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Kardinal Nicolás de Jesús López Rodríguez mag keine "Schwuchteln" in höhen Ämtern

Während der CSD-Saison läuft, attackieren katholische Würdenträger aus allen Teilen der Welt Homosexuelle und ihre Unterstützer und werfen ihnen vor, "Propaganda" zu betreiben.

In den letzten Tagen haben mehrere hochrangige katholische Bischöfe die Gleichbehandlung von Homosexuellen kritisiert. In der Dominikanischen Republik forderte der katholische Kardinal Nicolás de Jesús López Rodríguez sogar die Absetzung des US-Botschafters, weil dieser homosexuell ist. James Brewster war im letzten Jahr gegen den Widerstand von christlichen Gruppen von Präsident Barack Obama zum Botschafter des bitterarmen Karibikstaates ernannt worden (queer.de berichtete). Kardinal Rodríguez hatte von Anfang an zu seinen schärfsten Kritikern gehört und den Diplomaten mit dem spanischen Schimpfwort "maricón" (Schwuchtel) umschrieben.

Anlässlich der Unterstützung für den CSD durch die amerikanische Botschaft erklärte Rodríguez am Donnerstag, dass Brewster den CSD in einem anderen Land feiern sollte. "Diplomatie ist nicht für so etwas geeignet, für eine solche negative Propaganda", so Rodríguez nach Angaben von "Dominican Today". Der Kardinal stellte klar, dass er keine persönliche Abneigung gegen den Botschafter habe, sondern generell gegen Homosexuelle und ihre Unterstützer eintrete.

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Während sich Papst Franziskus liberal und offen gibt, fordern seine Bischöfe die Einschränkung der Rechte für Homosexuelle

Auch in anderen Teilen der Welt gingen Bischöfe verbal gegen Schwule und Lesben vor: So demonstrierte Salvatore Cordileone, der Erzbischof von San Francisco, vergangene Woche in der US-Hauptstadt Washington gegen Rechte für Schwule und Lesben. Er trat bei einer Kundgebung der National Organization for Marriage (NOM) vor rund 2.000 Homo-Gegnern auf. NOM wird von Bürgerrechtsorganisationen als Hass-Gruppe eingestuft.

In seiner Rede verglich der 58-jährige Würdenträger die Ehe-Öffnung für Schwule und Lesben mit Abtreibungen, gegen die es ebenfalls noch immer Widerstand gebe. Mit seiner Ablehnung von Homo-Rechte haben er "die Unterstützung von Papst Franziskus", versicherte Cordileone weiter.

Sogar für Homo-"Heilung" machen sich manche Bischöfe stark. In Singapur erklärte etwa Erzbischof William Goh am Wochenende, er bete dafür, dass der Heilige Geist Homosexuelle heilen werde: "Möge der Heilige Geist ihre Ganzheit wiederherstellen", so Goh in einem Offenen Brief. "Diese Art von Lebensstil sollte nicht von Katholiken beworben werden, weil sie der Gesellschaft schadet, der menschlichen Entwicklung nicht weiterhilft und christlichen Werten widerspricht". Zwar sollte man auch Homosexuellen mit "Mitgefühl" und "Verständnis" begegnen, aber die Toleranz dürfe nicht so weit gehen, dass Schwule und Lesben "die Zukunft der Institution Ehe" in Frage stellten. (dk)



#1 HeterosAnonym
  • 23.06.2014, 15:02h
  • stellen auch die "Institution Ehe in Frage".
    Und das ist auch ihr gutes Recht.

    i.imgur.com/dep7XIZ.png

    " aber die Toleranz dürfe nicht so weit gehen, dass Schwule und Lesben "die Zukunft der Institution Ehe" in Frage stellen."
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#2 -hw-Anonym
  • 23.06.2014, 15:11h
  • "Während der CSD-Saison läuft,...":

    "Lutheraner: Streit um Homosexualität darf Einheit nicht gefährden
    Die unterschiedliche Beurteilung der Homosexualität darf nach Ansicht der Lutheraner Deutschlands die Einheit der Kirche nicht gefährden.

    Die durch Jesus Christus gestiftete Einheit aller Christen hebe unterschiedliche soziokulturelle Orientierungen und geschlechtsbezogene Identitäten auf, heißt es in einem Text der Vereinigten Lutherischen Kirche in Deutschland (VELKD), der am Dienstag in Hannover veröffentlicht wurde. Christen müssten "einander respektvoll und geduldig in Spannungen und trotz Spannungen" ertragen."

    aktuell.evangelisch.de/artikel/95301/lutheraner-streit-um-ho
    mosexualitaet-darf-einheit-nicht-gefaehrden
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#3 StretchingmasterProfil
  • 23.06.2014, 15:19hEssen / Holsterhausen
  • Aus solchen Mündern das Wort "Schwuchtel" zu hören ist einfach nur köstlich.
    Wer rennt denn den ganzen Tag im Kleidchen rum? Ich nicht.

