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(Bild: Center for American Progress Action Fund)

US-Vizepräsident Joe Biden hält die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben für ein allgemein gültiges Menschenrecht, das nicht mit Verweis auf lokale Traditionen verwehrt werden darf.

Bei einer Rede im United States Naval Observatory, einer Forschungseinrichtung der US-Marine in Washington D.C., erklärte der demokratische Politiker, dass LGBT-Rechte ein Muss für zivilisierte Länder seien: "Mir ist egal, was Ihre Kultur ist", sagte Biden nach Angaben der Nachrichtenagentur AP. "Unmenschlichkeit ist Unmenschlichkeit ist Unmenschlichkeit. Vorurteile sind Vorurteile sind Vorurteile".

Daher kürze die Obama-Regierung Entwicklungshilfegelder, sollten Staaten die Rechte von Homosexuellen missachten. Der 71-Jährige spielte damit auf die vor wenigen Tagen angekündigte Kürzung der Hilfen für Uganda an (queer.de berichtete). Der afrikanische Staat hatte zuvor Gesetze gegen Schwule und Lesben verschärft.

"Wer sich inhuman verhält, muss einen Preis dafür zahlen", sagte der Vizepräsident weiter. Er bezeichnete den Kampf für die Gleichbehandlung von Homosexuellen als "das wichtigste Bürgerrechtsthema unserer Zeit".

Am selben Tag erklärte auch Susan Rice, die nationale Sicherheitsberaterin des Weißen Hauses, der Schutz von Homosexuellen vor weltweiter Diskriminierung sei gegenwärtig eine der schwierigsten Herausforderungen für die Vereinigten Staaten. (dk)



#1 agneta
  • 25.06.2014, 12:47h
  • Das sagen leider nicht viele westliche Politiker so klar. Aber egal. Herr Biden ist der stellvertretende Oberbefehlshaber der größten Militärmacht, die es jemals in der Geschichte der Menschheit gegeben hat. Leider gibt das seinen Worten, in der ach so aufgeklärten und modernen Welt, immer noch das meiste Gewicht.
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#2 goddamn liberalAnonym
  • 25.06.2014, 13:24h
  • Antwort auf #1 von agneta
  • Bis 2003 drohte uns im US-Staat Idaho lebenslänglich.

    Mit schwirrt der Kopf und obwohl ich das Spiel durchschaue, das Mr Biden da spielt, bin ich glücklich, dass ich das noch erleben darf.

    Es ist eine knallharte Absage gegen den Kulturrelativismus ohne den üblen fremdenfeindlichen Beigeschmack, den das in Europa oft hat.

    Das ist nicht alles, aber schon sehr viel.
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#3 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 25.06.2014, 13:32h
  • In Ländern, wo Bürgerkriege toben, Hungersnöte grassieren, ein Rechtsstaat nicht vorhanden ist und Demokratie als Gefahr wahr genommen wird, ist Menschenrecht nichts weiter als eine leere Worthülse. Ob man mit Kriegseinsätzen, oder gezielten Dronen-Killerkommandos den Menschen hilft, wage ich zu bezweifeln. Auch Drohungen helfen nicht. Ohne Friede, Wohlstand und Freiheit sieht es nunmal auch für LSBTTIQ-Rechte miserabel aus.
    Wer also Homorechte isoliert betrachtet, diese sogar scheinheilig über existentielle Bedürfnisse wie Wohnen, Ernährung und Bildung stellt, macht sich der schweren Heuchelei schuldig.
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#4 Zaphod BAnonym
  • 25.06.2014, 14:52h
  • Die Menschenrechte sind eine Ideologie wie viele andere Religionen und Ideologien auch. Sicherlich gibt es viele kluge und plausibel erscheinende Begründungen für die Menschenrechte, aber auch andere Ideologien und Religionen sind nach Ansicht ihrer jeweiligen Anhänger gut durchdacht und plausibel. Daher ist es stets sehr gefährlich, wenn jemand glaubt, die von ihm als richtig erkannten Grundsätze und Maßstäbe haben eine universelle Gültigkeit. Es besteht keine Sicherheit, dass dies so ist. Aus diesem Grund ist es zwar begrüßenswert, wenn viele Menschen auf der ganze Welt erkennen, dass Schwule und Lesben die gleichen Rechte wie Heteros haben sollten. Es ist jedoch bedenklich, wenn versucht wird, diese Erkenntnis mit wirtschaftlicher oder gar physischer Gewalt bei den Menschen durchzusetzen.
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#5 sperlingAnonym
  • 25.06.2014, 15:00h
  • was ist mit den menschenrechten von vermutlich mehreren tausend menschen in aller welt, die auf obamas "todesliste" stehen und die ohne anklage, ohne verteidigungsmöglichkeit und ohne gerichtsurteil einfach von amerikanischen sonderkommandos hingerichtet werden? was ist mit den menschenrechten der unbeteiligten, die dabei als "kollateralschaden" getötet werden?

    www.tagesschau.de/ausland/drohnenangriffe106.html

    was ist mit den menschenrechten der gefangenen in guantanamo?

    es ist schön, wenn politiker_innen sich so klar für unsere rechte aussprechen und dabei klarstellen, dass es sich nicht nur um "minderheitenrechte" handelt, sondern dass es darum geht, allgemeine rechte für ALLE menschen durchzusetzen.

    noch schöner wäre es, wenn diese politiker_innen dabei wirklich konsequent wären.
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#6 kulturhinweisAnonym
#7 timpa354Ehemaliges Profil
#9 YannickAnonym
  • 25.06.2014, 16:04h
  • Sehr richtig!

    Gleichheit ist ein demokratisches Grundprinzip und Homorechte sind Menschenrechte!

    Das darf man nicht irgendwelchen Traditionen, Glauben, o.ä. unterordnen.

    Genauso wie man ja auch nicht Diskriminierung von Schwarzen mit Tradition o.ä. rechtfertigen kann.

    Nur weil etwas lange Zeit falsch gemacht wurde, wird es nicht richtig!
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#10 Yussuf HäberleAnonym