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Zwischenfall bei Regenbogenparade

Buttersäureanschlag auf Wiener CSD-Parade


Ulrike Lunacek blieb unverletzt (Bild: award2008 / flickr / by-sa 2.0)

Die grüne EU-Abgeordnete Ulrike Lunacek wurde mit der übel riechenden Flüssigkeit beworfen.

Bei der Wiener Regenbogenparade ist es Samstag zu einem Anschlag gekommen: Ein bislang unbekannter Mann attackierte den Wagen der österreichischen Grünen mit Buttersäure. Offenbar zielte er dabei auf die grüne Politikerin Ulrike Lunacek, die aber unverletzt blieb.

Die lesbische Abgeordnete des Europaparlaments war gerade dabei, dem ORF ein Interview zu geben. Neben der Bekleidung Lunaceks wurde auch das Equipment des Kamerateams in Mitleidenschaft gezogen – von einem Schaden in Höhe von 50.000 Euro ist die Rede.

"Es gab noch nie einen Anschlag bei der Regenbogenparade", sagte Lunacek bei der Abschlusskundgebung am Abend auf dem Rathausplatz. Es habe sehr gestunken, schilderte sie den Zwischenfall. Solche Einzelfälle würden zeigen, dass auch in Österreich nicht nur für Toleranz, sondern auch für Akzeptanz und Respekt gekämpft werden müsse.

Rechter Gegenprotest

Gegen die 19. Regenbogenparade hatte es auch einen Gegenprotest von fundamentalistischen Christen gegeben, zu dem offenbar auch Aktivisten u.a. aus Deutschland, Ungarn und Polen angereist waren – von der am gleichen Tag stattfindenden CSD-Parade in Warschau, die auf eine Rekordteilnahme von über 10.000 Teilnehmern kam, werden hingegen keine Vorfälle berichtet.

Unter den bis zu 200 homophoben Gegenprotestlern, die von der Polizei gesichert durch die Innenstadt ziehen konnten, befanden sich offenbar auch Rechtsradikale – auf Flyern wurde unter anderem ein Anschluss von Österreich an Deutschland gefordert, berichtet der Verband Sozialistischer Studentinnen und Studenten Österreichs. Dessen Teilnehmer hatten versucht, sich dem Gegenprotest in den Weg zu stellen, wurden aber von der Polizei daran teilweise durch Gewalt gehindert. Die Beamten nahmen mehrere Personen vorübergehend fest.

Berichte in sozialen Netzwerken, einige Schwule und Lesben seien am Abend von Rechtsradikalen in der Innenstadt attackiert worden, wurden bislang nicht bestätigt. (nb)



#1 Rechts-StaatAnonym
  • 15.06.2014, 13:50h
  • Dort wie hier die Realität des bürgerlichen Repressionsapparates:

    "Unter den bis zu 200 homophoben Gegenprotestlern, die von der Polizei gesichert durch die Innenstadt ziehen konnten, befanden sich offenbar auch Rechtsradikale auf Flyern wurde unter anderem ein Anschluss von Österreich an Deutschland gefordert, berichtet der Verband Sozialistischer Studentinnen und Studenten Österreichs. Dessen Teilnehmer hatten versucht, sich dem Gegenprotest in den Weg zu stellen, wurden aber von der Polizei daran teilweise durch Gewalt gehindert."

    "Berichte in sozialen Netzwerken, einige Schwule und Lesben seien am Abend von Rechtsradikalen in der Innenstadt attackiert worden, wurden bislang nicht bestätigt."
    [Von wem?]
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#2 den ermöglichernAnonym
#3 Violence WatchAnonym
  • 15.06.2014, 14:07h
  • Antwort auf #1 von Rechts-Staat
  • Der regelmäßige Schutz der Faschisten einer- und Gewalt gegen Demokraten, die sich mit rassistischen, homophoben, antisemitischen usw. Mobilisierungen nicht einfach abfinden, andererseits bald Schwerpunktthema bei queer.de?
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#4 QueeerdenkerAnonym
  • 15.06.2014, 14:16h
  • Österreich (auf demokratischem Weg) an Deutschland angliedern fände ich gar nicht schlecht, dann hätten wir die ganzen schönen Skigebiete :D
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#5 Marietta KleberAnonym
#6 FinnAnonym
  • 15.06.2014, 15:26h
  • Buttersäure ist nicht nur eklig, sondern auch nicht ganz ungefährlich.

    Das muss man als Attentat werten und den oder die Täter entsprechend bestrafen!
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#7 YannickAnonym
  • 15.06.2014, 15:27h
  • Der konservative Rollback ist in vollem Ganze. Jetzt auch schon in Großstädten...

    Wir müssen uns endlich wehren, sonst wird das noch ein schlimmes Ende nehmen...
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#8 daVinci6667
  • 15.06.2014, 17:17h
  • Antwort auf #4 von Queeerdenker

  • "Österreich (auf demokratischem Weg) an Deutschland angliedern fände ich gar nicht schlecht, dann hätten wir die ganzen schönen Skigebiete :D"

    Sag mal, hatten wir das nicht schon mal?

    Wie auch immer, die Schweiz, das kleine Schwein, (O-Ton Hitler) kriegt ihr auch dieses Mal nicht!

    Andere Variante, noch queerer: Wir treten der EU bei!

    Aber Achtung: La Suisse n'existe pas! Also jeder Kanton einzeln, denn jeder ist unabhängig und souverän.

    So erreichen wir die Macht über ganz Europa! LOL
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#9 Reto77
  • 15.06.2014, 18:12h
  • Schlimm sind auch die Leserkomentare auf krone.at zu diesem Thema. Bedenklich ist, dass die Redaktion von krone.at beleidigende Statements trotz einer Ermahnung zu Einhaltung der Netiquette publiziert.
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#10 m123Anonym
  • 15.06.2014, 19:18h
  • Hoffentlich bleibt der SPD-Wagen bei der CSD-Parade dieses Jahr verschont.

    Die SPD hat soviel für unsere Gleichstellung getan. Die SPD es geschafft sich mit der Forderung nach der Umsetzung der Bundesverfassungsgerichtsurteils gegenüber der Union durchzusetzen. Diese Durchsetzungskraft müssen wir der SPD hoch anrechnen.

    Und die SPD hat die Regenbogenfahne vor dem Bundesfamilienministerium gehisst. Wir können froh sein, dass die SPD soviel für uns leistet.

    Die SPD ist die beste Partei der Welt!
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