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  • 16.06.2014           17      Teilen:   |

Westerwald

Sven Heibel aus CDU ausgetreten

Artikelbild
Mit diesem Facebook-Eintrag nahm ein Shitstorm seinen Lauf

Der Lokalpolitiker, der die Abschaffung des Paragrafen 175 bedauerte, löschte auch sein Facebook-Profil.

Der Chef der CDU von Wallmerod im Westerwaldkreis ist nach der andauernden Kritik an seiner homophoben Äußerung aus der Partei ausgetreten. Sven Heibel hatte am letzten Donnerstag auf Facebook gepostet, dass die Abschaffung der Strafbarkeit von Homosexualität vor genau 20 Jahren kein Grund zum Feiern sei (queer.de berichtete).

Innerhalb weniger Stunden hatte er damit einen Shitstorm ausgelöst, in sozialen Netzwerken, aber auch in der eigenen Partei. Die CDU-Landesvorsitzende von Rheinland-Pfalz, Julia Klöckner, verbreitete via Twitter und Pressesprecher innerhalb weniger Stunden eine "klare Distanzierung", auch andere Parteifreunde bis hin zu Erika Steinbach kritisierten die Äußerungen Heibels öffentlich. Die regionale Junge Union enthob ihn noch am Abend vom Amt des Beisitzers.

Zuletzt war auch ein Parteiausschlussverfahren ins Gespräch gebracht worden. Dem kam Heibel jetzt zuvor: "Weil die CDU meine freie und eigene Meinungsäußerung nicht akzeptiert", trete er aus der Partei aus, verkündete Heibel am Sonntag auf seiner inzwischen gelöschten Facebook-Seite. "Der mediale Sturm sowie die vielen Beleidigungen und Bedrohungen gegen meine Person lassen keinen anderen Schluss zu."

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Widersprüchliche Aussagen

Der bereits vor dem Skandal abgewählte Ortsbürgermeister von Herschbach betonte erneut, er habe die Äußerung privat gemacht und sei dabei über das Ziel hinaus geschossen. Er habe keine Wiedereinführung des Paragrafen fordern wollen, vielmehr seien die "gesellschaftlichen Entwicklungen" seit der Abschaffung "nicht in allen Punkten ein Grund zum feiern".

Im Interview mit dem SWR hatte Heibel am letzten Donnerstag diese "Entwicklungen" näher beschrieben. "Ich will niemanden diskriminieren, aber wir haben eine Schutzpflicht für unsere Kinder", sagte er etwa. Es sei nicht gut, wenn auf dem Kölner CSD Schwule zu sehen seien, die sich öffentlich küssten – "dieses Bild, dass der Schwule glorifiziert wird, das mag ich nicht", so Heibel, der auch einen "Hype" um das Coming-out des ehemaligen Nationalspielers Thomas Hitzlsperger beklagte.

Bevor Heibel seine Äußerungen teilweise zurückgenommen hatte, hatte er sie auf Facebook allerdings noch verteidigt. So schrieb er in einem Kommentar zur Strafbarkeit von Homosexualität: "In den weit überwiegenden Staaten der Welt ist es strafbar…dann irren die alle…" Ein anderes Mal belegte er mit Bibelstellen, dass man Homosexualität "nicht gutheißen" könne. (nb)

Mehr zum Thema:
» CDU-Politiker bedauert Abschaffung von Paragraf 175 (12.06.2014)
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Tags: sven heibel, cdu, paragraf 175, westerwald, rheinland-pfalz
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Reaktionen zu "Sven Heibel aus CDU ausgetreten"


 17 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
16.06.2014
12:44:59


(-11, 15 Votes)

Von Oliver43


Na das ist doch sehr erfreulich...

Die Zeiten haben sich nunmal gottseidank zugunsten homosexueller Paare in Deutschland geändert.

Nicht nur bei der Linkspartei, bei der SPD, bei den Grünen, bei der Piratenpartei sonderen auch mittlerweile bei der CDU kann sich kein Politiker es mehr leisten, mit solche homophoben Positionen aus den 1950er in die Öffentlichkeit zu gehen.

Während solche Politiker noch zu Adenauerzeiten mit einem Schulterklopfen anderer Parteifreunde belohnt worden wären, werden Sie heute auch (!) in der CDU isoliert, politisch "kaltgestellt.

