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  • 21.06.2014           28      Teilen:   |

"Unnötig und schwachsinnig"

Conchita Wurst kritisiert Berliner CSD-Streit

Artikelbild
Im Interview mit dem Nachrichtenportal des ZDF forderte Conchita Wurst auch das volle Adoptionsrecht für Lesben und Schwule

Die Eurovision-Siegerin forderte die Hauptstadt-Community auf, sich "wieder aufs Wesentliche zu konzentrieren". Auch Angela Merkel bekam ihr Fett weg.

Die Siegerin des Eurovision Song Contests, Conchita Wurst, hat den Streit innerhalb der Berliner LGBT-Bewegung kritisiert. Dass es in diesem Jahr mehrere Paraden zum Christopher Street Day gebe sei "unnötig und schwachsinnig".

"Wir sind eine Community und sollten eigentlich zusammenhalten, damit wir alle gemeinsam unsere Rechte einfordern, die uns schon längst zustehen", sagte Wurst gegenüber heute.de. "Deswegen würde ich die Herrschaften darum bitten, sich zu einigen und sich wieder aufs Wesentliche zu konzentrieren", so die österreichische Sängerin weiter.

Mit dem deutlichen Statement hat Conchita Wurst klargestellt, dass sie sich nicht vom umstrittenen Berliner CSD e.V. vereinnahmen lassen will. Der Verein hatte die Eurovision-Siegerin am Freitagabend im Rahmen seiner "Stonewall Gala" im Deutschen Theater mit dem "Soul of Stonewall Sonderpreis" ausgezeichnet.

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Auch Angela Merkels Nein zum Adoptionsrecht sei "Schwachsinn"

In dem heute.de-Interview kritisierte Conchita Wurst auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel wegen ihres Neins zum vollen Adoptionsrecht für Lesben und Schwule. "Natürlich darf man das sagen, aber meines Erachtens ist es Schwachsinn", sagte Wurst dem Nachrichtenportal des ZDF. Das volle Adoptionsrecht für Homosexuelle müsse kommen: "Ich will da eine Entscheidung und diese Entscheidung ist nicht schwer", so Wurst weiter. Allein die Frage, ob ein gleichgeschlechtliches Paar ein Kind adoptieren dürfe oder nicht, verdiene eigentlich gar keine Antwort.

In Berlin gibt es an diesem Samstag gleich drei parallele Demonstrationen aus Anlass des Christopher Street Days. Hintergrund sind Unstimmigkeiten um das Konzept der Großveranstaltung, das arrogante Vorgehen des langjährigen CSD-Vereins und die Frage, ob die Parade zu kommerziell sei. Die Ur-Parade des CSD e.V. beginnt um 12.30 Uhr am Olivaer Platz und führt zur Siegessäule. Die Demonstration des neugegründeten Aktionsbündnisses, die u.a. vom LSVD, der Berliner Aids-Hilfe und allen Parteien außer den Piraten unterstützt wird, startet um 12 Uhr am Spittelmarkt und endet im Homokiez an der Motzstraße. Darüber hinaus gibt es den links-alternativen Kreuzberger CSD, der um 16 Uhr am Oranienplatz beginnt und zum Heinrichplatz führt.

Bereits am Freitagabend fand außerdem ein vom Lesbenmagazin "L-Mag" unterstützter "Dyke March" statt. (cw)

Links zum Thema:
» ZDF-Video: Conchita Wurst zum CSD-Streit
» ZDF-Video: Conchita Wurst zum Adoptionsrecht
» Homepage des Berliner CSD e.V.
» Homepage des Aktionsbündnisses
» Homepage des Kreuzberger CSDs
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Tags: conchita wurst, csd-streit, adoptionsrecht, csd berlin
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Reaktionen zu "Conchita Wurst kritisiert Berliner CSD-Streit"


 28 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
21.06.2014
01:03:11


(+13, 13 Votes)

Von lucdf
Aus köln (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 04.09.2011


"Wir sind eine Community und sollten eigentlich zusammenhalten, damit wir alle gemeinsam unsere Rechte einfordern, die uns schon längst zustehen", sagte Wurst gegenüber heute.de.

