Leben, sondern schöne Fassade, die gekauft und konsumiert wird - und Menschen wie Dee lassen sich nicht als Lifestyle missbrauchen. Eigentlich wäre eine passende Performance gewesen, den Hipstern den Wodka vor die Füße zu kotzen.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
15.06.2014
12:07:41


(-2, 8 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Also bitte, Georgette Dee ist einmalig!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
15.06.2014
16:39:29


(-2, 4 Votes)

Von ehemaligem User Robby
Antwort zu Kommentar #1 von Susanne


Warum sollen sie denn nicht passen? Weil sie für DICH persönlich nicht passen? - Mann, nimmst Du Dich aber wichtig! Das ist ja nicht auszuhalten... Schätzchen, die Erde dreht sich nicht um DICH - es gibt noch Milliarden anderer Leute auf der Welt. Und für DIE passen die Begriffe möglicherweise immer noch...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#10
15.06.2014
16:41:04


(-2, 4 Votes)

Von ehemaligem User Robby


Schade, dass Georgette mit dem Altern anscheinend so große Probleme hat. Ich hoffe, sie kann das Ruder noch mal herumreißen.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
« zurück  12  vor »


 KULTUR - BüHNE

Top-Links (Werbung)

 KULTUR



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Niederlande: Kommission empfiehlt bis zu vier Eltern pro Kind Israel: Gleichstellung ausländischer Homo-Partner geplant Tag der Menschenrechte: EKD wirbt für LGBTI-Gleichbehandlung Die Poesie der ersten schwulen Liebe
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt