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  • 17.06.2014           23      Teilen:   |

Befürworter der Homo-"Heilung"

Joachim Kretschmann tritt aus SPD aus

Artikelbild
Für Joachim Kretschmann ist die Gleichbehandlung von Homosexuellen generell unchristlich - weil die SPD das anders sieht, zieht er sich jetzt aus der Partei zurück

Als "linker Christ" wollte der SPD-Lokalpolitiker seine Partei auf homophoben Kurs bringen – jetzt wirft er das Handtuch, nicht ohne über die "amoralische Realpolitik" bei den Sozialdemokraten zu zetern.

Joachim Kretschmann hat am Montagabend seinen Austritt aus der SPD erklärt. Als Christ könne er nicht mehr in der Partei aktiv sein, so der Lokalpolitiker aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis in einer aggressiv formulierten Erklärung zu seinem Austritt. Darin warf er seinen ehemaligen Parteifreunden vor, der "Homo-Lobby" blind zu folgen. Außerdem agiere die Partei mit der Unterstützung von Palästinensern antisemitisch.

Der in Freikirchen engagierte Lokalpolitiker hatte Anfang Juni für Empörung gesorgt, als er in einem Leserbrief in der Lokalzeitung "Südkurier" gegen eine vermeintliche "Schwul-Ist-Gut-Lüge" zu Felde zog und die "Heilung" von Homosexualität propagierte (queer.de berichtete). Nachdem ihm die örtliche Parteiführung das Vertrauen entzogen hatte, legte er seine Ämter als SPD-Schriftführer in Villingen-Schwenningen und als Kreisdelegierter nieder. Weil er weiter – auch auf seiner persönlichen Website – gegen Homosexuelle polemisierte, beantragte die Arbeitsgemeinschaft der Lesben und Schwulen in der SPD (Schwusos) in der letzten Woche den Parteiausschluss Kretschmanns (queer.de berichtete).

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"Diktatorisch auftretende Schwusos"

Dem Parteiausschlussverfahren kommt der fundamentalistische Christ nun zuvor. In einer langen Erklärung beschuldigte er seine ehemaligen Parteifreunde, einem "gottlosen Mainstream" zu folgen. Er kritisierte unter anderem den baden-württembergischen SPD-Chef und stellvertretenden Ministerpräsidenten Nils Schmid, weil er die Schirmherrschaft des Stuttgarter "Christoffer Street Day" (sic) übernommen hatte (queer.de berichtete). Den CSD bezeichnete Kretschmann als Veranstaltung, die "jegliche Moral bewusst" ablehne. Und weiter: "Die SPD ist im Grunde für Hunderttausende von gläubigen Stammwählern unwählbar geworden, die sie bereitwillig opfert, um eine Hand voll intolerante und diktatorisch auftretende Schwusos nicht zu verärgern".

Als zweiten triftigen Grund für seinen Austritt nannte Kretschmann die Nahostpolitik seiner Partei, die von der "Pro-Pälestina-Lobby" (sic) gesteuert werde. "Mir scheint, dass die SPD zwar das Gedenken an die toten Juden für wichtig hält – nur mit den lebenden hat sie so ihre Probleme", schrieb Kretschmann. "Einsätze für arme Palästinenserkinder" seien nichts weiter als "'Nachwuchsförderung' neuer Selbstmordattentäter".

Die Schwusos begrüßten den Parteiaustritt: "Es ist einfach gut, nicht mehr mit einem vorurteilsgeleiteten Menschen und Gegner in der gleichen Partei konfrontiert zu werden, den gar als Parteifreund zu sehen schlicht unmöglich geworden war", erklärte Hans-Dieter Straup, der baden-württembergische Schwusos-Chef. "Es hätte der Glaubwürdigkeit der SPD zunehmend geschadet, wäre Kretschmann mit seiner die Grundwerte der Partei mit Füßen tretenden Haltung Mitglied geblieben". Straup erklärte weiter, mit seinem freiwilligen Rückzug habe Kretschmann den Sozialdemokraten immerhin "einen echten Dienst erwiesen". (dk)

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Tags: spd, joachim kretschmann, villingen-schwenningen
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Reaktionen zu "Joachim Kretschmann tritt aus SPD aus"


 23 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
17.06.2014
13:18:59


(+8, 10 Votes)

Von Felix


Richtig so!

Fanatische Fundamentalisten haben in der Politik nichts zu suchen!

Er kann ja gerne so leben, wie er es für richtig hält. Aber er darf anderen seine Meinung nicht aufzwingen und ungleich behandeln. Das ist undemokratisch!


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#2
17.06.2014
13:22:50


(+10, 12 Votes)

Von XDAS


Selbst bei seinem Austritt kann er sich die Hetze nicht verkneifen und spricht von "gottlosem Mainstrem", der "jede Moral bewusst ablehnt". Und er bezeichnet seine schwulen Parteikollegen als "intolerant" und "diktatorisch".