Es ist gut, dass Heibel die CDU nunmehr verlassen hat, denn dies gibt ein klares parteiinternes Signal, dass unter Frau Merkel solche Positionen innerhalb der CDU nicht mehr geduldet werden. Wer so auftritt, schadet selbst der CDU, und hat parteipolitisch seine Heimat eher bei der NPD oder allenfalls noch bei der AfD.

Daher gut das nunmehr Herr Heibel nicht mehr in der CDU ist.


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#2
16.06.2014
13:00:27


(+11, 15 Votes)

Von Thorin


Wetten dass er spätestens Ende der nächsten Woche in der AfD ist :)


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#3
16.06.2014
13:14:10


(+11, 13 Votes)

Von fritzrth
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von Oliver43


"... dass unter Frau Merkel solche Positionen innerhalb der CDU nicht mehr geduldet werden."

... dass unter Frau Merkel solche Positionen "offen zu äußern" innerhalb der CDU nicht mehr geduldet werden.

Man soll ihre wahre Pläne nicht verraten.


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#4
16.06.2014
13:33:07
Via Handy


(+12, 12 Votes)

Von myystery
Antwort zu Kommentar #1 von Oliver43


Mal abgesehen, dass das dies nur in absoluten Extremfällen wie hier gilt .... Sie verstehen schon, wem wir das zu verdanken haben ?

Sicher nicht der CDU selbst, sondern anderen Parteien und Einzelkämpfern (die z.T. sogar ihr Leben ließen), welche die Gesellschaft so verändert haben, dass die CDU sich (zumindest etwas) verändern MUSSTE.

Ohne die Nachfolger dieser Parteien und Menschen würde die CDU rasend schnell in noch homophobere Muster zurückfallen.

All jenen, die unseren heutigen Stand erkämpft haben, fallen Sie mit Ihren fortwährend, obskuren Wahlaufrufen in den Rücken.

Abscheulich.


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#5
16.06.2014
13:52:18


(-5, 7 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness
Antwort zu Kommentar #2 von Thorin


Ich denke wohl eher bei der Familien-Partei oder Partei Bibeltreuer Christen bzw. AUF Partei für Arbeit, Umwelt und Familie, denn die vertreten ebenfalls solche Ansichten.


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#6
16.06.2014
13:58:42
Via Handy


(+6, 8 Votes)

Von Alex


Bravo!

Jemand, der Nazi-Recht zurück haben will (auch wenn er jetzt versucht, das zu bestreiten) hat in der deutschen Politik nichts zu suchen.

Natürlich denken in der CDU viele andere genau wie er, aber die sagen das nicht laut. Das wurde jetzt wohl sogar der CDU zu heiß.


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#7
16.06.2014
14:05:13


(+11, 11 Votes)

Von RWTH


Richtig so!

Das ist ein astreiner Neonazi, auch wenn er jetzt versucht, die Fakten zu verdrehen.

Der kann ja jetzt in die NPD eintreten, wo er auch hingehört...


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#8
16.06.2014
14:11:19


(+6, 10 Votes)

Von Sebi


Endlich ist dieser Faschist weg vom Fenster...


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#9
16.06.2014
15:44:52


(+12, 12 Votes)

Von seb1983
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Wie sehr muss man denn übers Ziel hinaus schießen dass man von Erika Steinbach kritisiert wird


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#10
16.06.2014
19:01:36


(+5, 9 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von Oliver43


""Die Zeiten haben sich nunmal gottseidank zugunsten homosexueller Paare in Deutschland geändert.""..

Die offensichtliche Schwachsinnigkeit mit der Du frohen Herzens alle anderen LGBTTIQ´s im Lande fröhlich diskriminierst indem Du ein ums andere Mal nur von "homosexuellen Paaren" schwafelst, ist kaum noch zu überbieten !

Nebenbei darf bezweifelt werden das dafür irgend einem "gott zu danken" sei !

Das ist und war UNSER Kampf und ist UNSER Erfolg !

Es gibt auch noch eine ganze Menge anderer Menschen in diesem Land, die dieser Typ beleidigt hat !

Und selbst mit Mann an meiner Seite werde ich mich nie zum Teil eines "homosexuellen Paares" verwandeln, weil ich SCHWUL bin !

Unfaßbar !


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