Recht hat sie. Dieser Streit ist unwürdig.


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#2
21.06.2014
01:47:41


(-2, 10 Votes)

Von Dennis Schneider


Conchita Wurst muss einfach akzeptieren, dass solange die Gleichstellung noch nicht erreicht ist und solange es gesellschaftliche und politische Widerstände gibt, dieses Thema einfach politisch ist.

Ich verstehe, dass es in der Idealwelt von Conchita Wurst kein politisches Thema wäre. In der realen Welt ist es das aber. Conchita Wurst kann nicht einfach in der realen Welt von ihrer Idealwelt ausgehen und sagen "Das ist für mich nichts Politisches", wenn sie über rechtliche Gleichstellung spricht. Wenn Conchita Wurst sagt "Das ist für mich nichts Politisches", dann hat das für mich den Hauch von Realitätsverlust. Denn die Realität ist nunmal, dass es etwas Politisches ist, ob sie will oder nicht.

Es scheint als lebt Conchita Wurst in ihrer gedanklichen Idealwelt, einer Art "Blase".

Conchita Wurst sollte explizit politisch Stellung beziehen und von der Politik die Eheöffnung fordern. Auch wegen dieser Hoffnung, dass Conchita Wurst es im Fall eines Sieges tun würde, wurde sie von den Zuschauern am 10. Mai 2014 gewählt. Es war nicht nur der Song, sondern auch die politische Botschaft. Das muss Conchita Wurst einfach akzeptieren und umsetzen. Ich hoffe Conchita Wurst liest das hier und setzt es um.


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#3
21.06.2014
07:31:28


(+3, 9 Votes)

Von UweBerlin
Aus Berlin
Mitglied seit 20.06.2010
Antwort zu Kommentar #1 von lucdf


Conchita ist eine wunderbare Botschafterin für Schwule, Lesben, Trans.
Es ist eine Wohltat, dass es auf diesem Planeten auch solche Menschen mit Herz, Verstand und Mut gibt -
Mut muss man ja leider immer sagen, obwohl viele Dinge im Rahmen der Menschenrechte eigentlich selbstverständlich sein sollten.

Bin sehr auch auf ihr Album gespannt.
Eine großartige Künstlerin.


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#4
21.06.2014
08:24:39


(0, 6 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Hoffentlich nehmen sich die Veranstalter der CSDs in Berlin die Worte Conchitas zu Herzen! Ich kann ihre Aussagen nur unterstützen!


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#5
21.06.2014
08:38:48


(+8, 8 Votes)

Von UweBerlin
Aus Berlin
Mitglied seit 20.06.2010
Antwort zu Kommentar #2 von Dennis Schneider


Das wird auch Conchita bewusst sein. Sie geht eben von dem aus, was EIGENTLICH selbstverständlich sein sollte.

Nämlich die Um- und Durchsetzung von Menschenrechten.

Leider wird die Welt stellvertretend oder ermächtigt von Politikern regiert, die dieses trotz aller geschichtlichen Kenntnisse oftmals nicht besonders engagiert tun oder gar nicht ernst nehmen. Das ist tragisch besonders für die, die dann "Opfer" oder Benachteiligte dieses Handelns sind.
Es ist unsere Aufgabe, die Politik und Justiz immer wieder darauf aufmerksam zu machen.

Gerade in einem Land wie Deutschland fand ich die Reaktion von Kanzlerin Merkel (von der Cdu hört man ja so gut wie nichts außer dem realitätsfernen Geplapper von Herrn Kauder, der sich offensichtlich noch nicht mal mit Jesus Christus auskennt, der wäre nämlich auf der Seite von Menschenrechten und Conchita) in der Wahlarena (Sendung der Ard) einfach beschämend als es um gleiche Rechte in Bezug auf Adoption ging. Noch schlimmer aber das verlogene "Links blinken, rechts abbiegen" der Spd bei der Abstimmung letztens im Bundestag. Zugesagt war Schwulen, Lesben, Trans etwas anderes.