Aber wer Förderung verhungernder Kinder als Zucht von Nachwuchs-Terroristen ansieht, sagt damit genug über seine geistige Gesinnung. So jemand bezeichnet sich auch noch als angeblichen Christen.

Pfui! Was für ein Häufchen Dreck...


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#3
17.06.2014
13:32:25


(+8, 10 Votes)

Von Peer


Ist doch klar, dass der jetzt rumkeift. Solche Subjekte suchen die Schuld immer nur bei anderen und niemals bei sich selbst.

Nach Selbstreflexion müsste so jemand sich seine Lebenslüge eingestehen und das würde er wohl nicht ertragen also baut er halt einen Schutzwall, wo alle anderen immer alles schuld sind.


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#4
17.06.2014
13:40:31


(+10, 10 Votes)

Von SchleicheR74
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Was ne Knalltüte :)
Die mit ihrer Homo-Lobby... die gibt´s nicht einmal. Wir sind nur MENSCHEN, die ihre Grundrechte des Menschseins einfordern und dazu gehört freie Liebe.
Und wer bitte schön erzählt, die Versorgung armer Palästinenser-Kinder wäre Aufzucht von Selbstmord-Attentätern, die gegen Israel eingesetzt werden... Weiß der eigentlich überhaupt noch, was der da schreibt?! Das es fundamentalistischen Gläubigen wegen religiöser Indoktrinierung an Reflexionsvermögen fehlt, ist ja bekannt. Aber das es nun auch zu antisozialem kinderfeindlichen Verhalten führt, das ist mir etwas neu. Und natürlich ist die ´Homo-Lobby´ an allem Schuld, nicht die Kirche.
Btw. Homo-Lobby klingt eigentlich gar nicht schlecht, vielleicht sollte man Homo-Sapiens-Lobby draus machen. So ne Institution für den Menschen von den Menschen. :P Wie war das noch gleich im Latein mit Homo, Sapiens, Spaciens usw? :p
Frei nach Helge Schneider: "Ich bin!" ;)


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#5
17.06.2014
13:44:28


(+10, 10 Votes)

Von Harry1972
Aus Bad Oeynhausen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 21.02.2013


Ob der wohl demnächst in der Klapse landet?
Ich meine, wenn jemand so ne Tiraden loslässt, muss man doch an ne Zwangseinweisung denken.


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#6
17.06.2014
13:52:49


(+10, 12 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #4 von SchleicheR74


Der Mann, der weder links ist noch Christ, sondern ein Unverbesserlicher, der an 'Homo-Heilung' glaubt wie einst SS-Ärzte, betreibt auch noch Opfer-Täter-Umkehr.

Nicht die mehr als pragmatischen Schwusos betreiben eine Diktatur, sondern er selbst steht in der Tradition homophober (und eben auch antisemitischer) Diktaturen.


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#7
17.06.2014
14:14:18


(+12, 12 Votes)

Von stromboli
Aus berlin (Berlin)
Mitglied seit 01.05.2008
Antwort zu Kommentar #6 von goddamn liberal


trifft der kretschmann nun den heibel zum gemeinsamen gedankenaustausch?
Große koalition der gefallenen hoffnungsträger

Hier bedarfs des im umfallen begabt und erfahrenen...
Analyse und schadensbegrenzung, angeboten durch den politarbeitslosen kauch..
Thema:
wie hänge ich meine fahne in den wind ohne verantwortlich für den wind zu sein, ist dessen seminar thema
Alternativ die variante, wie nutze ich den wind, ohne für den inhalt der fahne verantwortlich zu werden...

Die grundguten werden auf ihre füße fallen und weiter sich rechts der mitte einen listenplatz suchen.. afd lässt grüssen und wäre inhaltlich sicher kompatibel!


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#8
17.06.2014
14:31:48
Via Handy


(+10, 12 Votes)

Von cara


Wenn krretschmann sich mit heibel trifft sollen sie vorher kauder bescheid sagen....so ala trio infernale....


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#9
17.06.2014
15:05:39


(-6, 12 Votes)

Von Oliver43


Gut so..dieser Fundamentalist hat in der SPD nichts verlloren und auch bei den Grünen, der FDP, der Piratenpartei, der CDU und der Linkspartei dürfte er mit seinen Ansichten keine politische Heimat und Freunde finden.

So ein fundamentalistischer Typ dürfte nur in der Partei "bibeltreuer Christen" eine Heimat finden und dort kann der meinetwegen dann auch versauern.

Jedenfalls eine gute Nachricht, das der aus der SPD raus ist.


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#10
17.06.2014
15:17:27


(+9, 9 Votes)

Von AntiFanti
Aus Berlin
Mitglied seit 02.04.2013


der typ fühlt sich noch absolut im recht, war es nicht adam u. eva - ein heteropaar - dass mit ihrem verhalten dafür gesorgt hat dass uns das paradies verwehrt wurde? :-)


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