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"Anders als du denkst"

ARD-Themenwoche über Toleranz


Auf Dutzenden ARD-Kanälen dreht sich im November alles ums Thema Toleranz

Im November stehen die Radio- und Fernsehprogramme der ARD ganz im Zeichen der Toleranz. Auch "Fragen der sexuellen Orientierung" sollen erörtert werden.

Unter dem Motto "Anders als du denkst" werden in einer ARD-Themenwoche vom 15. bis 21. November die unterschiedlichsten Facetten des Themas Toleranz beleuchtet. Das teilte der Bayerische Rundfunk am Dienstag mit, der für diese Themenwoche die Federführung übernehmen wird. An der Aktion beteiligen sich das Erste, die dritten Fernsehprogramme, die öffentlich-rechtlichen Hörfunkwellen sowie die ARD-Onlineangebote. "Die Frage nach der Toleranz stellt sich immer dann, wenn es zu Konflikten mit der eigenen Anschauung kommt und persönliche Überzeugungen oder gesellschaftliche Normen auf die Probe gestellt werden", erklärte der BR in einer Pressemitteilung.

In der Woche sollen nach Angaben des Senders Themen wie "Integration und Migration, das Ringen von sozial und wirtschaftlich Schwachen, um Anerkennung und Gleichbehandlung, den Status religiöser und politischer Minderheiten, Fragen der sexuellen Orientierung oder den Umgang der Gesellschaft mit behinderten Menschen" behandelt werden.

BR-Intendant Ulrich Wilhelm erklärte, Toleranz verlange, sich in die Lage anderer zu versetzen: "Das Miteinander in unserer Gesellschaft kann nur gelingen, wenn sich jeder Einzelne Ansichten oder Handlungsweisen anderer Menschen bewusst macht und diese dann auch gelten lässt – selbst wenn er persönlich ganz anders denken oder fühlen mag", sagte Wilhelm. "Toleranz darf aber auch Grenzen haben, beispielsweise dort, wo die Intoleranz eines Anderen überhand nimmt. Wie vielfältig und komplex das Thema Toleranz ist, möchten wir mit der ARD-Themenwoche zeigen. Wir freuen uns darauf, eine intensive Diskussion anzustoßen."

"Toleranz-Slam" geplant

Tradition der ARD-Themenwochen ist es, dass sich der Leitgedanke in der Sendewoche wie ein roter Faden durch alle ARD-Programme und Sendeformate zieht – etwa durch die Talkshows im Ersten, durch Filme und Dokumentation. Komplettiert wird das Angebot durch einen Aktionstag unter dem Motto "Redefreiheit – der Toleranz-Slam!". An diesem Tag werden in Radio und TV sowie in Schulen, Universitäten, Jugendzentren, Gemeindesälen, Cafés, Theatern und vielen anderen Orten kurze, selbst geschriebene Texte einem Publikum vorgetragen. So soll eine öffentlichkeitswirksame Aktion für Toleranz im ganzen Bundesgebiet entstehen.

Die ARD veranstaltet derartige Themenwochen bereits seit 2006. Im vergangenen Jahr lautete das Thema "Zum Glück". Darin setzte sich die Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Sender unter Führung des WDR damit auseinander, was ein glückliches Leben ausmacht. Insgesamt betreibt die ARD elf Fernsehprogramme und 55 Hörfunkkanäle. (dk/cw)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 merlinppppAnonym
#3 VadimAnonym
#4 JohnathanAnonym
  • 24.06.2014, 19:04h
  • Oh Gott,
    ausgerechnet der BR ist federführend?! Ich habe etwas Angst davor, wieder hören zu müssen, daß ja die "Homosexuellen" eben auch mal tolerant gegenüber den Menschen sein müssten, die Homosexuelle ablehnen.

    Das wurde ja auch schon in dieser legendär beschissenen Maischberger-Sendung unwidersprochen dahergefaselt...
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#5 jhgkAnonym
#6 MarcAnonym
  • 24.06.2014, 20:58h
  • Sehr gut!

    Aber das sollte nicht auf eine Woche beschränkt werden. Ich erwarte, dass Schwule, Lesben, Bi-, Trans- und Intersexuelle in den Medien denselben Raum einnehmen, wie sie ihn auch in der Gesellschaft einnehmen - also 10-15%.
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#7 userer
  • 24.06.2014, 21:01h
  • Sexuelle Identität im Bereich der "Toleranz" anzusiedeln, also als diskussionsfähig darzustellen, zeigt, wie hinterwäldlerisch die deutschen Öffentlich-Rechtlichen noch immer ticken. - Wollen die auch das Thema "Hautfarbe" unter dem Motto "Toleranz" diskutieren?

    Die Offiziellen in diesem Land sind zum Kotzen dumm und selbstverliebt: "Schaut her, wie toll ich bin! Ich bin so tolerant, dass ich sogar Schwule dulde."

    Sexuelle Identiät unter dem Deckmantel der "Toleranz" zur Diskussion zu stellen, manifestiert Ungleichheit und gefährdert Erreichtes. Aber vielleicht wollen die ja genau das.
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#8 FelixAnonym
#9 sperlingAnonym
#10 _GLAAD_Anonym
  • 24.06.2014, 22:56h
  • Schwule und Lesben brauchen keine "Themenwochen", mit denen alle paar Jubeljahre mal das "Toleranz"-Blabla abgehakt wird.

    Es geht um Gleichberechtigung und selbstverständliche Berücksichtigung und Sichtbarmachung der Vielfalt sexueller Identitäten in ALLEN Programmen und Sendungen!

    Insbesondere haben wir Anspruch auf einen angemessenen Anteil schwuler und lesbischer Haupt- und Nebenrollen in sämtlichen Programmen. Im Gegensatz zum aktuellen Anteil von gerundet 0%.

    Wenn in anderen Ländern wie z. B. den USA mindestens rund 30% der Primetime-Programmstunden der größten Fernsehsender LGBT-Bilder beinhalten*, dann wirft das ein Schlaglicht auf die massiv ausgrenzende, heterosexistische Programmpolitik von ARD und ZDF, die uns weiterhin - unter Verwendung unserer Gebührengelder - fast durchgehend unsichtbar machen.

    Und gerade homosexuellen Jugendlichen lebenswichtige Identifikationsfiguren vorenthalten!

    en.wikipedia.org/wiki/List_of_LGBT_characters_in_television_
    and_radio


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