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  • 24.06.2014           1      Teilen:   |

Interview mit Stuart Cameron

Reite ein Einhorn!

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Stuart Cameron veranstaltet die queere Karrieremesse seit vier Jahren in der Hauptstadt

Wenige Tage vor der Eröffnung der schwul-lesbische Karrieremesse gibt Organisator Stuart Cameron Tipps, auf was es bei der Jobsuche ankommt – und was man bei "Sticks and Stones" erwarten kann.

"Sticks and Stones" wird am Samstag in Berlin wieder seine Türen öffnen. Dieses Mal findet die in Deutschland einzigartige Karrieremesse erstmals in der Alten Münze in Friedrichswerder statt. Seit 2010 organisiert der Betriebswirt Stuart Cameron das Event.

Was ist dieses Jahr neu bei "Sticks and Stones"?

Wir haben wieder die unterschiedlichsten Vorträge zu Themen wie "Kreatives Problemlösen und LSD", "Just Be Kind – One Way To Change The World" oder "3D Technologies". Dieses Jahr können unsere Besucher erstmals ein Einhorn reiten, beim Tackleball ineinander laufen und umfallen, Ideen, die möglicherweise einmal die Welt verändern werden, vor Investoren pitchen, im ehemaligen Goldtresor im Untergrund abtanzen, es wird der Startschuss für das erste Tech-Netzwerke für LGBTs & Friends fallen, … und und und!

Sie veranstalten die Karrieremesse bereits seit 2010 in Berlin. Was hat sich seitdem verändert?

Wir sind größer, bunter und lauter geworden. Anfangs nur eine Handvoll Unternehmen und Besucher, ist die "Sticks and Stones" heute die drittbeliebteste Karrieremesse Deutschlands.

Auf was freuen Sie sich dieses Jahr besonders?

Darauf, dass wir auch dieses Jahr wieder den Besucher-Rekord brechen werden.

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Das Einhorn ist das Symbol von "Sticks and Stones"
Das Einhorn ist das Symbol von "Sticks and Stones"

Aus Ihrer Erfahrung: Wie schwierig ist ein Coming-out am Arbeitsplatz heutzutage?

Das kommt darauf an, wo man arbeitet, in welcher Position und wohin man will. Dass sich noch kein DAX-Vorstand geoutet hat, spricht doch schon für sich, denn es gibt sie. Für mich und viele in meiner Generation ist aber klar: Ein Unternehmen, das nicht klar ein Statement zum Schutz vor Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität setzt, kriegt mich einfach nicht.

Wie soll man sich Ihrer Meinung nach beim Bewerbungsgespräch verhalten, wenn persönliche Fragen gestellt werden: Soll ein Bewerber offen über seine Homosexualität sprechen oder lieber Privates privat halten?

Bei Unternehmen, die sich auch der Diversity-Säule LGBTI widmen und beispielsweise ein LGBTI-Mitarbeiternetzwerk oder Gleichstellungspolicies haben, weiß ich, dass ich meine Identität nicht verstecken brauche — auch nicht im Bewerbungsgespräch. Bei anderen Unternehmen würde ich mich erst gar nicht bewerben.

Welche unterschiedlichen Probleme haben Schwule im Gegensatz zu Lesben bei der Job-Suche?

Ich halte von solch verallgemeinernden Kategorisierungen nicht viel. Klar ist, unsere Gesellschaft fußt noch viel zu sehr auf dem weißen Hetero-Mann mittleren Alters. Alle, die abweichen — und seien es Frauen, Ältere, Schwule, Lesben, trans- oder intergeschlechtliche Menschen, Menschen mit Behinderungen oder Menschen mit ethnischem Hintergrund — stoßen noch viel zu oft an die bekannte Glassdecke.

Gemeinsam mit dem Bundesverband schwuler Führungskräfte haben Sie das Siegel "Pride 175" ins Leben gerufen. Was hat es damit auf sich?

Damit zeichnen wir Unternehmen und Organisationen aus, die sich für LGBTI-Vielfalt einsetzen, sich zu gleichstellenden und integrierenden Maßnahmen verpflichtet und diese erfüllt haben. Damit wollen wir für LGBTI-Menschen sichtbar machen, welche Unternehmen und Organisationen offen für sie sind. Aber nicht nur für diese – auch anderen Talenten zeigt das, wo Vielfalt Wertschätzung erfährt.

Gibt es bereits große Firmen, die das Siegel beantragt haben?

Ja, die gibt es und diese verraten wir auf unserem LGBTI-Diversity-Kongress am kommenden Freitag.

Wenn deutsche Firmen die Gleichstellung in Betrieben umsetzen, machen Sie dann nicht Ihre eigene Karrieremesse überflüssig?

Was hat denn das eine mit dem anderen zu tun? Unser ultimatives Ziel ist nicht nur die Gleichstellung von LGBT-Menschen in der Arbeitswelt, wir wollen Sichtbarkeit erzeugen. Außerdem ist die "Sticks and Stones" eine einzigartige Karrieremesse, die nicht so langweilig und spießig ist wie die ganzen anderen. Mit stellt sich deswegen eher die Frage: Sind nicht die ganzen anderen Karriere- und Jobmessen unnötig?

  Sticks & Stones
Samstag, 28. Juni 2014, 11 bis 18 Uhr: Karrieremesse, 23 bis 6 Uhr: After-Show-Party. Location: Alte Münze, Molkenmarkt 2, 10179 Berlin, U-Bahn: Klosterstraße
Links zum Thema:
» Sticks & Stones
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Tags: karrieremesse, sticks and stones, stuart cameron
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24.06.2014
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