    Ich bin nicht gläubig, aber wenn die so auf ihrer christlichen Schiene laufen dann habe ich da auch aus der Ecke ein paar Sachen die alles ganz schnell aushebeln.
    Es heißt: Und Gott schuf den Menschen nach seinem Abbild, und es sah das es gut so war.

    Außerdem heißt es: Vor Gott sind alle Menschen gleich!

    Nur allein diese beiden Aussprüche aus der Bibel hebeln alles aus was die Christen, Katholiken und wie sie nicht alle heißen, jeden Tag gegen uns von sich geben.

    Das wir "Geheilt" werden müssen, würde ja bedeuten, das Gott einen Fehler begangen hat und das der von den gläubigen Menschen berichtigt werden müsste. Und das ist Blasphemie. Denn Gott macht keine Fehler.

    Und somit bräuchten wir gar nicht weiter zu diskutieren. Wenn die sich einfach an ihr Märchen halten würden. Aber es wird ja immer so ausgelegt wie man es braucht. Und wenn man will dann findet man immer etwas das das Gegenteil von dem sagt was eigentlich drinsteht.

    Schönen Tag noch
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#4 Bad HomburgAnonym
  • 23.06.2014, 15:42h
  • "Anlässlich der Unterstützung für den CSD durch die amerikanische Botschaft erklärte Rodriguez am Donnerstag, dass Brewster in einem anderen Land den CSD feiern sollte: "Diplomatie ist nicht für so etwas geeignet, für eine solche negative Propaganda", so Rodriguez nach Angaben "Dominican Today""". Solche bizarre Äusserungen aus den Lippen eines kirchlichen Würdenträgers sind nur in einem homophoben Staat, in einer extrem homophoben Gesellschaft möglich - wird diese aber auf einmal schwulenfreundlicher, dann verändert sich auch die Kirche in entsprechende Richtung, beginnt sich selbst vor der Sünde der Homophobie aktiv zu wehren und verbannt früher oder später die Intoleranz aus ihren eigenen Reihen. Auch wenn dieser Prozess verständlicherweise etwas länger dauert, da der Generationswechsel in der Hierarchie der katholischen Kirche viel langsamer als in staatlichen Strukturen verläuft.
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#5 Queer RageAnonym
  • 23.06.2014, 15:51h
  • Ich kann mir echt nicht erklären, wieso ich bei meinen Wurfübungen immer die Schaukästen katholischer Kirchen treffe...
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#6 timpa354Ehemaliges Profil
  • 23.06.2014, 15:52h
  • Antwort auf #2 von -hw-
  • Das haben die Evangelischen von der Ökomene, in ihrer Einfalt werden sie von den pädophilen katholischen Priestern eingekastelt und merken es noch nicht mal, da freut sich doch der Papst über die Dummheit der evangelischen Kirchenvertreter.
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#7 LöndungrAnonym
  • 23.06.2014, 15:52h
  • Ich denke daß es sinnvoll ist diesen Glaubensmännern Gehör zu schenken und ihre Befürchtungen und ihre Seelennöte ernstzunehmen. Ganz offensichtlich ist die Schärfe ihrer Aussagen auf eine tiefe existenzielle Verunsicherung zurückzuführen. Ich finde daß auch die Schwulen hier klar in der Verantwortung stehen und diese armen Männer Gottes in mitfühlender Fürsorge bei der Hand nehmen sollten und ihnen zeigen daß die Schwulen dieser Welt mitnichten beabsichtigen den Priestern und Bischöfen, den Kardinälen und Monsignores ihre schönen Ehefrauen wegzunehmen.

    Ein kluger Mann, Alfred Loisy, hat einmal gesagt "Jesus verkündete das Reich Gottes, gekommen ist die katholische Kirche" wofür er kirchlicherseits mit der Exkommunikation geehrt wurde. Vitandus - von Gläubigen zu meiden.
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#8 VizharanProfil
  • 23.06.2014, 15:58hSt. paul
  • Und währenddessen wird munter der Missbrauch innerhalb der Kirche toleriert.
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#9 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 23.06.2014, 15:58h
  • Mögen die auch noch so wettern: Gleichstellungen von LGBTIlern ist nicht mehr aufzuhalten!
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#10 timpa354Ehemaliges Profil