In der Geschichte Deutschlands waren auch viele besonders Schwule Opfer von Rassenwahn und Rassismus - nicht "nur" Juden. Wird ja immer so getan als hätte das alles nur Ausländer, Anders-Stämmige Ethnien etc betroffen.

Schon von daher müsste man sich hier emsig auf das Umsetzen von Menschenrechten begreifen.

Stattdessen liefert man Waffen u.a. in ein Land, das bekannt dafür ist, dass aus ihm die meisten der 09/11 Attentäter kamen, verschließt die Augen vor religiösem Gewalt-Fanatismus im Land und eiert eben herum, ab und zu vom BVG abgemahnt.


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#6
21.06.2014
09:09:07


(+5, 5 Votes)

Von AntiFanti
Aus Berlin
Mitglied seit 02.04.2013


das aktionsbündnis greift seit monaten alles u. jeden an der nicht FÜR ihr querulantentum ist, so auch CW.
das der csd ev fehler gemacht hat, geschenkt.
aber dem AB geht u. ging es doch nie im die sog. "community" sondern um persönliche rachefeldzüge u. macht.
auch das wowereit sich dem AB zuwendet sehe ich kritisch, er ist als berliner bürgermeister für alle schwulen/lesben zuständig, entweder er redet bei beiden veranstaltungen oder bei keiner.
ich hoffe dass das AB ordentlich auf die nase fällt u. wenig besucher hingehen.


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#7
21.06.2014
09:10:35


(+7, 9 Votes)

Von sanscapote
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von lucdf


Wir stimmen dir zu.
Conchita redet Klartext. Wozu Zerstrittenheit, wenn es um unser grosses Ziel der Gleichstellung geht?

Was sie ueber Merkel sagt, ist richtig.
Ausserdem kann M. nichts ueber die Qualitaet von schwulen oder heten Eltern sagen, da sie selbst keine Kinder hat.

Frau Merkel ich verbitte mir solche unqualifizierten und diskriminierenden Entscheidungen und "Meinungen" ueber uns Schwule. Fuer mich sind sie keine Bundeskanzlerin eines Volkes, sondern ein Witz. Schwachsinn ist das, was sie unter das Volk streuen. Auch aus der Sicht von unseren Freunden in Suedeuropa.

Wie wir hoerten hat die SPD-Verraeterpartei im Bundestag gegenueber der CDSU - nach dem Motto - "eine Hand waescht......." Forderungen gestellt, da die CDSU eine bestimmte Person in Bruessel sehen will (Naeheres ist uns nicht bekannt). Jetzt frage ich die SPD, wozu fordert sie etwas so lapidares anstatt unsere Gleichstellung????


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#8
21.06.2014
09:33:19


(+3, 3 Votes)

Von Kim Schicklang


Nicht LGBT/LSBT, sondern LSBTTIQ. Alles andere ist keine Community. Wer Menschen durch Ignoranz ausgrenzt, braucht Worte wie "Community" nicht in den Mund nehmen.

Es scheint für viele im norden Deutschlands immer noch ein Problem zu sein, Vielfalt einfach mal anzuerkennen.


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#9
21.06.2014
09:41:23


(-8, 10 Votes)

Von ehemaligem User LangsamLangsam


Wenn Messias Conchita meint, spring aus dem Fenster. Ich glaube, ich würde es tun. Das Theater hat schon stark sektenhafte Züge. Vermutlich haben das schon hundertfach, nicht genannte Leute auch gesagt.


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#10
21.06.2014
09:51:54


(0, 6 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby


Mit dem deutlichen Statement hat Conchita Wurst klargestellt, dass sie sich nicht vom umstrittenen Aktionsbündnis vereinnahmen lassen will, hätte man auch schreiben können.
Link zu www.inqueery.de

Berichtigung: Es findet eine Parade mit 40 Gruppen bei der großen CSD-Demo am Kudamm statt und eine parallele Parteien-Demo mit 18 Gruppen am Spittelmarkt um 12.00 Uhr.
der Kreuzberger CSD, der seinen Ursprung bereits 1997 gefunden hat, geht erst ab 16.00 Uhr los.


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